Gemeinderat lehnt ab - Trotz „Nein“ zu Baugesuch durch die Mehrheit wird ein Schleuderbetonmast bei Hohenberg gebaut Diskussion um „krebserregende“ Mobilfunkwellen

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els
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Wolpertshausen. Der Gemeinderat von Wolpertshausen hat mehrheitlich ein Baugesuch für die Erstellung eines Mobilfunkmasts bei Hohenberg abgelehnt. Gebaut wird er dennoch. Das Vorgängergremium hatte bereits 2018 einen Standort für einen Masten einstimmig befürwortet.

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Das Thema war bereits in der Juli-Sitzung im Rat angesprochen worden. Nachdem eine Bürgerin Unterschriften gesammelt hatte, und um mehr Informationen bat, hatte die Gemeinde eine Veranstaltung mit einem Telekom-Vertreter organisiert. Dieser sagte bei der Veranstaltung im August, alle Grenzwerte würden eingehalten. Die Grenzwertempfehlungen kämen unter anderem von der WHO, der Weltgesundheitsorganisation. Es gebe rund 30 000 Studien zum Mobilfunk, die Wirkung der elektromagnetischen Felder sei gut erforscht. Zunächst werde der Funkmast für die G4-Technik ertüchtigt, die G5-Technik werde irgendwann folgen.

Sah es bei der Sitzung des Rates im Juli noch so aus, als würde der Beschluss durchgewunken, bekäme schnell grünes Licht, gab neun das Statement eines Gemeinderats den Ausschlag für eine Kehrtwende. Er habe sich in die Thematik eingearbeitet, sagte der Kfz-Meister, der sein Geld als „Influencer“ mit Videos bei „Youtube“ verdient. Drei Schweizer Studien hätten ergeben, die Mikrowellen bei G5 seien krebserregend. Diese würden vor allem den Hauptort bestrahlen.

Bei der finalen Abstimmung des Gremiums votierten zwei Räte sowie Bürgermeister Jürgen Silberzahn für die Bewilligung des Baugesuchs, vier Räte lehnten diesen ab. Fünf Gemeinderäte enthielten sich der Stimme. els