Männergesangverein Schloßau - „Eigenheim“ im Rathaus in über 300 freiwilligen Arbeitsstunden in ein „Schmuckstück“ verwandelt

Proberaum ist frisch saniert

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L.M.
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Freuen sich über den sanierten Proberaum des Männergesangvereins Schloßau (von links): Ortsvorsteherin Tanja Schneider, Joachim Gornik, Alfred Roos, Reinhold Gornik und Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger. © Liane Merkle

In Eigenleistung und unter Regie von Joachim und Reinhold Gornik hat der Männergesangverein Schloßau den Proberaum im Rathaus saniert.

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Schloßau. „Ich bedanke mich im Namen des Ortschaftsrates beim Männergesangverein Harmonie 1921 Schloßau, der wieder einmal eindrucksvoll gezeigt hat, was Bürgerengagement heißt“, lobte Ortsvorsteherin Tanja Schneider die Sänger bei der Einweihung ihres perfekt sanierten Sängerheims im Erdgeschoß des Schloßauer Rathauses.

Über 300 freiwillige Arbeitsstunden unter erschwerten Corona-Bedingungen und 2000 Euro Eigenmittel sowie die gleiche Summe als Zuschuss der Gemeinde Mudau und des „OBI-Baumarkts“ Buchen hatten die Sänger unter maßgeblicher Bauleitung von Joachim und Reinhold Gornik in ihren Probenraum investiert und ihn so in ein Schmuckstückchen verwandelt. Die Ortsvorsteherin zeigte sich begeistert ob der handwerklichen Meisterleistungen, und sie hob hervor, dass dieser jetzt sehr ansprechende Raum zwar in erster Linie von den Sängern genutzt wird, aber auch als Wahllokal und als Ausweichraum für den Kindergarten dient.

Aufwendiges Projekt

Ihren Dankesworten an die beiden „Bauleiter“ schloss sich Alfred Roos in seiner Funktion als Vorsitzender des MGV Schloßau an. Er strahlte dabei mindestens so hell wie der Raum und erklärte stolz, dass 2021 eigentlich das große Jahr des Vereins mit einem der Feier des 100-jährigen Bestehens hätte werden sollen, das nun vielleicht nicht so stattfinden könne. Er gab dabei der Hoffnung Ausdruck, dass der Chor nach der Pandemie in alter Stärke weitermachen dürfe. Und die Aufwertung des Probenlokals werde sicher ein weiterer Ansporn sein. „Hier ist ganz sicher kein Pfusch am Bau zu finden“, lobte er Joachim und Reinhold Gornik, die das aufwendige Projekt so großartig durchgeführt hätten. Obwohl es Pandemie-bedingt überaus schwierig war, an die Baumaterialien zu kommen.

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Dank galt auch dem Ortschaftsrat Schloßau und der Gemeindeverwaltung, insbesondere Christoph Müller, für die gute Zusammenarbeit und Hilfe. „Ein tolles Werk und kaum wiederzuerkennen, wenn man es vorher gesehen hat“, ergänzte Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger die Laudatio. Hervorragende Arbeit und eine perfekte Wahl der Materialien in Kooperation mit viel bürgerschaftlichem Engagement seien nicht nur das „i-Tüpfelchen“ für das große Jubiläumsjahr des Vereins, sondern auch eine Einladung zur Geselligkeit.

Arbeiten am Wochenende

Auf die Maßnahme selbst gingen die Brüder Gornik ein, welche die freie Zeit für diese dringend notwendige Sanierung genutzt hatten. „Seit 38 Jahren ist das unser Probenraum, und er war einfach überfällig“. Zwar sei es schwierig gewesen, an Material zu kommen, und natürlich hat man bei einer Altbausanierung auch immer wieder böse Überraschungen erlebt, aber man habe dafür gute Lösungen gefunden. Die meisten Arbeiten spielten sich an den Wochenenden ab. „Die alte halbhohe Holzverkleidung wollten wir nicht entfernen, um nicht noch mehr Überraschungen zu erleben. Wir haben diese mit einer Spezialfolie abgedichtet, sauber verklebt und darüber Kunststoffpaneelen angebracht.“

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Die alten Fensterbänke innen wurden entfernt, problematische Hohlräume ausgegossen und neue Fensterbänke angebracht. Die Fenster selbst wurden abgeschliffen und neu gestrichen. Die sehr dunkle Holzdecke wurde weiß gestrichen. Tapeten wurden ausgewechselt, LED-Beleuchtung und Heizpaneelen angebracht.

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Schließlich rundete ein neuer PVC-Boden, frisch gestrichene Fahnen- und Notenschränke sowie die neu gerahmten „Vereins-Ahnen“ das Bild perfekt ab.

In der Hoffnung, dass der Raum bald zum Proben genutzt werden darf und das 100-jährige Bestehen des Vereins ordentlich gefeiert werden kann, wurde der Raum „vorab theoretisch“ seiner Bestimmung übergeben. L.M.