Leserbrief - Zu „Bedrohte Paradiese...“ (FN 20. Mai) Misteln nicht gefährdet

Von 
Wolfgang Dornberger
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Zum informativen Beitrag von Frau Henneberger mit der Überschrift „Bedrohte Paradiese schützen und erhalten“ habe ich noch eine Anmerkung. Sie betrifft eine in den letzten Jahren verstärkt zu beobachtete Bedrohung unserer alten Obstbäume und/oder Streuobstwiesen: der massive Befall; hier vor allem der Apfelbäume, durch die Mistel. Im Zeitfenster von Oktober bis Ende Februar, nach dem Laubfall, müssen die befallenen Obstbäume durch das Ausschneiden der Misteln vor dem Absterben gerettet werden, sonst sind in acht, zehn Jahren unsere Landschaft prägenden Streuobstwiesen Geschichte! Die Mistel befällt als Schmarotzer inzwischen fast alle einheimischen Baumarten und ist daher in ihrem Vorkommen nicht gefährdet.