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Weihnachtsmarkt in Niederstetten - Veranstaltung findet vom 2. bis 5. Dezember nach einjähriger Pause wieder statt / Durchaus unterschiedliche Meinungen

Weihnachtsmarkt in Niederstetten: „Wir können nicht alles streichen“

Sollen wir oder sollen wir nicht – dieses Jahr wieder den Weihnachtsmarkt veranstalten? Dazu gab es im Niederstettener Gemeinderat durchaus unterschiedliche Meinungen. Am Schluss war klar: Es wird gefeiert!

Von 
Bettina Semrau
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Niederstetten. „Weihnachtsmärkte werden in diesem Jahr möglich sein“, hatte das baden-württembergische Gesundheitsministerium den Kommunen Ende September schriftlich zugesagt. Darüber informierte Bürgermeister-Stellvertreter und Sitzungsleiter Ulrich Roth den Gemeinderat in dessen Sitzung am Mittwochabend in der Alten Turnhalle.

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Natürlich müssen die jeweils geltenden Hygienevorgaben eingehalten werden, dennoch sei „ein Stück angepasste Normalität möglich“, so das Ministerium. Damit sind sowohl der Verkauf von Speisen und Getränken erlaubt, als auch „Angebote, die zum Verweilen einladen“, wie etwa Musikdarbietungen, Sitzgelegenheiten oder Fahrgeschäfte.

Pandemiebedingt müssten wohl Einlasskontrollen in Bezug auf die 3G-Regelung vorgenommen werden, die Kosten dafür könnten eventuell über ein Eintrittsgeld ausgeglichen werden.

Wie Roth sagte, hatte sich der Gewerbeverein, der als Mitveranstalter auftritt, für die Ausrichtung ausgesprochen. Gleichzeitig fragte der Verein an, ob die Stadt ein Defizit, das der Verein seit einigen Jahren tragen müsse, übernehmen könne. Aktuell überlässt die Stadt dem Verein bereits die Spenden, die die Stadt jedes Jahr für den Markt erhält und die Standgebühren.

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Weiterer Diskussionspunkt waren die Kosten der Stadt für den Markt in Höhe von rund 48 000 Euro. Allerdings gab es im Gremium unterschiedliche Auffassungen darüber, wieviel davon tatsächlich allein dem Weihnachtsmarkt zuzurechnen seien, da auch Posten wie die Weihnachtsbeleuchtung und die Bauhofkosten enthalten seien. Effektiv, so meinten manche, koste der Markt lediglich rund 16 000 Euro.

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„Das leuchtet mir nicht ein“

Ganz klar für die Ausrichtung des Marktes sprach sich Stadtrat Klaus Lahr aus. „Wir hatten jetzt fast zwei Jahre keine Feste“, argumentierte er. „Wir haben den Bürgern versprochen: wenn ihr euch impfen lasst, gibt es wieder Feste. Das müssen wir jetzt auch einhalten“. Schließlich gebe es in Niederstetten zurzeit keinen Coronafall: „Wir müssen irgendwann mal wieder in die Normalität zurück“, plädierte er. Auch Georg Keim fand, dass man den Markt entsprechend der aktuellen Gegebenheiten durchführen sollte. „Wir können nicht alles streichen, ein gewisses Maß an Kultur müssen wir anbieten“, fand auch Roland Landwehr.

Das fand Ortsvorsteherin Annette Schindler nicht. Zum einen ärgerte es sie, „dass der Gewerbeverein die Standgebühr behält und wir das Defizit tragen müssen“. Georg Keim machte deutlich, dass der Gewerbeverein hier „keinen Gewinn“ macht. Schließlich, so Schindler, befinde man sich aktuell in der Haushaltskonsolidierung, jetzt so viel Geld für den Weihnachtsmarkt auszugeben „leuchtet mir nicht ein“. Bei drei Gegenstimmen entschied sich der Gemeinderat für die Ausrichtung des Weihnachtsmarktes. Er findet von Donnerstag, 2. bis Sonntag, 5. Dezember statt.

Redaktion

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