Vortrag im Rahmen der „Spätlese“ - Karl-Heinz Wüstner referiert am 13. März über Auswanderungswelle Vorbachtal-Metzger punkten in England

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khw
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Die „Auslage“ einer Londoner Metzgerei: Hohenloher Schlachter dominierten im 19. Jahrhundert den Markt in Großbritannien. © Sammlung WüstNer

Niederstetten. Wie Migranten aus Niederstetten in England das Metzgerhandwerk revolutionierten und eine regelrechte Auswanderungswelle in Gang setzten – in einem Vortrag am 13. März um 14 Uhr in Niederstetten, Alte Turnhalle, gibt Referent Karl-Heinz Wüstner aus Ilshofen einen Einblick beim „Treff der Säptlese“.

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Bereits vor 200 Jahren hat es sich in Hohenlohe herumgesprochen, dass sich im industrialisierten England gute Verdienstmöglichkeiten boten. Eine ganze Reihe junger Männer aus Niederstetten und Umgebung erkannte früh die günstige Situation. Sie nutzten ihre Chance, verließen ihre Heimat und wanderten nach England aus. Dort ergriffen sie das Handwerk des Metzgers. Mit ihren Fleisch- und Wurstwaren vom Schwein konnten sie eine Marktnische belegen, die hohe Gewinne abwarf. Im gesamten Verlauf des 19. Jahrhunderts folgten ihnen zahlreiche Hohenloher nach, um ebenfalls an den besseren wirtschaftlichen Verhältnissen teilzuhaben.

Und nicht nur Männer profitierten vom aussichtsreichen Beruf des Schweinemetzgers, auch junge Frauen aus Hohenlohe fanden weit entfernt von ihrer Heimat als Angestellte in den Metzgerläden ihr Auskommen, sei es als Kindermädchen, Haushaltshilfe oder Verkäuferin.

Der Vortrag berichtet über die Gründe, die zur Auswanderung führten und erklärt, warum man als Metzger in England besonders erfolgreich sein konnte.

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Außerdem geht der Referent auf die Probleme ein, die der Ausbruch des ersten Weltkrieges mit sich brachte, so dass die Auswanderungsbewegung plötzlich zum Erliegen kam. khw