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Volksbank Kirnau

Bilanzsumme erhöhte sich um über 17 Prozent

In Osterburken auf das 141. Geschäftsjahr geblickt und Aufsichtsräte verabschiedet

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Osterburken. Zum dritten Mal in Folge fand die ordentliche Generalversammlung der Volksbank Kirnau in der Baulandhalle in Osterburken statt – diesmal für das Geschäftsjahr 2021. Das abgelaufene 141. Geschäftsjahr, seit der Gründung der Bank im Jahre 1880, verlief für die Regionalbank erneut sehr erfolgreich, denn trotz der Herausforderungen im Finanzwesen und der Corona-Pandemie, stieg die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2021 um fast 40 Millionen auf nunmehr 265 Millionen Euro und überschritt zum dritten Mal in Folge die magische 200-Millionen-Grenze. Neben den umfangreichen Geschäftsberichten wurden drei Aufsichtsräte neu gewählt und Ulrich Kempf (Ahorn) und Anette Kolb-Köberlein (Ravenstein) aus dem Gremium verabschiedet.

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Der Vorsitzende des Aufsichtsrates, Rosenbergs Bürgermeister Ralph Matousek, eröffnete die Versammlung. Osterburkens Bürgermeister Jürgen Galm als Hausherr überbrachte die Grüße der Stadt. Bankvorstand Dieter Ehmann ging in seinem Rückblick auf die Entwicklung und das abgelaufene Geschäftsjahr der Volksbank Kirnau ein. Die Corona-Krise habe die Bank auch in 2021 erheblich geprägt. Ehmann stellte anhand der Zahlen den Jahresabschluss vor – verbunden mit einem Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr. Eine große Herausforderung sei die weiter anhaltende Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank gewesen, die mittlerweile Dimensionen annehme, die auch enorme Auswirkungen auf die Ertragsseite der Volksbank Kirnau habe.

Gut gewirtschaftet

Die Volksbank Kirnau habe im Umfeld der Herausforderungen 2021 wieder sehr gut gewirtschaftet. Das Kredit- und Einlagengeschäft habe deutlich gesteigert werden können. Die Bilanzsumme erhöhte sich um über 17 Prozent und beträgt nunmehr 265 Millionen Euro. Ursächlich für den Anstieg sind die Zuwächse der Verbindlichkeiten bei den Kunden sowie im Interbankengeschäft. Auf weiterhin hohem Niveau bewege sich das betreute Kundenvolumen. Die von den Kunden bei der Bank angelegten Gelder seien im vergangenen Jahr auf 177,6 Millionen Euro angestiegen. Das seit Jahren niedrige Zinsniveau habe sich auf das Anlageverhalten der Kunden ausgewirkt.

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Im Bereich Wohnungsbau sei die Volksbank Kirnau in 2021 als Kreditgeber erneut stark gefragt gewesen. Das Kreditgeschäft habe sich positiv entwickelt und der Boom am privaten Immobilienmarkt habe sich weiter fortgesetzt. Zum Bilanzstichtag wurden Kredite und Darlehen von insgesamt 147,9 Millionen Euro ausgeliehen. Die an die Verbundpartner vermittelten Kredite betragen 23,9 Millionen. Euro. Das von der Volksbank Kirnau betreute Kundenvolumen beträgt derzeit 457 Millionen Euro und bedeutet eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr von 53 Millionen Euro beziehungsweise 13 Prozent.

Die Ertragslage sei wesentlich durch das sehr niedrige Zinsniveau geprägt und daraus resultierenden niedrigen Margen, die man im Kundengeschäft oftmals nicht mehr verdienen konnte. Durch das deutliche Wachstum im Kreditgeschäft konnte der Margenrückgang teilweise aufgefangen werden. Das Eigenkapital konnte weiter gestärkt werden. Der Bilanzgewinn beträgt 443 000 Euro und entspricht etwa dem Vorjahresergebnis. Es erfolgt die Ausschüttung einer Dividende von zwei Prozent auf die Geschäftsguthaben. Hierfür werden aus dem Bilanzgewinn rund 37 000 Euro benötigt. 200 000 Euro und 206 000 Euro sollen den Rücklagen zugewiesen werden.

Zum Stichtag 31. Dezember 2021 waren insgesamt 4337 Mitglieder an der Volksbank beteiligt. 154 sind neu in den Kreis der Anteilseigner eingetreten. Das gesellschaftliche Engagement ist, wie Bankvorstand Ehmann sagte, weiter wichtig. Man habe durch eine Kooperation mit der DLRG eine Möglichkeit geschaffen, die genossenschaftliche Aufgabe der Förderung der Kinder und Jugendlichen in der Region mit Leben zu erfüllen. Zudem erhielten die Fastnachtsvereine der Region jeweils eine Spende von 500 Euro. Spenden gab es zudem für den geplanten Spielplatz Neptun in Osterburken sowie für das Familienbad in Ahorn.

In seinem Tätigkeitsbericht des Aufsichtsrates sagte Ralph Matousek, dass dieser die ihm obliegenden Aufgaben erfüllt habe. Er nahm seine Überwachungsfunktion wahr und traf die in seinen Zuständigkeitsbereichen fallenden Beschlüsse.

Vermögenslage ist geordnet

Über das Ergebnis der gesetzlichen Prüfung berichtete Verbandsprüfer Karl-Heinz Krauß. Die Volksbank Kirnau habe sich im vergangenen Geschäftsjahr gut am Markt behauptet und sie wurde trotz der Pandemie ihrer genossenschaftlichen Aufgabe gerecht. Die Vermögenslage, so Krauß ist geordnet, die Zahlungsfähigkeit der Bank war jederzeit gegeben. Die Eigenkapitalausstattung ist gut. Der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk durch den Baden-Württembergischen Genossenschaftsverband wurde erteilt.

Die Feststellung des Jahresabschlusses sowie die Beschlussfassung über die Ergebnisverwendung erfolgten einstimmig. Ebenso einstimmig wurden die Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder durch den stellvertretenden Bürgermeister der Stadt Osterburken, Thomas Zemmel, entlastet, der sich auch für die gute Zusammenarbeit und die großzügige Unterstützung der DLRG Osterburken bedankte

Die anschließenden Wahlen zum Aufsichtsrat leitete das dienstälteste Mitglied des Gremiums, Karl-Peter Maurer. Die turnusgemäß ausscheidenden Aufsichtsratsmitglieder Ralph Matousek (Rosenberg), Uwe Baumann (Ahorn) und Carsten Sans (Osterburken) wurden einstimmig wiedergewählt.

Für Ulrich Kempf und Anette Kolb-Köberlein war eine Wiederwahl satzungsgemäß aus Altersgründen nicht mehr möglich, beide wurden anschließend von Ralph Matousek verabschiedet. Beide waren auf den Tag genau zwölf Jahre Aufsichtsratsmitglied der Volksbank Kirnau. Matousek ging kurz auf deren Verdienste in ihrer Tätigkeit ein. F

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