Norbert Merz feiert heute seinen 90. Geburtstag - Lange Jahre Seelsorger von Rippberg und den Walldürner Höhengemeinden Pfarrer ist für den Jubilar der Idealberuf

Von 
L.M.
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Steinbach/Rippberg. Noch heute spricht man viel über die tollen Jugendzeltlager im Dekanat Buchen-Walldürn-Hardheim, die unter der Leitung von Pfarrer Norbert Merz für viele Generation unvergessliche Jugenderlebnisse darstellen. Am heutigen Donnerstag feiert dieser beliebte Pfarrer in Steinbach seinen 90. Geburtstag. Noch immer hat der Jubilar für jede Situation den richtigen „Spruch“ auf den Lippen und ist ein guter Unterhalter. Bis vor vier Jahren war er eine sehr gefragte „Aushilfskraft“. Er sprang in der Seelsorgeeinheit Buchen-Limbach-Mudau immer dann noch mit Leib und Seele ein, wenn Not am Mann war.

Pfarrer Norbert Merz feiert heute in Steinbach seinen 90. Geburtstag. © Liane Merkle
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Als die FN ihn im Juni 2005 anlässlich seines goldenen Priesterjubiläums besuchten, drückte er sein bisheriges Leben mit dem Satz aus: ,,Es gibt keinen schöneren und vielseitigeren Beruf als der des Pfarrers“. Diese Aussage, zu der er nach wie vor steht, dokumentiert, dass er vor 63 Jahren die richtige Wahl getroffen hatte, wenngleich die Anfänge nicht unbedingt auf einen Priesterberuf schließen ließen.

In Sinsheim am 15. März geboren, wuchs Norbert Merz während des Krieges in Hardheim auf und besuchte das Gymnasium in Buchen bis er, wie so viele seiner Alterskameraden, in den Kriegsdienst eingezogen wurde.

Mit 17 Jahren kam der Jubilar in amerikanische Kriegsgefangenschaft, in deren Verlauf er durch menschliche Hilfsbereitschaft geprägt wurde. Nach seiner glücklichen Rückkehr im Jahre 1950 machte Norbert Merz in Tauberbischofsheim sein Abitur nach und studierte anschließend in Freiburg und Walldürn Theologie. 1955 wurde er zum Priester geweiht.

Primizfeier in Hardheim

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Nach seiner Primizfeier in Hardheim war Norbert Merz als Kaplan in Mannheim, Pforzheim und Heidelberg tätig, bis ihm 1963 die Pfarrei Rippberg als Pfarrverweser übertragen wurde. Dieses Amt versah der engagierte Priester über zehn Jahre lang, bis ihm nach der Versetzung von Pfarrer Heck nach Höpfingen als dessen Nachfolger die zusätzliche Betreuung der Gläubigen auf der Walldürner Höhe auferlegt wurde.

Neben der Familienseelsorge beschäftigten Merz zahlreiche Bau- und Renovierungsmaßnahmen. So leitete er die Renovierung der Filialkirche in Hornbach und den Bau des Rippberger Kindergartens ein.

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Norbert Merz konnte auch den Pfarrsaal seiner Gemeinde einweihen und zahlreiche Sanierungsmaßnahmen an der Rippberger Kirche und ihrer Orgel durchsetzen sowie eine Leichenhalle anbauen.

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Gleichzeitig nahm er die Innenrenovierung der Pfarrkirchen in Hornbach und Glashofen sowie der Gerolzahner Kirche in Angriff. Bei all seinen Vorhaben standen die ihm anvertrauten Gemeinden voll hinter ihm. Sein Name ist außerdem eng verbunden mit den Jugendzeltlagern, bei denen er 35 Jahre lang ganze Generationen betreute und dort auch immer wieder Lebensfreundschaften geschlossen hat.

Nicht weniger engagiert setzte sich der Jubilar für die Kirchenchöre, Frauengemeinschaften, Gesangs- und Musikkreise ein. Daneben hatte der Geistliche zahlreiche Basare mit organisiert und geholfen, das Bildungswerk ins Leben zu rufen. Er dokumentierte seine innere Überzeugung auch als Religionslehrer.

Im Jahre 2000 ging Pfarrer Norbert Merz in den sprichwörtlichen „Unruhezustand“. Dabei erwarb er sich in Donebach, Steinbach und Mudau sowie Hettigenbeuern, Hetingen und Hainstadt einen hervorragenden Ruf als Seelsorger.

Am heutigen Donnerstag werden sich sicher zahlreiche Gratulanten im Steinbacher Pfarrhaus die Klinke in die Hand geben und dabei „ihrem“ Pfarrer auch Danke sagen für sein vielseitiges Engagement und seine segensreiche Arbeit im „Weinberg des Herrn“. Die Fränkischen Nachrichten schließen sich den Gratulanten mit den besten Wünschen gerne an. L.M.