Baugebiet „Rumpfener Buckel“ in Mudau - Erschließungsarbeiten haben begonnen / Auf ersten Spatenstich angesichts der Corona-Krise verzichtet Im ersten Abschnitt 18 neue Bauplätze

Von 
Liane Merkle
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Insgesamt 38 Bauplätze sollen im Neubaugebiet „Rumpfener Buckel“ in Mudau entstehen. Ganz ohne offiziellen Auftakt haben die Bauarbeiten dafür begonnen.

Technische Daten der Baumaßnahme in Mudau

Für die Erschließung des Gebiets „Rumpfener Buckel“ im ersten Bauabschnitt inklusive Kreisverkehrsanlage werden 170 Meter Straße und 70 Meter Fußweg gebaut.

Die Straßenbreite beträgt 5,50 Meter mit einseitigem Gehweg.

200 Meter Straße mit einseitigem Gehweg und Anschluss an die Ortslage sowie der Kreisverkehr werden für die äußere Erschließung des Gebiets gebaut.

Für die Abwasserentsorgung entstehen im Trennsystem 335 Meter Schmutzwasserkanal und 405 Meter Oberflächenwasserkanal.

335 Meter Rohrleitung werden für die Wasserversorgung verlegt.

Die Beleuchtung erfolgt mit LED-Straßenleuchten des Fabrikats Siteco. L.M.

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Mudau. Dem Corona-Virus geschuldet, musste der erste Spatenstich zur Erschließung des neuen Baugebietes „Rumpfener Buckel I“ in Mudau unter Ausschluss der Öffentlichkeit und ohne das ansonsten übliche Prozedere stattfinden.

Gut 1,7 Millionen Euro Kosten

Trotzdem wurde der erste Bauabschnitt des 1 750 000 Euro teuren Projektes mit der dazugehörigen Kreisverkehrsanlage nun offiziell begonnen, wie Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger und Katharina Fertig vom örtlichen Bauamt mitteilen.

Nachdem sich die Fertigstellung der Erschließung des „Brückenguts“ in Mudau abzeichnete, fokussierte man sich für den weiteren zukünftigen Wohnbauflächenbedarf auf den östlichen Ortsrand von Mudau – zwischen der L 585 in Richtung Rumpfen und dem „Pfarrwald“, den so genannten „Rumpfener Buckel“.

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Am 17. Mai 2017 fasste der Gemeinderat den Aufstellungsbeschluss und bereits im Juli des selben Jahres stimmte das Gremium dem Bebauungsplanentwurf zu. „Die Grundstückseigentümer zeigten sich dankenswerterweise sehr aufgeschlossen für diese Planungen der Gemeinde und stimmten in Folge dem Grundstücksverkauf an die Gemeinde zu“, betonte Katharina Fertig.

Ende 2018 konnte der Bebauungsplan „Rumpfener Buckel“ als Satzung beschlossen und die konkrete Erschließungsplanung weiter vorangetrieben werden.

2,8 Hektar Bauland

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Insgesamt sollen bei einem Nettobauland (Wohngebiet) von rund 2,8 Hektar 38 neue Baugrundstücke entstehen. Des Weiteren wurden mit der äußeren Erschließung, vor allem durch den Bau der Kreisverkehrsanlage und das geplante Entwässerungssystem, die Voraussetzungen für eine zukünftige Erschließung des Baugebiets „Feldwegsäcker“ geschaffen. Die Erschließungsplanung wurde vom Ortschaftsrat Mudau und vom Gemeinderat am 13. März 2019 abgesegnet, so dass nach Aufnahme des Projektes in den Haushalt der Gemeinde Mudau die öffentliche Ausschreibung der Bauarbeiten erfolgen konnte. Aus dem Bieterwettbewerb ging die Firma Konrad Bau GmbH & Co. KG aus Lauda-Königshofen als günstigster Anbieter hervor.

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Die Straßenbeleuchtungsanlage liefert die Netze BW und als Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinator wurde das Ingenieurbüro W. Niemesch aus Mudau beauftragt.

Mit dem ersten Bauabschnitt werden nun 18 Bauplätze erschlossen und das Baugebiet über einen neu herzustellenden Kreisverkehr in der Landesstraße 585 an das vorhandene öffentliche Straßennetz angebunden.

Für Fußgänger ist im nord-östlichen Bereich zur „Steinbacher Straße“ ein Zugangsweg, der für eine direkte und schnelle Verbindung zur Ortsmitte sorgen wird, jedoch auch der Verlegung der Ver- und Entsorgungsleitungen vom „Rumpfener Buckel“ an den Bestand im Kreuzungsbereich der „Steinbacher Straße“, „Pfarrer-Ackermann-Straße“, „Fettigstraße“ geschuldet ist.

Vollsperrung erforderlich

Mit dem nun erfolgten Baubeginn wurde unter Vollsperrung der dortigen Kreisstraße 3916 unverzüglich mit dem äußerst anspruchsvollen Kreuzungsbereich „Steinbacher Straße“, „Pfarrer-Ackermann-Straße“, „Fettigstraße“ zur Anbindung der neuen Leitungen an die Bestandsleitungen begonnen.

Es werden neue Schachtbauwerke gesetzt und Entsorgungsleitungen für Schmutz- und Oberflächenwasser im Trennsystem verlegt. Hinzu kommen die Anbindungen der Wasser- und Stromleitungen sowie der Anschluss an die Breitbandversorgung.

Diese Arbeiten geschehen alle auf engstem Raum, damit es für die Bürger zu möglichst wenig Beeinträchtigungen kommt, teilt die Bauamtsleiterin weiter mit.

Sofern die Arbeiten weiter nach Plan verlaufen können, soll dieser Abschnitt bald fertig gestellt sein und mit dem Bau des Kreisverkehrs in der L 585 begonnen werden.

Parallel dazu finden bereits auf dem Baufeld die Vorbereitungen für die eigentlichen Bauplatzerschließungen sowie der Bau eines Lärmschutzwalls entlang der Landesstraße 585 statt, für den ordentlich Erde bewegt wird.

Die Fertigstellung der Maßnahme ist bis spätestens Frühjahr 2021 geplant.