AdUnit Billboard
Gemeinschaftsversammlung der Verwaltungsgemeinschaft Röttingen - Zukunft der Grundschule beschäftigte das Gremium

„Sanierung oder Neubau?“ lautet die Frage

Von 
Markhard Brunecker
Lesedauer: 
Gibt es eine Sanierung oder doch einen Neubau der Grundschule in Röttingen. Eine finale Entscheidung soll bei der anstehenden Gemeinschaftsversammlung Ende Oktober fallen. © Markhard Brunecker

Erneut stand die Grundschule (GS) im Fokus der Gemeinschaftsversammlung der Verwaltungsgemeinschaft Röttingen.

AdUnit Mobile_Pos2
AdUnit Content_1

Röttingen. Unter den zahlreichen Zuhörern auch einige Gemeinderäte der betroffenen Kommunen. Eingangs gab Röttingens Bürgermeister Hermann Gabel ein Statement ab, in dem er über Anfeindungen beziehungsweise Vorwürfe wie „Du gefährdest den Schulstandort Röttingen“ gegen ihn berichtete. Dabei gehe es ihm nur um die Finanzierung beziehungsweise Fördermöglichkeiten, bleiben doch an den vier Gemeinden Bieberehren, Riedenheim, Röttingen und Tauberrettersheim mindestens acht Millionen Euro Eigenanteil hängen, Tendenz steigend.

Dass das Thema sehr schwierig ist, zeigen auch die Aussagen von „Experten“. Der Brandschutz für das bestehende Gebäude sei völlig in Ordnung und ein Abriss sei der größte Fehler, so der Würzburger Schulrat Kai Thoma. Anschließend ging es um die Einbaumöglichkeiten von raumlufttechnischen Anlagen zur mechanischen Be- und Entlüftung der Klassenzimmer für das Bestandsgebäude der GS. Beratender Ingenieur Ulrich Wild vom Stuttgarter IWP Ingenieurbüro und Andreas Kleiner, Vorstand der bvsi (Bundesverband Straßenbeleuchtung und Infrastruktur für den öffentlichen Sektor) erklärten die drei Möglichkeiten der Raumlufttechnik. Variante eins, ist eine Zentrale Anlage, zwei eine dezentrale RLT-Anlage und eine mobile Raumluftanlage. Da die beiden erstgenannten Varianten (620 100/710 000 Euro plus Planungskosten und Rückbau)) trotz jeweiliger Förderung von 500 000 Euro wirtschaftlich deutlich höher sind, entschied man sich einstimmig für 22 Raumluftreiniger für knapp 100 000 Euro. Nach Abzug der staatlichen Förderung verbleibt ein Eigenanteil von 36 750 Euro.

Diese könnten später im Neubau ebenfalls verwendet werden. Die Lieferzeit dauert wegen der großen Nachfrage mindestens acht Wochen. Hier entbrannte erneut das Für und Wider bezüglich einer Sanierung des Bestandsgebäudes beziehungsweise Neubau, denn solch ein Lüftungskonzept gibt es für den Neubau noch nicht, dies sieht lediglich eine natürliche Lüftung vor. Nach Aussage von Architekt Scheuerer müssten bei einer anderen Variante die Planungen fast von neuem angefangen werden und es würden mindestens 700 000 Euro Mehrkosten entstehen. Trotzdem bestätigte er, dass ein Neubau günstiger wäre, als die Sanierung des bestehenden Gebäudes. Bisher flossen in das neue Objekt knapp 662 000 Euro. Die beiden Hauptgründe hierzu wären, dass das „Alte“ Gebäude bei einer Sanierung viel größer sei und ein Ausweichquartier für rund zwei Jahren erstellt werden müsste, was mit Kosten in Millionenhöhe verbunden ist.

AdUnit Mobile_Pos3
AdUnit Content_2

Planungssicherheit gefordert

Diplom-Ingenieur Michael Scheuerer, Architekt vom Stuttgarter Architektenbüro Michael + Wolf, forderte für eine Planungssicherheit eine baldmögliche Entscheidung über die weitere Vorgehensweise. Hermann Gabel, Vorsitzender der Gemeinschaftsversammlung, bat die Bürgermeister der vier Gemeinden, dies in ihren örtlichen Gremien zu beraten, um in der nächsten Sitzung Ende Oktober eine finale Entscheidung – Sanierung oder Neubau – treffen zu können. Aufgrund der Extremwetterlage in den letzten Wochen, forderte das Wasserwirtschaftsamt Aschaffenburg zur Stellungnahme zum möglichen Verzicht eines Kellers beim Neubau der Grundschule auf. Architekt Scheuerer sieht hierzu keine Notwendigkeit. Der Eingangsbereich des Neubaus liegt ein Meter über dem HQ100. Die Gemeinschaftsversammlung entschied sich daher einstimmig, an der Planung mit Kellergeschoss festzuhalten, lediglich soll das Höhenniveau leicht auf das der bestehenden Turnhalle angehoben werden.

Simone Stachel, Leiterin der GS Röttingen, informierte über die Digitalisierung an der Grundschule. Angeschafft wurden zehn Lehrerdienstgeräte, 20 iPads aus dem Sonderbudget Leihgeräte, für die Klassen drei und vier. Vier interaktive Tafeln (Touchdisplays) mit Soundbar und integriertem PC und vier Dokumentenkameras. Ebenso der Schulmessenger SchoolFox mit dem die Lehrkräfte unter anderem Videokonferenzen/ -unterricht machen können. Ihr Wunsch, die Klassen eins und zwei ebenfalls mit Kameras auszurüsten. Das Gremium sprach sich einstimmig für diesen Wunsch aus. Susanne Harder wurde einstimmig zur Standesbeamtin der VGem Röttingen bestellt und anschließend zur Stellvertreterin des Standesamtes ernannt.

AdUnit Footer_1
AdUnit Mobile_Footer_1