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Vom 19. bis 25. Juli - Muskelkraft und Ausdauer sind gefragt

Sommerliche Ernte im Fränkischen Freilandmuseum Bad Windsheim

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Die Lokomobile war bei den Erntearbeiten unersetzlich. Über einen Treibriemen wurde die Dreschmaschine angetrieben. © Ute Rauschenbach

Bad Windsheim. Echte Knochenarbeit war früher die Ernte. Wie sehr sich die Bauernfamilien schinden mussten, davon bekommt man vom 19. bis 25. Juli im Fränkischen Freilandmuseum einen plastischen Eindruck.

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Der Klassiker im Jahresprogramm des Fränkischen Freilandmuseums in Bad Windsheim schlechthin ist die sommerliche Ernte. Sie ist zugleich der Höhepunkt für die jungen Erwachsenen, die einen Ökologischen oder einen Sozialen Bundesfreiwilligendienst im Museum geleistet haben – acht sind es insgesamt.

Mit der Ernte verabschieden sie sich in die Sommerferien, bis im September die nächste Gruppe der Freiwilligen ihr Museumsjahr antritt – Museumsträger ist der Bezirk Mittelfranken. Zusammen mit den Mitarbeitern des Museumsbauernhofes sind die Bundesfreiwilligen zur Erntezeit besonders gefordert. Eine Woche lang stehen sie vom 19. bis zum 25. Juli im Mittelpunkt, wenn sie nachmittags ab 13.30 Uhr die Getreide- und Heuernte vorführen, so wie sie früher von Hand gemacht wurde.

Da sind Muskelkraft und Ausdauer gefragt, wenn das Heu gewendet, zusammengerecht und schließlich auf den Heuwagen geladen wird. Nun kommt das gut eingeführte Kuhgespann zum Einsatz: Die Ernte wird eingefahren. Was dies für die damaligen Bauern in Franken bedeutete, lässt sich beim Anblick des hoch beladenen Heuwagens vielleicht erahnen. Es bedeutete, genug Futter für das Vieh zu haben und damit das Überleben während der kalten Wintermonate zu sichern. Ein Hochgefühl!

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Auch das Dreschen und Binden des Getreides wird vorgeführt – sowohl von Hand, wie auch mit der großen Dreschmaschine, die in manchen landwirtschaftlichen Betrieben noch bis in die 1960er Jahre im Einsatz war. Angetrieben wird die Dreschmaschine von einer Lokomobile mittels Treibriemen. Ihr Anblick ist spektakulär. Die Erfindung der „1000-pferdigen Heißdampf-Ventil-Lokomobile“ war deshalb so bahnbrechend, weil der Dampfantrieb transportabel war und zu unterschiedlichen Zwecken eingesetzt werden konnte. Dieses beeindruckende Schauspiel ist am 24. und 25. Juli im Hof aus Herrnberchtheim zu beobachten. In kleinen Gruppen können Museumsbesucher auch ausprobieren, wie das Dreschen von Hand funktioniert. In Vierergruppen wurde meist gedroschen, wobei es wichtig ist, den Takt zu halten, damit sich die schweren Kolben und Ketten der Dreschflegel sich nicht verheddern. Gemäß der geltenden Hygienebestimmungen soll dieses besondere Erlebnis für Erwachsene und Kinder möglich gemacht werden. Unter www.freilandmuseum.de sind das Programm der Woche wie auch die aktuellen Bedingungen einzusehen.

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