Verwaltungsgemeinschaft Röttingen - Haushaltsplan verabschiedet / Finanzbedarf wird wegen Grundschul-Bauplänen ansteigen Stärker kooperieren und Kosten senken

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Markhard Brunecker
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Sowohl beim Abwasser-Zweckverband als auch für die geplante neue Grundschule fallen in den nächsten Jahren Investitionen in Millionenhöhe an. © Markhard Brunecker

Den Beschluss zum Haushalts- und Finanzplan für die Verwaltungsgemeinschaft (VGem) Röttingen trug der Leiter der Kämmerei, Rainer Dollmann, bei der jüngsten VGem-Sitzung vor.

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Röttingen. Der Haushaltsplan für das Jahr 2021 wird im Verwaltungshaushalt auf 1,765 Millionen Euro und im Vermögenshaushalt auf 1,169 Millionen festgesetzt. Das sind knapp zehn Prozent weniger als im Vorjahresansatz.

Die Verwaltungsumlage für den nicht gedeckten Finanzbedarf der vier Gemeinden, Bieberehren, Riedenheim, Röttingen und Tauberrettersheim in Höhe von 971 300 Euro für die insgesamt 4136 Einwohner (Vorjahr 4142) steigt um 15 Euro auf 235 Euro pro Einwohner. Dies bedeuten für Bieberehren 212 675 Euro, Riedenheim 165 675 Euro, Röttingen 389 160 Euro und Tauberrettersheim 204 450 Euro. Dabei ist ein leichter Rückgang der Personalkosten im Ansatz.

Geringere Zuführung

In diesem Jahr ist eine Zuführung vom Vermögenshaushalt zum Verwaltungshaushalt von 22 000 Euro vorgesehen, betrugen diese 2020 noch 84 000 Euro. Der nicht gedeckte Finanzbedarf bei der Grundschule beträgt 315 100 Euro. Umgerechnet auf die maßgebende Schülerzahl von 139 Kindern entspricht dies 2267 Euro, was eine erfreuliche Verminderung von 269 Euro gegenüber 2020 ausmacht. Laut Finanzplan wird diese ab 2022 wegen des geplanten Neubaus der Grundschule jedoch wieder kräftig ansteigen.

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Für das Jahr 2021 wurden für den Neubau 930 000 Euro der insgesamt rund zwölf Millionen Gesamtkosten eingestellt (Förderhöhe noch nicht bekannt).

Bei der Fortsetzung der Digitalisierung werden Kosten in Höhe von 70 000 Euro eingeplant. Bis 2024 sind laut Dollmann Kreditaufnahmen von insgesamt rund 7,72 Millionen Euro vorgerechnet. Zum 31. Dezember 2020 drückte noch einen Schuldenstand von knapp 400 000 Euro, Ende 2021 werden es voraussichtlich rund 1, 624 Millionen Euro.

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Riedenheims Bürgermeister Edwin Fries schlug vor, da nicht ausreichend qualifizierte Mitarbeiter am Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen und um die Kosten in der Verwaltungsgemeinschaft nicht noch weiter nach oben steigen zu lassen, mit anderen Verwaltungsgemeinschaften zu kooperieren bzw. zusammenzu arbeiten. Röttingens Rathauschef Hermann Gabel stimmte dem zu und könne sich dabei in erster Linie das Standesamt vorstellen.

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Abschließend entledigte sich Vorsitzender Hermann Gabel eines dringenden Anliegens, indem er mitteilte, dass er kürzlich mit Kreisbrandrat Michael Reitzenstein einen Brandschutz-Besichtigungstermin an der bestehenden Grundschule hatte. Dieser stellte nur geringfügige Mängel fest, die leicht nachzubessern seien. „Ich stehe daher nicht mit einem Bein im Knast“, wie es von anderer Seite geheißen habe. Diese Erklärung war für ihn notwendig, da es doch ehemalige Ratsmitglieder gab, die dieses Szenario in die Welt gesetzt hätten, um mit einem fehlenden Brandschutz den Grundschulneubau rechtfertigten zu können.