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Ilshofen - Zuchtviehauktion mit rekordverdächtigem Umfang

Großes Angebot trifft auf enorme Nachfrage

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Ilshofen. Die im Jahresablauf vermeintlich größte Auktion in Ilshofen fand kürzlich statt. Neben acht Bullen kamen 49 Jungkühe, 3 Kalbinnen, 92 Jungrinder sowie 44 Kuh- und 240 Bullenkälber zum Verkauf. Schon beim Versteigerungsbeginn war die Auktionshalle bis auf den letzten Platz gefüllt, was die momentan enorm hohe Nachfrage nach Zucht- und Nutzvieh widerspiegelt. So entwickelte sich von Beginn an eine über alle Kategorien anhaltende, sehr flotte Auktion mit guten Preisen.

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Fleckvieh

Wie immer im April wurden die angebotenen Bullen am Vortag auf Sprungverhalten und Spermaqualität geprüft. Nur Bullen mit dem Prädikat „deckt und befruchtet“ kamen zum Verkauf. Letztendlich kamen acht Jungbullen zum Verkauf, die sich hinsichtlich Leistungshintergrund und Exterieur hervorragend präsentierten.

An der Spitze ging ein mit fehlerfreiem genomischen Profil ausgestatteter Spartacus-Sohn aus einer hochleistenden Hurly-Tochter vom Betrieb Hagel aus Sulzbach-Laufen, Ortsteil Eisenschmiede. Der Bulle selbst zeigte sich sehr harmonisch mit sehr guter Entwicklung und erlöste verdient den Tageshöchstpreis von 3100 Euro. Im Mittel ergab sich ein Durchschnittspreis von 2575 Euro.

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Mit 29 kg Durchschnittsgemelk zeigten sich die 48 vorgestellten Jungkühe sehr leistungsbereit und hinsichtlich des Exterieurs auf sehr hohem Niveau.

In diesem Segment ist die Nachfrage momentan enorm, hohe Schlachtviehpreise und steigende Milchpreise kurbeln die Jungkuhnachfrage an und dies bei zunehmend knappem Angebot. So erlösten zwei Drittel der Jungkühe Preise von 2000 Euro und mehr, im Durchschnitt mussten 2053 Euro für eine Jungkuh ausgegeben werden.

An der Spitze lief eine harmonische, mit zwei Jahren abgekalbte Othello-Tochter, mit über 30 kg Milch vom Zuchtbetrieb Gommel aus Ditzingen, die 2340 Euro erlöste. Insgesamt stellt dieser Betrieb drei klasse Jungkühe, die allesamt über 2200 Euro kosteten.

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An zweiter Stelle lief eine kapitale, enorm lange und euterstarke Herzbrand-Tochter vom Betrieb Heilmann aus Schrozberg, die ganz frisch abgekalbt bereits 28 kg Milch leistete und 2460 Euro kostete.

Mit einem ganz starken fünfköpfigen Jungkuhkontingent war der Zuchtbetrieb Manfred Wieland aus Oberrot-Kornberg vertreten. Aus dieser Gruppe stammte auch die mit 2520 Euro teuerste Jungkuh, eine Mahango-Tochter mit 37,8 kg Milch. Im Durchschnitt erlöste der Betrieb Wieland für seine Tiere 2224 Euro. Einen qualitativ hochwertigen vierköpfigen Block stellte die Hof Aischland Milch GbR aus Weikersheim, die dafür im Mittel 2070 Euro erhielten.

Eine hochtragende Jungkuh und drei hochtragende Kalbinnen vervollständigten das Großviehangebot, die 1620 beziehungsweise 1713 Euro kosteten.

Neben Ingolstadt mausert sich Ilshofen zum Auktionsstandort mit dem größten Jungrinderangebot in Süddeutschland. So wurden auch dieses Mal wieder 92 Jungrinder aller Gewichts- und Altersklassen angeboten.

Trotz des umfangreichen Angebots reichte dieses nicht aus, um die enorm hohe Nachfrage zu decken. Im Durchschnitt erlösten die im Mittel 308 kg schweren Tiere 954 Euro.

Ebenfalls sehr stark nachgefragt waren die 44 angebotenen Kuhkälber. Bei einem Durchschnittsgewicht von 81 kg mussten 365 Euro netto je Tier beziehungsweise 4,50 Euro netto je kg Lebendgewicht ausgegeben werden.

Jahreszeitlich bedingt knapp war das Angebot von 240 Bullenkälbern. Zu konstanten bis leicht steigenden Preisen wechselten diese für 6,17 Euro netto je kg Lebendgewicht beziehungsweise 511 Euro netto je Tier bei einem Durchschnittsgewicht von 83 kg den Besitzer.

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