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Kultur-Sommer - In Equarhofen geben sich vom 1. bis 3. Juli mehrere namhafte Künstler ein Stelldichein

Hans Söllners Blick aufs Leben ist unbestechlich

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Der Kabarettist Bembers hat die Höhe der Gürtellinie in der deutschen Comedy-Szene neu definiert. © Roman Sörgel

Equarhofen. Am ersten Juli-Wochenende findet in Equarhofen (Landkreis Neustadt/Aisch/Bad Windsheim) auf dem Sportplatz neben der Musikhalle das dreitägige Open-Air „Kultur Sommer 2022“ statt. Der Veranstalter „Burnout Events GbR“ hat prominente Künstler an Land gezogen: Neben dem Urgestein Hans Söllner stehen „Bembers“ und die Band „häisd´n´däisd vomm mee“ in Equarhofen auf der Open-Air-Bühne. Den Auftakt macht am Freitag, 1. Juli, um 20 Uhr der Liedermacher Hans Söllner. Er ist seit 20 Jahren unterwegs, der Mann aus Bad Reichenhall – irgendwo zwischen Bob Dylan, Johnny Cash und einem bayerischen Wilderer treibt Söllner sein Wesen – singt in der Songwriter-Tradition amerikanischer Direktheit, mit großem musikalischem Instinkt und so, als seien freiheitssuchende Pioniere in die Alpen zurückgekehrt. Söllners Blick aufs Leben ist unbestechlich, sein Bild von der Welt, in der er leben will, ist ein Gerechtes.

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„Wir haben vergessen, dass wir die einzige Spezies sind, die sich dazu entscheiden kann, etwas zu verändern. Wir können das Elend beenden, bevor das Elend uns beendet. Ich versuche, an das Gute zu glauben, auch wenn mir das nicht immer gelingt und ich immer wieder in meinen Liedern unsere Verlogenheit zeige“, sagt Söllner. Trotzdem oder gerade deshalb ist die Hoffnung immer die größte Kraft in seinen Liedern, ist Zärtlichkeit und Liebe immer stärker als die Wut oder die Verzweiflung. Aber wehe denen, die den Begriff von Freiheit missbrauchen, oder Söllners ureigenste Freiheit beschneiden wollen, seine Direktheit und Grobheit kann gnadenlos sein. Am Samstag, 2. Juli, folgt der Auftritt von Bembers. Er ist immer voll drauf – egal ob live auf der Bühne, im TV oder im Internetz innen drinnen. Er hat die Höhe der Gürtellinie in der deutschen Comedy-Szene neu definiert und präsentiert das Beste aus seinen letzten vier Soloprogrammen und allergeheimste Geheimnisse, die er eigentlich gar nicht verraten wollte. Der Meister der Geschichten-Erzählerei ist dabei unerhört authentisch und extrem erlebnisorientiert – zwischen den Zeilen aber immer mit der Wahrheit bewaffnet, gut verpackt in ein Augenzwinkern und der großen Kunst, auch über sich selbst zu lachen.

Den Abschluss macht die Kultband „häisd´n´däisd vomm mee“ am Sonntag, 3. Juli, um 18 Uhr. „Eigentlich ghört draufghaut!“ heißt das Programm von „häisd´n´däisd vomm mee“ (umgangssprachlich hüben und drüben vom Main). „Eigentlich ghört draufghaut“, so denkt man es sich zumindest häufiger. Wenn es dabei beim „Eigentlich“ und „Denken“ bleibt, muss man sich über etwaige Aggressionsübersprünge keine großen Sorgen machen. Wobei das natürlich kein Postulat dafür sein soll, Missstände zu übersehen oder gar zu ignorieren. Vielmehr geht es darum, etwas zu bemerken und zielgerichtet anzusprechen, dabei aber seinen Humor nicht zu verlieren. häisd ‘n‘däisd begibt sich nun auf eine musikalische Reise, das Besagte zu benennen, wobei natürlich die ein oder andere Überraschung nicht fehlen darf. Die Musiker sind gern gesehene Gäste im Bayerischen Rundfunk und Bayerischen Fernsehen und sind Kultur- und Kreativpreisträger. Bekannt sind „häisd´n´däisd vomm mee“ vor allem durch die Fernsehsendungen des BR „Wirtshausmusikanten“ und „Brettl-Spitzen“. Tickets sind online über www.ticketburner.de und telefonisch unter 09848 / 96 93 961 erhältlich.

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