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Hohenlohekreis - Buch „Spuren – Wege – Erinnerung“ vorgestellt

Schreckliche Ereignisse konkret greifbar gemacht

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Kurt Steinbacher, Hubert Sauthoff und Kreisarchivar Dr. Thomas Kreutzer (von links) bei der Vorstellung des Buches „Spuren – Wege – Erinnerung. Orte des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus“ “ in Öhringen. © Landratsamt Hohenlohekreis

Hohenlohekreis. In der alten Synagoge in Öhringen wurde das neue Buch „Spuren - Wege - Erinnerung. Orte des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus im Hohenlohekreis“ offiziell vorgestellt.

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Herausgeber ist das Landratsamt Hohenlohekreis unter Mitwirkung von 15 Autoren, die meisten davon sind ehrenamtlich engagierte Heimatforscher.

Den Anstoß zu diesem Vorhaben gab die Regionale Arbeitsgruppe Hohenlohe-Franken des Vereins „Gegen Vergessen – für Demokratie“ und wurde redaktionell und konzeptionell von Dr. Thomas Kreutzer, Kreisarchivar des Hohenlohekreises, unterstützt. Vertreten wurde der Verein von den beiden Mitgliedern Hubert Sauthoff und Kurt Steinbacher.

Die Untaten der Nazis mögen lange zurückliegen, doch ihre Schatten reichen bis in die Gegenwart. Eine angemessene Gedenkkultur verhindere, dass die Opfer und ihre Schicksale in Vergessenheit geraten und sorge dafür, dass ihnen zumindest ein Teil ihrer Würde zurückgegeben werde, heißt es in einer Pressemitteilung des Landratsamtes. Dieses Buch leiste hierzu einen wichtigen Beitrag. Auf 80 Seiten benennt es die historischen Orte von NS-Verbrechen im Hohenlohekreis und verknüpft sie mit den Schicksalen der Opfer. Insgesamt 31 solcher Gedenkorte aus 13 Gemeinden werden in kurzen Artikeln und Abbildungen beschrieben, darunter offizielle Gedenkstätten, wie die Denkstätte Weiße Rose in Forchtenberg, oder kaum bekannte Hinrichtungsstätten von Zwangsarbeitern bei Rappach und Bieringen. Berücksichtigt werden dabei möglichst alle Opfergruppen des Nationalsozialismus: Juden, Zwangsarbeiter, Kriegsgefangene, „Euthanasie“-Opfer, Sinti, Roma und Jenische, politisch Verfolgte, Zeugen Jehovas und Widerstandskämpfer. Durch die Verortung wird das damalige Geschehen konkret greifbar gemacht und regt Interessierte dazu an, die Orte selbst zu erkunden und der Opfer zu gedenken. Damit eignet sich das Buch auch sehr gut für die Anwendung im Schulunterricht.

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Die Drucklegung des Buches wurde finanziell gefördert von der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg, vom Verein „Gegen Vergessen – Für Demokratie“ und von der Stiftung des Hohenlohekreises. Das Buch kann erworben werden, insbesondere beim Kreisarchiv Hohenlohekreis in Neuenstein (Bestellung per Email an: kreisarchiv@hohenlohekreis.de), beim Kreismedienzentrum Hohenlohekreis und an der Bürgertheke im Landratsamt in Künzelsau. Weitere Verkaufsstellen sind in Planung.

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