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Goldene Hochzeit - Tamara und Nikolai Ettinger feierten am Freitag ihr Ehejubiläum

Eine echte Herzenssache

Von 
L.M
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Nikolai und Tamara Ettinger feierten ihre Goldene Hochzeit. © Liane Merkle

Mudau. Beide sind sie in Kasachstan geboren, aber in sehr verschiedenen Gegenden. Doch das Schicksal meinte es gut und in der 9. und 10. Schulklasse waren Nikolai und Tamara Ettinger nicht nur Klassenkameraden, sondern in Dshambul – heute Taras – sogar Nachbarn, was sich zu einer echten Herzenssache entwickelte. Am Freitag, 6. Mai, feierten die beiden in Mudau mit allen Kindern und Enkelkindern ihr Goldenes Ehejubiläum.

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Nikolai Ettinger kam am 22. November 1948 auf die Welt und wuchs als zweitältestes von sieben Kindern in Kasachstan auf. Die deutschstämmige Familie musste hart arbeiten, doch aufgrund des hohen Fachwissens des Vaters durfte sie vom Land in die Stadt umziehen, was den Kindern eine bessere Ausbildung ermöglichte. Der Jubelbräutigam konnte sogar zwei Jahr einem technischen Studium nachgehen, bevor er in einem Stahlwerk die Arbeit aufnahm und sich zum Abteilungsleiter für 340 Menschen hocharbeitete.

Seine Tamara erblickte am 31. Mai 1949 das Licht der Welt und wuchs als jüngstes von vier Kindern in der Stadt auf. Nach der Schule machte sie eine zweijährige Lehre in der Lederbearbeitung und arbeitete danach zunächst in einer Schuhfabrik. Doch mit der Geburt der ältesten Tochter, die einige Nahrungsunverträglichkeiten mit auf die Welt brachte, arbeitete sie immer in der Nähe der Tochter, um ein Auge auf deren Ernährung zu haben. Zunächst in der Kinderbetreuungsstätte als Putzfrau und dann als Nene, die sich um das leibliche Wohl der Kinder kümmert.

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Insgesamt gingen aus der Ehe drei Kinder hervor, die alle Anfang der 1990er Jahre die Chance nutzten, nach Deutschland zu übersiedeln, sich in Mudau wiederfanden und 1995 auch die Eltern dort in Empfang nahmen. Zunächst wohnten sie bei Tochter Olga und übernahmen nach deren Eheschließung die Wohnung.

Nikolai Ettinger fand sehr schnell Arbeit als CNC-Fräser und -Dreher bei der Firma Joli in Limbach, wo er gerne bis zur Verrentung 2014 arbeitete. Noch immer vermisst er die Arbeit und das Rentnerdasein ist nicht nur ein Genuss für den „Schaffer“. Zwar geht er gerne mit seiner Tamara im Wald spazieren und sammelt mit ihr auch gern Pilze, wenn die Zeit dafür gekommen ist. Doch diese hat den Vorteil, dass sie mit Begeisterung darüber hinaus nicht nur gern liest, sondern die Enkel betreut hat, kocht, einkocht und backt, was das Zeug hält und damit die ganze Familie versorgt.

Wie erwähnt, wohnen alle drei Kinder von Tamara und Nikolai Ettinger mit ihren Familien in Mudau, nur die sechs Enkelkinder sind aufgrund ihrer Ausbildungen in ganz Deutschland verstreut. Doch zur Jubelhochzeit waren sie alle präsent, um zu gratulieren und zu danken. Die FN schließen sich den Glückwünschen nachträglich, aber nicht weniger herzlich an. Leider war eine Berichterstattung zum Jubelfest nicht möglich, weil die Hauptpersonen vorher erkrankt waren. . L.M

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