Kirchen- und Posaunenchor - Traditioneller Jahresausflug Altes Handwerk im Mittelpunkt

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Schmerbach/Blumweiler. "Altes Handwerk" stand im Mittelpunkt des traditionellen Jahresausflugs, den der Kirchen- und Posaunenchors Schmerbach-Blumweiler jetzt unternahm.

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Erste Station war Hasloch. Das Hammermuseum und der historische Eisenhammer vermitteln "Gelebte Technik seit 1779". Die Ausstellung zeigt 225 Jahre Firmengeschichte und an vielen Mitmachstationen konnten die Teilnehmer selbst aktiv werden, was vor allem die Kinder und Jugendlichen ausgiebig nutzten. Im Spessart und Odenwald gab es bis Ende des 19. Jahrhunderts zahlreiche Eisenhämmer. Sie nutzten das reichlich vorhandene Holz und die Kraft des Wassers. Ein interaktives Modell veranschaulicht heute die Steuerung der Wasserkraft.

Beim anschließenden Gang in die 1779 erbaute Hammerschmiede wurde sichtbar, wie das Wasser des Haselbachs zwei Arten von schweren Hämmern und ein Gebläse antreiben.

Es wurde demonstriert, wie Aufwurf- und Schwanzhammer funktionieren und wie damit Metall geformt wird. Noch heute ist ein Hammer in Betrieb und es werden hauptsächlich Glockenklöppel von Hand geschmiedet für die ganze Welt geschmiedet - millimetergenau.

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Die zweite Station war der romantische Weinort Homburg am Main. In der "Bräuscheuere" wurde man vom Wirt und Bierbrauer zu allen wichtigen Stationen geführt. Voller Stolz erzählte er die Geschichte um den Julius-Echter-Platz, das kleine Schloss und das Verlies, die Burkhardus-Gruft, in der Burkhardus durch ein Spinnennetz vor seiner Verfolgern gerettet wurde. Nach einem kurzen, steilen Aufstieg bot sich ein herrlicher Blick auf die Mainschleife und die Steillagen des Homburger Kallmuth.

In der Papiermühle erwartete die Besucher in der original historischen Kulisse eine spannende Zeitreise durch die Geschichte des Papiermachens. Von 1807 - als die Papiermachertradition begründet wurde - bis zur Stilllegung im Jahr 1975 wurden Papier und Pappe mit Wasserkraft hergestellt. Sauberes Betriebswasser und ausreichend Energie zum Antrieb der Wasserradanlage lieferte der Bischbach.

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Von 1994 bis 1997 wurde die Papiermühle mit öffentlicher Förderung restauriert und stellt ein einzigartiges Kultur- und Industriedenkmal dar. Der Ur-Urenkel Johannes Fromm begleitete die Besucher auf diesem Weg und trug mit persönlichen Erlebnissen die vielen Stationen der Geschichte lebendig vor.

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In der Vorführwerkstatt wurde die Handpapierherstellung mit Bütte und Schöpfsieb anschaulich demonstriert und die Kinder durften ihren eigenen Bogen Büttenpapier mit Wasserzeichen schöpfen. Diese Führungen vermitteln altes Handwerk anschaulich. Der älteste Teilnehmer des Jahresausflugs brachte es hier auf den Punkt: "Das muss man einmal im Leben gesehen haben".

Zum Abschluss freuten sich alle über die, "Kreuzfahrt" auf dem Main . cht