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Munitionslager - „Der Spiegel“ berichtet von Akut-Sperrungen

Raketen mit explosiven Nitro-Lecks

Von 
Michael Weber-Schwarz
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Niederstetten. Die Bundeswehr hat einem Bericht des „Spiegel“ zufolge ein Problem mit Zehntausenden alten Raketen. Diese sondern den hochexplosiven Stoff Nitroglyzerin ab, wie das Magazin am Freitag berichtet hat. Alle betroffenen Munitionslager seien bis auf Weiteres gesperrt und „jeglicher Umgang mit dieser Munition untersagt“, zitierte etwa „T-online“ unter Verweis auf den „Spiegel“ aus einem vertraulichen Sachstandsbericht des Verteidigungsministeriums vom September. Dies seien „Sofortmaßnahmen zum Schutz von Leben und Gesundheit des dort eingesetzten Personals“.

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Betroffen seien sechs Munitionsdepots der Bundeswehr in Meppen, Wulfen, Nörvenich, Köppern, Eft-Hellendorf und – Wermutshausen, ein Ortsteil von Niederstetten. Im Gewann Hagenholz befindet sich gegenüber der Hermann-Köhl-Kaserne ein „Mun“-Depot mit zahlreichen Bunkern unbekannten Inhalts.

Dem Spiegel-Bericht zufolge geht es um 32 641 Raketen vom Typ LAR 110 Millimeter, die bereits über dreißig Jahre alt seien und ausgesondert werden sollten. Das Problem sei bereits seit dem Frühjahr 2019 bekannt und weiter nicht gelöst.

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Untersagt worden sei laut „Spiegel“ inzwischen auch der Transport der Raketen. „Bei weiterer Lagerung der betroffenen Munition ist mit einer zunehmenden Verschlechterung des Zustandes zu rechnen“, heißt es wohl in dem Sachstandsbericht weiter. Eine „Selbstentzündung“ könne nicht ausgeschlossen werden.

Trotz Warnungen habe das Koblenzer Beschaffungsamt bis heute „kein tragfähiges Entsorgungskonzept erbracht“, beschwerte sich laut „Spiegel“ der Munitionsbeauftragte der Bundeswehr bereits im August beim Ministerium.

Redaktion Im Einsatz für die Lokalausgabe Bad Mergentheim

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