Kinder aus der Ukraine

Integration auf gutem Weg

Bildungszentrum hat Sprachförderung intensiviert. Von anfangs 26 sind jetzt noch 13 Kinder an der Schule

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BZN
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Die Sprachförderung ukrainischer Kinder erfolgt auch in der Sekundarstufe in Kleingruppen mit bis zu vier Teilnehmenden. © BZN

Niederstetten. Die Integration der ukrainischen Schüler am Bildungszentrum Niederstetten (BZN) ist auf einem guten Weg: Die Schule hat ihre Sprachförderung weiter intensiviert.

Mehr als acht Monate ist es bereits her, seit die ersten mit ihren Müttern aus der Ukraine geflüchteten Kinder und Jugendlichen in Niederstetten angekommen sind und am Bildungszentrum Niederstetten aufgenommen wurden.

Ihre Anzahl wuchs schnell an, so dass im Frühsommer 2022 insgesamt 26 Schülerinnen und Schüler in den Altersstufen von 6 bis 19 Jahren am BZN gemeldet waren und am Unterricht sowie an speziellen Fördermaßnahmen teilnahmen.

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Während zu Beginn das „Ankommen“ am neuen Wohn - und Schulort im Vordergrund stand, wurde am BZN sehr zügig damit begonnen, die Schülerinnen und Schüler neben gezielter Förderung der deutschen Sprache in die Klassen zu integrieren.

Grundgedanke bei diesem „Niederstettener Weg“ war von Anfang an, die neuen Schülerinnen und Schüler zügig in Kontakt mit ihren Mitschülern zu bringen, was einerseits die Integration förderte und andererseits sozusagen nebenbei das Verständnis der Fremdsprache Deutsch intensivierte.

Zu Beginn des aktuellen Schuljahres im September reduzierte sich die Anzahl der betreuten Schülerinnen und Schüler aus der Ukraine durch Wegzug oder Wechsel an Gymnasien der Region auf derzeit 13.

„Die Aufnahme von acht unserer Schülerinnen am Gymnasium Weikersheim und am Deutschorden-Gymnasium haben wir seitens der Schule sofort unterstützt. Die Tatsache, dass sie diesen Schritt gewagt haben und an den Gymnasien ihren schulischen Weg fortsetzen können, zeigt, dass der von uns gewählte Weg, Sprachförderung mit schnellstmöglicher Integration zu verbinden, erfolgreich war“, betont Konrektor Roland Schappacher-Heid, „daher werden wir diesen Ansatz weiter verfolgen, verbunden mit einer noch intensiveren und stärker individualisierten Sprachförderung. Das gilt übrigens nicht nur für die Schülerinnen und Schüler aus der Ukraine, sondern auch für 15 weitere Kinder mit Migrationshintergrund, die Förderbedarf in der deutschen Sprache haben“.

Kleine Gruppen

Die Sprachförderung findet in Kleingruppen mit maximal vier Schülerinnen und Schülern statt. Die Kinder und Jugendlichen werden hier von insgesamt acht Lehrkräften des BZN betreut und erhalten zwischen sechs und acht Wochenstunden zusätzlichen Deutschunterricht pro Woche. Koordiniert werden die Sprachfördermaßnahmen durch die Grundschullehrerin Vanessa Kellermann. Um zusätzlich eine möglichst direkte Abstimmung und Zusammenarbeit mit den Eltern zu ermöglichen, wird das Bildungszentrum von Barbara Krüger unterstützt, die im Auftrag der Stadt Niederstetten die Betreuung Geflüchteter koordiniert. Bereits im vergangenen Schuljahr wurde sehr großer Wert darauf gelegt, die neuen Schülerinnen und Schüler im Rahmen außerunterrichtlicher Veranstaltungen in die Klassengemeinschaft einzubinden.

„Damit ist zwar ein höherer organisatorischer und teilweise auch finanzieller Aufwand verbunden“, so Schappacher-Heid, „aber zumindest in finanzieller Hinsicht haben wir größtmögliche Unterstützung vom Schulträger, ebenso wie von zahlreichen Spendern.“ BZN