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Leserbrief - Zu „Klaus Brodbeck quittiert seinen Dienst“ (FN 8. März) Die Karten werden neu gemischt

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Geschäftsmann Brodbeck verlässt nach monatelanger Tätigkeit als Möchtegern-Bürgermeister – zur Rechtsgrundlage seiner Tätigkeit siehe hierzu Paragraph 48 (2) der baden-württembergischen Gemeindeordnung – Niederstetten. Rathausintern scheint es zwischen ihm und den Beschäftigten ordentlich gekracht zu haben; soviel zum Thema Betriebsklima.

Jetzt werden die Karten neu gemischt. Wie kommt man nun aus der verfahrenen Situation am schnellsten heraus? Sicher, man kann einen Brodbeck-Nachfolger suchen. Aber löst das irgendein Problem? Wie wäre es mit folgendem: Der Gemeinderat schließt sich mit dem Landratsamt kurz, und man spielt das folgende Szenario durch: Die beiden Strafanzeigen bei der Staatsanwaltschaft Ellwangen werden, soweit möglich, zurückgezogen. Außerdem zieht das Landratsamt die Klage gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts Stuttgart, das es beim Verwaltungsgerichtshof in Mannheim eingereicht hat, zurück. Damit wäre der Weg frei für das Disziplinarverfahren gegen Bürgermeisterin Naber, das sich zügig abwickeln lassen dürfte.

Denn je länger die Hängepartie dauert, um so teurer wird sie. Und allein die Tätigkeit des Herrn Brodbeck soll, so hört man, zwischen 60 000 und 70 000 Euro gekostet haben. Die kommen dann zu den knapp 90 000 Euro dazu, die bis Ende April 2021 angefallen sind. Mehr als 150 000 Euro, alles nur fürs Rechthaben. Schade um unser schönes Geld!

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Veröffentlicht
Von
Michael Weber-Schwarz
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Apropos Geld: Ich habe vor längerem bei der Stadtverwaltung Niederstetten mit Bezug auf das Landesinformationsfreiheitsgesetz wiederholt sowohl um Einsicht in den mit Brodbeck geschlossenen Vertrag wie nach seiner Bezahlung gefragt. Eine Auskunft hat Herr Brodbeck mit dem Hinweis auf Datenschutz verhindert.

Klar: Hätte die Bürgerschaft erfahren, wie clever dieser Geschäftsmann sich einen gut bezahlten Job verschafft hat, sie hätte ihn – nein, nicht mit Mistgabeln, wir leben ja nicht mehr im 19. Jahrhundert . . .

Vielleicht gelingt es aber doch noch zu erfahren, was uns dieser Herr Brodbeck in Euro und Cent gekostet hat.

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