Priesterweihe in Mudau - Frater Joachim Geilich feiert am 15. Juli in der Kirche St. Pankratius seine Heimatprimiz „Langer Weg kommt zum Höhepunkt“

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L.M.
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Mudau. „Priester zu werden war ein Traum seit meiner Kindheit“, sagt Frater Joachim Geilich. „Eine meiner wichtigsten Aufgaben als Priester wird es sein, die Menschen an die Hand zu nehmen und ihnen zu helfen, ihren eigenen Weg zu Gott zu finden.“ Als Höhepunkt eines langen Findungs- und Bildungswegs feiert der ehemalige Mudauer am Sonntag, 15. Juli, in der Kirche St. Pankratius in Mudau seine Heimatprimiz mit der Priesterweihe. Frater Joachim ist dankbar, dass er in Mudau Primiz feiern darf, obwohl er lange nicht mehr dort gelebt hat.

Joachim Geilich feiert in Mudau seine Heimatprimiz. © Liane Merkle
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Geboren wurde er am 11. März 1979 in Ludwigsburg, wuchs in Mundelsheim am Neckar auf und zog 1995 nach der Mittleren Reife mit seinen Eltern nach Mudau. Es folgte eine Ausbildung zum Bürokaufmann in Buchen. Anschließend arbeitete er in einem Walldürner Metallbearbeitungsbetrieb. Zum Zivildienst kehrte er zurück in die alte Heimat nach Altenheim in Stuttgart-Mönchfeld. Danach erfolgte eine Ausbildung zum Krankenpfleger im Klinikum Ludwigsburg mit anschließender Tätigkeit im Marienhospital Stuttgart, wo er zudem eine Weiterbildung zur Stationsleitung absolvierte.

Im Jahr 2012 erfolgte dann als wichtiger Einschnitt in sein Leben die Einkleidung im Kloster Roggenburg und bereits ein Jahr später folgte der Beginn des Studiums der Theologie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Während des Studiums absolvierte der Jungpriester zweimalig die Ausbildung zum Klinikseelsorger im Klinikum Großhadern in München.

Feierliche Profess

Im September 2016 folgte die Feierliche Profess mit dem ewigen Gelübde im Kloster Roggenburg. Die Diakonenweihe durch Weihbischof Rainer Klug (Freiburg) in der Klosterkirche Roggenburg folgte im Oktober 2017. Seit Weihnachten vergangenen Jahres ist Joachim Geilich als Diakon in der Pfarreiengemeinschaft Ichenhausen bei seinem Mitbruder Pater Jonas Schreyer tätig. „Meinem Ziel, Priester zu werden, kam ich erst näher, als ich das Kloster Roggenburg kennenlernte und mir war sofort klar, dass ich nie allein leben will“, so Joachim Geilich. Daher kam es für ihn nicht in Frage, Weltpriester zu werden. Die Roggenburger Gemeinschaft ist pastoral ausgerichtet. Dem Ordensgründer, dem Heiligen Norbert von Xanten, war es immer wichtig, dass man die Menschen rund um das Kloster lieben lernt und schaut, was diese vor Ort konkret an Seelsorge benötigen. Während viele andere Ordenssuchende sich strenge Regeln wünschen, gefällt Joachim Geilich an seinem Orden, dass man eine große Freiheit hat. „Die Priesterweihe ist ein Geschenk von Gott persönlich. Das kann man sich noch so sehr wünschen, aber wenn er nicht selbst hilft, kommt man nicht weit. Priester sein ist keine kleine Aufgabe und wird mich sicher immer wieder fordern“, sagt Joachim Geilich.

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Ab der Priesterweihe wird der Jungpriester als Kaplan in der Pfarreiengemeinschaft Ichenhausen bleiben, in der er bereits als Diakon tätig war. „Ein langer Weg kommt nun zu seinem Höhepunkt und so freue ich mich sehr auf die Weihe und die Primizen.“ L.M.