Corona - „Tests nicht Aufgabe einer Pflegeeinrichtung“ Besucher sind vielfach nicht korrekt informiert

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pm
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Röttingen. Aufgrund einer aktuellen Bundesverfügung sind jetzt auch die Pflegeeinrichtungen dazu aufgerufen, umfangreiche Testkonzepte zu erarbeiten. Damit soll möglichst sichergestellt werden, eine bestehende Infektionsgefahr durch externe Besucher weitestgehend auszuschließen.

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„Wir führen derzeit sehr viele Diskussionen mit Besuchern und Angehörigen, die unsere Einrichtung betreten wollen“, teilt Pflegedienstleiterin Melanie Klepper vom Seniorenzentrum „Taubertal“ in Röttingen in einer Pressemitteilung mit, „viele sind fälschlicherweise der Ansicht, dass wir als Einrichtung unter anderem ab sofort dazu verpflichtet sind, alle Besucher per Schnelltest zu testen – sogar, wenn die Besucher angeben, Corona-typische Symptome zu haben. Das ist aber nicht richtig und sorgt leider immer wieder für teils aufgebrachte Diskussionen.“

Richtig sei, so die Pflegedienstleitung, dass derzeit alle Pflegeeinrichtungen erst ein umfangreiches Testkonzept erarbeiten und entwickeln müssen. Ein unternehmensweites Konzept sei „für unser Haus bereits angepasst, muss aber noch vom Gesundheitsamt genehmigt werden“, so Klepper, „allerdings gibt es noch viele ungeklärte Fragen, die in der Verordnung nicht geregelt sind.“ So seien Schulungen von Mitarbeitern durch Ärzte oder auch die Gestaltung von Räumlichkeiten darin nicht näher spezifiziert.

Klepper betont, dass Besucher bei Vorliegen von Corona-spezifischen Symptomen ein Anrecht auf eine labormedizinische PCR-Testung nach der Testverordnung bei einem Arzt, in Testzentren oder Gesundheitsämtern haben. Diese Tests seien aber nicht Aufgabe einer Pflegeeinrichtung, sondern erfordern immer einen Arztbesuch. Das Testkonzept sei so gestaltet, dass es einmal wöchentlich eine Schnelltest-Möglichkeit vor Ort gibt. Es dürfen nur Fachkräfte testen. Voraussetzung für Besuche bleibe die Symptomfreiheit.

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Bis zur Umsetzung des zu genehmigenden Testkonzeptes werde noch etwas Zeit vergehen. „Wir wollen mögliche Infektionen von Mitarbeitern, Bewohnern und Besuchern weitgehend ausschließen“, sagt Klepper, „das ist auch der Grund, warum wir grundsätzlich einen generellen Besuchsstopp realisieren, sobald wir Kenntnis von einem positiven Testergebnis in diesen Zielgruppen haben.“ Es gehe ausschließlich um den Schutz der Senioren als Hochrisikogruppe. pm