Corona im Hohenlohekreis - Britische Virusvariante auch in Einrichtung in Öhringen nachgewiesen Aus der Kita ins Unternehmen

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lra
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Der aktuelle Corona-Ausbruch bei „Würth“ und der in einer Kinderbetreuungseinrichtung in Öhringen stehen in Bezug, heißt es seitens des Hohenloher Landratsamts. © dpa

Hohenlohekreis. Derzeit sind im Hohenlohekreis zwei größere Ausbruchsgeschehen nachvollziehbar: Der Ausbruch in einem Logistikzentrum von „Würth“ im Kreis umfasst mittlerweile 46 Fälle bei der Firma selbst (Mitarbeiter), davon leben 37 Mitarbeiter im Hohenlohekreis. Die Zahl der direkten Kontaktpersonen dieser 37 Fälle beträgt aktuell 82.

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Aus den Ausbruchsgeschehen sind laut Landratsamt bereits 20 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet, die nicht bei der Firma arbeiten, aber Kontakt zu einer positiven Person aus den Unternehmen hatten. Das Ausbruchsgeschehen in Bezug auf das Unternehmen umfasst also (Stand 9. Febraur) mindestens 66 positive Fälle.

Bislang wurden wie berichtet drei Fälle der Virusmutation B.1.1.7 („britische Variante“) bei dem Unternehmen durch das Landesgesundheitsamt nachgewiesen, weitere Testergebnisse stehen noch aus. „Wir gehen aufgrund der dynamischen Verbreitung bei dem Unternehmen davon aus, dass noch weitere Fälle mit der Virusvariante nachgewiesen werden“, heißt es aus dem Landratsamt.

Das Ausbruchsgeschehen wurde örtlich eingegrenzt, alle Betroffenen wurden isoliert sowie die Kontaktpersonen in eine Quarantäne versetzt. Die Zusammenarbeit mit der Task Force Corona beim Unternehmen funktioniere sehr gut, das Unternehmen habe umgehend Maßnahmen eingeleitet, um das Infektionsgeschehen einzudämmen. Weitere Schnelltests würden die Lage in den kommenden Tagen verdeutlichen.

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Bei einem Vor-Ort-Besuch in der Firma bestätigte sich für das Gesundheitsamt das umfassende Hygienekonzept des Betriebes und die infektionsverhütenden Maßnahmen, wie die kontinuierliche Überwachung der Mitarbeiter durch regelmäßige Testungen.

Weitere Fälle

Im Hohenlohekreis sind weitere positive Fälle in mehreren Kinderbetreuungseinrichtungen nachgewiesen worden. Es gibt noch keine Erkenntnisse dazu, ob ein Bezug zu einem bekannten Ausbruchsgeschehen mit der britischen Variante vorliegt. Auch dort sind die Betroffenen isoliert bzw. in Quarantäne versetzt. Das Gesundheitsamt des Hohenlohekreises hat für diese Fälle die so genannte Sequenzierung in Auftrag gegeben.

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Auf das Geschehen in der Kinderbetreuungseinrichtung in Öhringen können aktuell 14 bestätigte Fälle mit 52 Kontaktpersonen zurückgeführt werden. Alle bekannten Fälle wurden isoliert bzw. in Quarantäne versetzt. Mittlerweile ist auch bei diesem Ausbruchsgeschehen ein durch das Landesgesundheitsamt bestätigter Fall der Virusmutation B.1.1.7 nachgewiesen.

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Zwischen den beiden Ausbruchsgeschehen in dem Unternehmen und der Kinderbetreuungseinrichtung in Öhringen besteht ein Bezug. „Ebenfalls gehen wir auf Grund der Entwicklungen davon aus, dass eine Übertragung des Virus von einem Kind auf einen Erwachsenen erfolgt ist“, heißt es.

Im Fall der privaten Feier in Zweiflingen sind alle betroffenen Personen und Kontaktpersonen isoliert. Bislang haben sich aus den bekannten Fällen keine weiteren Fälle ergeben, „sodass wir derzeit davon ausgehen, dass die Infektionsketten unterbrochen sind.“ lra