Kreuzgangspiele Feuchtwangen - Vielfältige Planungen für den Saisonstart / Bei neuen Entwicklungen aktualisierte Informationen auf Homepage Bunten Theater-Sommer mit Optimismus fest im Blick

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pm
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Feuchtwangen. Die Vorbereitungen für Feuchtwangens Freilichttheater laufen auf Hochtouren – zwar ist der Spielplan schon länger bekannt, da die Stücke vom vergangenen Sommer übernommen wurden, doch gibt es auch viel Neues: Alle im vergangenen Jahr gestoppten Arbeiten an Kulissen und Kostümen gehen weiter. Die Regiekonzepte werden fortgeschrieben und zum Teil auch neu gedacht, denn Theater verändert sich .

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Am 17. Februar hatte der Hauptausschuss der Stadt Feuchtwangen entschieden, dass der Zuschuss der Stadt für die Kreuzgangspiele wie in den Vorjahren auch in diesem Jahr bei 320 000 Euro liegen wird. Die Stadt hat damit einstimmig den Festspielen ihre Unterstützung zugesagt. Dazu kommen weitere Förderungen durch den Freistaat, sowie durch den Landkreis Ansbach und den Bezirk Mittelfranken und Sponsoren. Der Vorverkauf für die Saison läuft zufriedenstellend und entwickelt sich innerhalb der üblichen Varianz der Vorverkäufe der letzten Jahre; inzwischen seien über 13 000 Karten verkauft, heißt es vonseiten der Verantwortlichen.

„Flexibel bleiben“

Trotz derzeitiger Unsicherheit über Lockdown-Ende und Öffnungsstrategien, haben die Kreuzgangspiele den Sommer fest im Blick. Die Proben für das Kinder- und Familienstück „Das Sams – Eine Woche voller Samstage“ sollen wie geplant am 12. April beginnen. Premiere ist am 8. Mai – ein Samstag und wie immer eine so genannte „Ein-Euro-Premiere“, für die die Karten schon längst verkauft sind.

Neu ist, dass es 2021 eine zusätzliche „Ein-Euro-Vorstellung“ geben wird.

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Termin für die Vorstellung ist Donnerstag, der 13. Mai, 16.15 Uhr. Karten gibt es nur am 24. Februar ab 9 Uhr und pandemiebedingt nur telefonisch (09852 / 90444).

Dennoch: Auch die Kreuzgang-spiele arbeiten parallel zu Vorbereitungen für eine reguläre Spielzeit schon jetzt an Alternativen, sollte sich ein Proben- und/oder Spielbetrieb im April/Mai als unmöglich erweisen oder sollte nur eine sehr begrenzte Zuschauerzahl in den Vorstellungen zugelassen sein. Denkbar wäre so zum einen eine Verlängerung der Spielzeit mit Zusatzvorstellungen, aber auch eine Wiederaufnahme einzelner Produktionen in der Saison 2022. Wie im vergangenen Jahr auch, wird es in diesem Fall rechtzeitig alle Informationen darüber geben, was wie und vor allem wann gespielt wird und was Karteninhaber beachten müssen. Da gilt es für die Festspiele ebenso wie für das Publikum: Geduld haben, die Entwicklung im Blick behalten, flexibel bleiben. Eines ist für die Kreuzgangspiele jedoch klar: Man wird, so es irgend möglich ist, die geplanten Stücke „Dracula“, „Ende gut, alles gut“, „Das Sams“ sowie „Fredrick“, „Die Räuber“ und „Zersetzung auf die Bühne bringen. Aktuell stehen die folgenden „Extra“-Veranstaltungen im Kalender – ohne Gewähr: Die Nacht kurz vor den Wäldern, Theatermonolog nach Bernard-Marie Koltès mit Ulrich Westermann, Freitag, 26. März, 20 Uhr, Stadthalle Kasten, Humor ist der Knopf, der verhindert, dass einem der Kragen platzt, ein Ringelnatz – Kästner – Tucholsky – Abend mit Atischeh Hannah Braun, Klaus-Lothar Peters und Helmut Büchel, Freitag, 9. April, 20 Uhr, Stadthalle Kasten.

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Ein mystisches, experimentelles und wunderbares Projekt ist die theatrale Textcollage „Zersetzung nach Motiven aus dem Werk von H.P. Lovecraft“, an der Alexander Ourth und Ulrich Westermann gerade arbeiten. Erst seit wenigen Tagen liegt die Textfassung vor – gänzlich neu geschrieben, also eine Weltpremiere bei den Kreuzgangspielen. Premiere ist in der Nixel-Scheune am 14. Juni, um 21 Uhr; weitere Vorstellungen werden am 21. Juni sowie am 13. August gespielt.

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Auch an einem großen Jubiläum beteiligen sich die Festspiele: Im Jahr 2021 leben Juden und Jüdinnen nachweislich seit 1700 Jahren auf deutschem Gebiet. Die Spiele entwickeln ein eigenes Theaterstück, das am 12. November Premiere hat. Die Theaterperformance mit dem Titel „Lass uns verschwinden“ ist eine Spurensuche, die in diesen schwankenden Raum, wo sich Subjektivität mit Fakten wechseln, eindringt. pm