Corona-Pandemie - Ausbruch mit „britischer Virusvariante“ in Würth-Logistikzentrum Quarantänezeit verlängert

Von 
lra/mrz
Lesedauer: 

Hohenlohekreis. In einem der vier Logistikzentren des Unternehmens „Würth“ hat es offenbar einen größeren Corona-Ausbruch gegeben. Wie das Landesgesundheitsamt in Stuttgart am Montagabend der Deutschen Presse Agentur (dpa) bestätigt hat, sind 43 Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden.

AdUnit urban-intext1

Bei der Überprüfung im Labor ist in drei Fällen festgestellt worden, dass es sich um die britische Corona-Mutation handelt. Es werde damit gerechnet, dass noch in weiteren Proben diese Virusvariante nachgewiesen wird. Die Untersuchungen wurden von Gesundheitsamt des Hohenlohekreises im Zusammenhang mit einem dynamischen Infektionsgeschehen in einem Unternehmen im Großraum Künzelsau in Auftrag gegeben. Der Nachweis der neuen Virusvariante hat zur Folge, dass Quarantänemaßnahmen auf Haushaltsangehörige von Kontaktpersonen, die dem Gesundheitsamt im Zusammenhang mit diesem Ausbruchsgeschehen gemeldet werden, erweitert wird.

Auch für diese Personen wird Quarantäne angeordnet. Zudem wird die Quarantäne für alle Betroffenen von 10 auf 14 Tage erhöht, teilte das Landratsamt Hohenlohekreis mit.

Zu den 43 Corona-Infektionen wurden 78 direkte Kontaktpersonen identifiziert, von denen sind bislang 19 weitere positiv getestet worden sind, so dass dem Ausbruchsgeschehen 62 Fälle zuzuordnen sind.

AdUnit urban-intext2

Im Fall einer Kinderbetreuungseinrichtung im Raum Öhringen gibt es derzeit 14 laborbestätigte Fälle sowie 52 direkte Kontaktpersonen. Betroffen sind Mitarbeiterinnen und Kinder, zudem gibt es eine Ausbreitung in mehrere Familien. Auch in diesem Ausbruchsgeschehen sind vom Gesundheitsamt des Hohenlohekreises Tests auf Virusvarianten veranlasst worden, die Ergebnisse stehen noch aus.

Weitere Fälle vom Wochenende betreffen u.a. eine Kinderbetreuungseinrichtung im Kochertal. In allen bekannten Fällen wurden die Betroffenen isoliert sowie die Kontaktpersonen in Quarantäne versetzt.

AdUnit urban-intext3

Hintergrund: Für die Untersuchungen zu den Virusvarianten wird die Probe vom primärdiagnostizierenden Labor an das Labor des Landesgesundheitsamtes weitergeleitet. Das erfolgt in der Regel durch Auftrag des Kreisgesundheitsamtes, wenn der Verdacht aufgrund der Infektionslage oder der Dynamik des Ausbruchsgeschehens besteht. Eine Sequenzierung dauert in der Regel fünf bis sieben Tage. lra/mrz