Parforcehorn-Ensemble - Musiker-Lungen sollen nicht „einrosten“ Probe in die Natur verlegt

Von 
L.M.
Lesedauer: 

Mörschenhardt. In Ermangelung eines Proberaums, aufgrund der Corona-Misere sowie der Ferienzeit geschuldet, sucht das Odenwälder Parforcehorn-Ensemble seit Monaten immer wieder Plätze in der freien Natur für seine Proben, damit die Instrumente und auch die Lungen der Musiker nicht „einrosten“. Außerdem ist nicht nur Dr. Edmund Link als Leiter dieses Ensembles, das sich auch an Alphörnern trainiert, der Meinung, dass es gerade für diese Instrumente keinen besseren Platz als die Natur im Odenwald geben kann.

AdUnit urban-intext1

Der gleichen Meinung war auch Jagdpächter Walter Jägle, der die Bläser zu seinem idyllischen Jagdhaus nach Mörschenhardt zur Probestunde einlud. Und zeitweise leistete er den Bläsern mit seinem Jagdhorn sogar selbst Gesellschaft. Wie Link ausführte, hätte der Gastgeber kein besseres Wetter für diesen Sommerabend bestellen können. Eingehüllt in den Duft frisch vorbereiteter Felder und in die Geräusche einiger Traktoren, umfasste das Repertoire der Bläser typische jagdliche Fanfaren aus der alpenländischen Welt wie die „Eröffnungsfanfare“ (Maderthaner) oder den „Fürstengruß“ (Stief).

Mit dem aus den Schweizer Alpen stammenden Stück „Usem Bärnbiet“ (Sommer) gelang es, die wunderbare Landschaft rund um das Jagdhaus in Szene zu setzen. Mit dem „Gamsschützen-Marsch“ (Maderthaner) und „Bärenjäger-Marsch“ (Schantl) kam so richtig jagdliche Stimmung auf. Mit getragenen Stücken wie „Wald-Echo“ (Stiegler), „Jägers Lebewohl“ (Wunderer) und schließlich dem „Kyrie“ (Maderthaner) aus der Hubertusmesse endete die Probe der Bläser unter freiem Himmel in Mörschenhardt. Der Abend klang in geselliger Runde aus. L.M.