Gesamtfeuerwehr Niederstetten - Jahreshauptversammlung mit Ehrungen, Verabschiedungen und Beförderungen Für das Gemeinwesen unverzichtbar

Von 
Bernd Hellstern
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Anlässlich der Hauptversammlung zeichneten Stadtrat Willi Roth, Kommandant Oliver Käss (beide links), Kreisbrandmeister Alfred Wirsching und Verbandsvorsitzender Sebastian Quenzer (beide rechts) verdiente und langjährig aktive Wehrmänner mit den entsprechenden Ehrenzeichen aus. © Bernd Hellstern

Eine schlagkräftige Feuerwehr ist für ein intaktes Gemeinwesen unabdingbar. Die große Bedeutung der Feuerwehr wurde bei der Hauptversammlung der Gesamtwehr deutlich unterstrichen.

Ehrungen und Verabschiedungen

Ehrungen: Im Rahmen der Hauptversammlung ehrten Stadtrat Willi Roth, Kreisbrandmeister Alfred Wirsching und Kommandant Oliver Käss einige Wehrmänner für langjährigen aktiven Dienst sowie für Verdienste um das Feuerwehrwesen.

In diesem Zusammenhang dankte der Kommandant ausdrücklich seinem langjährigen Stellvertreter Georg Keim, der sich während seiner 15- jährigen Amtszeit bleibende Verdienste um die Feuerwehr Niederstetten erworben habe. Er respektiere den Entschluss und danke für 15 Jahre kameradschaftliche und loyale Zusammenarbeit.

Beförderungen: Anlässlich der Hauptversammlung wurden Michael Hellenschmidt (Wildentierbach) und Alexander Haas (Pfitzingen) zum Löschmeister beziehungsweise Oberlöschmeister befördert.

Ehrungen Stadt: Für Besondere Verdienste um das Feuerwehrwesen, wurden Georg Keim (Niederstetten), Hartmut Fries (Rinderfeld) und Bruno Käss (Altersabteilung) ausgezeichnet.

Ehrungen Land Baden-Württemberg: 15 Jahre aktiver Dienst, Feuerwehrehrenzeichen in Bronze: Steffen Baumbusch, Johannes Bender, Alexander Dilling, Matthias Dreher, Patrick Hub, Artur Schugk.

25 Jahre aktiver Dienst, Feuerwehrehrenzeichen in Silber: Gerhard Haag, Thomas Korn, Kim Stierkorb.

40 Jahre aktiver Dienst, Feuerwehrehrenzeichen in Gold: Hans-Jürgen Burkard, Eberhard Frank, Eberhard Hub, Günter Keim, Gerhard Kraft, Wolfgang Mayer, Richard Weigel. habe

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Niedersettten. Bei der Jahreshauptversammlung präsentierte sich die Gesamtfeuerwehr Nieder-stetten als gut ausgebildete und leistungsfähige Wehr, die auch im vergangenen Jahr die Anforderungen erfüllen konnte. Dies war jedenfalls den insgesamt positiven Berichten der einzelnen Funktionsträger zu entnehmen.

Er werde alles daran setzten, dass die Wehr auch in Zukunft ihre Einsatzbereitschaft für die Bürger der Stadt unter Beweis stellen werde, so der mit überwältigender Mehrheit in geheimer Wahl für weitere fünf Jahre im Amt bestätigte alte und neue Kommandant Oliver Käss.

Einen Wechsel gab es auf der Position des Stellvertretenden Kommandanten der Gesamtwehr, da Georg Keim nach 15-jähriger Tätigkeit nicht mehr für dieses Amt kandidierte. Sein Nachfolger wurde Ingo Dollmann, dem mit ebenfalls überwältigender Mehrheit das Vertrauen ausgesprochen wurde. Oliver Käss würdigte die kooperative und unbürokratische Zusammenarbeit mit der Stadt, den Abteilungskommandanten und deren Abteilungen, vor allem aber das unermüdliche Engagement und die Zuverlässigkeit der Kameraden.

49 Alarmierungen

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Mit der aktuellen Personalstärke von 278 Aktiven, darunter 16 weibliche Feuerwehrangehörige, liege man um zwölf Aktive niedriger als ein Jahr zuvor, was zumeist auf Arbeits- und Wohnungswechsel zurückzuführen ist. Unabhängig davon liege die Personalstärke der Stützpunktwehr Niederstetten derzeit unter der Sollstand; diesem Umstand müsse man mit verstärkten Werbemaßnahmen entgegenwirken. Im Bericht über das vergangene Jahr ging Oliver Käss auf die 49 Alarmierungen ein, im Gegensatz zu lediglich 22 Einsätzen ein Jahr zuvor.

Die Einsätze gliederten sich auf in acht Brandeinsätze, in 26 technische Hilfeleistungen, davon sieben Mal mit Menschenrettung. Neun Mal musste man bei Starkregen ausrücken, sieben Mal infolge von Sturm/Unwetter, die restlichen Einsätze waren die Beseitigung von Ölspuren (zweimal), Insekteneinsatz (einmal), 15 Mal wurde die Wehr alarmiert durch Brandmeldeanlagen oder private Rauchmelder.

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Bei den Einsätzen mit Menschenrettung konnten in 16 Fällen 15 Personen gerettet werden. Großen Wert legte man, so der Kommandant weiter, auf eine umfassende Ausbildung und den regelmäßigen Übungsdienst. Speziell bezüglich der regelmäßigen Teilnahme beim Übungsdienst, bestehe noch genügend Luft nach oben.

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Dennoch leisteten die Aktiven der Gesamtwehr stolze 2500 Stunden Übungsdienst. Im Bereich Ausbildung nahmen zahlreiche Aktive der Gesamtwehr Niederstetten teil. Von diesen Kameraden wurden zusätzlich über 2000 Stunden für Aus- und Weiterbildung geleistet. Auch mit Blick auf die Feuerwehrbedarfsplanung ging Oliver Käss auch auf die bereits ausgeführten, begonnenen und geplanten Maßnahmen an den verschiedenen Standorten der Gesamtwehr ein, um die Infrastruktur der Wehr weiter zu verbessern. Angefangen bei neuen Funkmeldeempfängern, über das TSF-W der Abteilung Adolzhausen, bis hin zum geplanten Bau eines Feuerwehrgerätehauses in Rinderfeld

Weiterbildung wichtig

Er hoffe, dass in diesem Jahr ausreichend Mittel zur Verfügung gestellt werden, um die Einsatzfähigkeit von Ausrüstung und von Fahrzeugen zu gewährleisten, aber auch die Sicherheit der Wehrmänner und Frauen. Auch im neuen Jahr werde man intensiv an der Weiterbildung arbeiten und die geselligen Aktivitäten fördern. Als unabdingbar für eine gut funktionierende Wehr nannte Oliver Käss den kameradschaftlichen Aspekt. Den Bericht der Altersabteilung verlas stellvertretend Ehrenkommandant Heinz Bader. Ein Dank ging hierbei an den langjähren Vorsitzenden Bruno Käss. Er wünsche „Bruno“ gute Besserung, damit er noch lange mit seinem Einsatzfahrzeug unterwegs sein werde.

Laut Jugendfeuerwehrwart Christian Bender verfügt die Jugendfeuerwehr Niederstetten derzeit über 30 Kinder und Jugendliche – in der Kindergruppe über acht Jungen und fünf Mädchen, in der Jugendgruppe über zehn Jungen und sieben Mädchen. Im Berichtszeitraum wurden in beiden Gruppen zahlreiche praktische Übungen, feuerwehrtechnischer Dienst und allgemeine Jugendarbeit durchgeführt. Einige der Highlights war die Abnahme der Jugendflamme 2, das Zeltlager der Kreisjugendfeuerwehr in Grünsfeld und das Gauditurnier in Külsheim, welches man als Sieger beendete.

40-Jahr-Jubiläum

Daneben unterstützte der Feuerwehrnachwuchs die aktive Wehr bei zahlreichen Aktivitäten außerhalb des normalen Feuerwehrdienstes. Breiten Raum nahmen, so Christian Bender, die Vorbereitungen für das 40-Jahr-Jubiläum der Jugendfeuerwehr ein, welches man mit drei zentralen Veranstaltungen gebührend feiern wird. Geplant sind ein Gauditurnier Anfang Mai, ein „Fire-Fighter-Ferien-Camp“, sowie das große Hauptfest Anfang September auf dem Frickentalplatz, mit zahlreichen Aktivitäten.

Verantwortungsvoll

Die Entlastung der Funktionsträger und des Feuerwehrausschusses, die einstimmig erteilt wurde, hatte Stadtrat Willi Roth beantragt, der die erkrankte Bürgermeisterin Heike Naber vertrat.

In seinen Grußworten ging Roth auf die unverzichtbare Rolle der Feuerwehr in einem funktionierenden Gemeinwesen ein. Auch deshalb werde die Stadt selbstverständlich wieder Gelder in die Hand nehmen, um damit die Voraussetzungen zu schaffen, dass die Feuerwehr auch in Zukunft ihrer verantwortungsvollen Tätigkeit in vollem Umfang nachkommen kann.

Deshalb enthalte die mittelfristige Finanzplanung der Stadt für die nächsten Jahre erhebliche Investitionen in Geräte und Ausrüstung der Wehr.

Thema Datenschutz

Kreisbrandmeister Alfred Wirsching ging auch auf die Aus- und Weiterbildung ein, die unerlässlich ist. Dass sich keine Aktiven der Gesamtwehr von Niederstetten bei Einsätzen ernsthaft verletzten, lag sicher auch an der guten Ausbildung. Er bewundere die Wehrmänner und Frauen, so der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes Sebastian Quenzer, die sich immer wieder motivieren können für diese schwierige und verantwortungsvolle Aufgabe „Feuerwehr“.

Nach den vom Landesfeuerwehrverband jüngst für die Kreisverbände durchgeführten Lehrgängen werde man nun versuchen, die Fragen rund um das Thema „Datenschutz“ für die Feuerwehren aufzubereiten.

Nach den Wahlen, durchgeführt von Benjamin Czernin, dem neuen von der Stadt installierten Feuerwehrsachbearbeiter, beschloss Kommandant Oliver Käss die Jahreshauptversammlung.