Jahreshauptversammlung - Männergesangsverein Archshofen zog Bilanz / Ehrungen Aus dem kulturellen Leben nicht wegzudenken

Lesedauer: 

Mit Urkunden und Ehrennadeln wurden die treuen Sänger ausgezeichnet.

© FN

Archshofen. Große Ereignisse werfen bekanntlich ihre Schatten voraus. So war es bei der l4. Generalversammlung des Männergesangyereins Archshofen im Gasthaus "Zum Ross nicht verwunder1ich, dass die Programmgestaltung des 150-Jahr- Jubiläums vom 20. bis 22. Mai 2016 in den einzelnen Berichten immer wieder angesprochen wurde.

AdUnit urban-intext1

Der Vorsitzende, Andreas Jöchner begann seine Ausführungen deshalb sogleich mit einer Vorschau auf die Feierlichkeiten im nächsten Jahr. Man könne aus personellen Gründen nur noch ein Fest im kleineren Rahmen abhalten. Auf dem Lindenplatz werde das Zelt von Manfred Rost und Uwe Finkenberger aufgestellt, an einen Umzug durchs Dorf sei nicht zu denken. Im Herbst 2016 soll schließlich noch ein Liederabend in der Creglinger Stadthalle stattfinden, damit auch der Chorgesang ohne störende Geräuschkulisse zu seinem Recht kommt. Im noch zu gründenden Festausschuss müsse in Bä1de der genaue Ablauf an den drei Tagen festgelegt werden.

In seinem Rückblick sprach Andreas Jöchner zunächst die Altersstruktur des MGV Archshofen an. Von Jahr zu Jahr steige der Altersdurchschnitt der noch 2I aktiven Sänger. Zur Zeit betrage dieser stattliche 68 Jahre. Einem Viertel der Sänger konnte man im abgelaufenen Jahr gar zum 80.Geburtstag mit einem Ständchen gratulieren. Bei den zahlreichen Auftritten überzeugten die gesanglichen Leistungen der Chorgemeinschaft Archshofen/ Creglingen/Niederrimbach, doch die optische Präsentation 1ieß manchmal etwas zu wünschen übrig. Mit dem Singstundenbesuch war Andreas Jöchner im großen Ganzen zufrieden, wenngleich die gesangliche Aufwärmphase nicht bei allen Kameraden auf Gegenliebe stoße.Gut etabliert habe sich der Liederausschuss, der zusammen mit Chorleiter Ernst Preininger die Ziele und Bedürfnisse des Vereins absteckt, um so zu passendem Liedgut zu kommen. Abschließend gedachte der umtriebige Vorsitzende noch der verstorbenen Mitglieder. Mit Ludwig Mantel (1angähriges Ausschussmitglied) und Otto Kaulbersch (früher Vorsitzender) habe man von zwei treuen und zuverlässigen Sängerkameraden Abschied nehmen müssen.

Dem detaillierten Rückblick des Schriftführer#20ac Gerold Schmitt konnte man entnehmen, dass der MGV Archshofen zwar ein kleiner, doch sehr aktiver Verein ist. Bei vielen An1ässen war er zusammen mit der Chorgemeinschaft präsent: Auftri-tte beim Pferdemarkt, beim Lindenplatzfest, am Volkstrauertag, beim Advents-und Silvestersingen in Archshofen, Niederrimbach und Creglingen. Sängerfeste wurden in Laudenbach, 0berrimbach und Hachtel besucht. Bei etlichen weiteren frohen und traurigen Anlässen konnte man sich auf die Mitwirkung des MGV Archshofen verlassen. Ztm aktuellen Mitgliederstand meinte Gerold Schmitt zum Schluss: 21 aktive Sänger, 33 passive Mitglieder, drei Ehrenmitglieder.

AdUnit urban-intext2

Einen ausgeglichenen Haushalt konnte der langjährige Kassier Werner Hörber vorlegen, denn die Einnahmen und die Ausgaben hielten sich die Waage. Mitgliedsbeiträge, die Überschüsse aus der Kärwe-Veranstaltung und vom Lindenplat zfest sowie einige Spenden stehen auf der Habenseite. Die größten Ausgabenposten: Chorleiterbezahlung, Ausflug, Jahresfeier, Sängerzeitung, Geschenke. Unterm Strich kann sich der Männergesangverein über ein ansehliches finanzielles Polster freuen, da aus den Vorjahren genügend Reserven vorhanden sind.Deshalb hatten auch die beiden Kassenprüfer, Edmund Krank und Gerhard Benz,nur Positives zt berichten. Bei Werner Hörber sei die Kasse in besten Händen, er habe alles voll im Griff. Vor der dann einstimmig erfolgten Entlastung des gesamten Vorstandes mit Andreas Jöchner (Vorsitzender), Friedemann Freund (2. Vorsitzender) Werner Hörber (Kassier), Gerold Schmitt (Schriftführer), Matthias Freund und Walter Düll (Notenwarte), Peter Benz, Dieter Krank, Kurt Walter und Wilfried Ott (alle Ausschussmitglieder) durch den Ehrenchorleiter Karl-I-Heinz Rehfe1d, lobte dieser die vielfältigen Aktivitäten des Vereins.

Dieser sei auch nach fast 150 Jahren äußerst vital. Doch die Zeiten großer Feste wie 1991 das 725-Jahr- Jubiläum, verbunden mit einem immensen Aufwand, scheinen vorbei zu sein. Der sehr engagierte Chorleiter Ernst Preininger stellte in seinem Grußwort die Bedeutung des Chorgesangs für die Gemeinschaft heraus. Er sei ein wahrer G1ücksbringer, verbinde, trage zur Lebensbewältigung bei. In einer Zeit, in der der Einzelne kaum noch Verantwortung übernehmen wolle, habe das gemeinsame Singen einen hohen Stellenwert.

AdUnit urban-intext3

In seiner unnachahmlichen Art nahm Gottfried Über die Ehrungen vor. Mit dabei hatte er neben Urkunden und Ehrennadeln zwei Rebstöcke. Die Rebe sei ein Symbol für einen Sänger und seinen Chor. Sie hätten eine Wurze1, näm1ich das Dorf Archshofen. Weiter meinte er: "Die Frucht, die Traube, ist Euere Stimme. Aus vielen Stimmen entsteht der Chorgesang als süßer Wein. Und mit diesem Wein Eurer Stimmen habt Ihr in Jahrzehnten viel Freude und Trost gespendet !"

AdUnit urban-intext4

Gerold Freund empfing dann für 40-jähriges Singen die silberne Ehrennadel des Schwäbischen Chorverbands. Gerold Schmitt durfte sich über die Gauehrennadel für 30-jähriges Singen freuen.Schließlich wurde Friedhelm Vogt mit einem Präsent des MGV Archshofen für 20-jähriges Singen geehrt. Friedemann Freund bedankte sich bei Andreas Jöchner mit einem kleinen Geschenk für dessen ausgezeichnete Vereinsarbeit. In den Grußworten bezeichnete Ortsvorsteher Werner Mantel den Männergesangverein als einen äußerst aktiven Kulturträger Während Kurt Walter vom örtlichen Posaunenchor die Unterstützung beim 150-Jahr-Jubiläum zusagte, lobte Egon Berg vom "Sängerkranz" die reibungslose Zusammenarbeit innerhalb der Chorgemeinschaft. Schließlich erinnerte Swen Weidenmüller vom MGV Niederrimbach an die zahlreichen positiven Auftritte im Jahr 2014.

Mit dem Hinweis auf das Lindenplatzfest am 3. Mai schloss Andreas Jöchner eine Jahreshauptversammlung, die von Harmonie und Eintracht geprägt war. fkc