DRK-Kreisverband Mosbach - Zur Vorstellung des Mercedes Vito kamen auch Präsident Gerhard Lauth und die stellvertretende Kreisgeschäftsführerin Sandra Kreis Neues Einsatzfahrzeug vorgestellt

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Nicola Beier
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Der Präsident des DRK-Kreisverbandes Mosbach, Gerhard Lauth, und Sandra Kreis, die stellvertretende Kreisgeschäftsführerin, bei der Vorstellung des neuen Einsatzfahrzeugs des OrgL-Teams in Mosbach. © Nicola Beier

Der Organisatorische Leiter Rettungsdienst bekam vor kurzem einen neuen Einsatzwagen, der von nun an im gesamten Rettungsdienstbereich Neckar-Odenwald-Kreis zum Einsatz kommt.

Zum Organisatorischen Leiter Rettungsdienst (OrgL):

Die „Konzeption und Handlungsempfehlung für den Organisatorischen Leiter Rettungsdienst Baden-Württemberg“ mit landesweiter Umsetzung wurde zum 1. Januar vom Landesausschuss Rettungsdienst beschlossen.

Somit ist ein OrgL-System in jedem Rettungsdienstbereich vorzuweisen.

Die Umsetzung und Sicherstellung ab 1. Januar wurde in der Bereichsausschuss-Sitzung für den Neckar-Odenwald-Kreis beschlossen.

Laut Rettungsdienstgesetz koordiniert ein Leitender Notarzt bei Schadenereignissen mit einer großen Anzahl von Verletzten oder Erkrankten die ärztliche Versorgung.

Der OrgL unterstützt den Leitenden Notarzt, in dem er die Leitung des rettungsdienstlichen Einsatzes bei der Bewältigung von größeren Schadensereignissen übernimmt.

Der Leitende Notarzt und der OrgL sind Mitglieder der Einsatzleitung bei einem Massenanfall von Verletzten oder Erkrankten.

Der OrgL ist grundsätzlich zu alarmieren, wenn der Einsatz eines Leitenden Notarztes erforderlich ist.

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Neckar-Odenwald-Kreis. Über ein neues Einsatzfahrzeug darf sich der Organisatorische Leiter Rettungsdienst (OrgL) des DRK-Kreisverbandes Mosbach seit dem 18. August freuen. An diesem Tag wurde der Mercedes Vito als Einsatzfahrzeug zugelassen. Die Kosten für das Auto lagen bei rund 83 000 Euro.

Der Präsident des DRK-Kreisverbandes Mosbach, Gerhard Lauth, betont: „Mit der neuen Organisationseinheit unterstreicht der DRK-Kreisverband Mosbach einmal mehr seine Rolle als Garant für Schutz, Sicherheit und Gesundheit. Unsere motivierten Mitarbeiter bieten jederzeit die Gewähr dafür, dass man sich im Notfall auf uns verlassen kann.“

Umfangreiche Ausstattung

Der Wagen ist mit jeder Menge Technik ausgestattet, die für die Einsätze des OrgL unerlässlich sind. So findet sich neben einer umfassenden Funktechnik auch WLan und die Möglichkeit des Telefonierens ins Mobil- sowie Festnetz. Außerdem gibt es einen Tisch als Arbeitsfläche sowie Drucker, Fax und Scanner im Fahrzeug. Demnächst soll noch ein Tablet mit Tastatur einziehen, um die Arbeiten des OrgL zu erleichtern.

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So vielseitig die Ausstattung im Wagen ist, umso unterschiedlicher auch die Einsatzmöglichkeiten des OrgL-Teams, das aus fünf Personen besteht. Jan Albrecht ist Leiter der Einsatzgruppe, Robin Bracht sein Stellvertreter.

Alle fünf Mitarbeiter blicken auf jahrzehntelange Erfahrung im Rettungsdienst zurück und sind ausgebildete Notfallsanitäter, die hauptamtlich beim DRK in Mosbach arbeiten. Voraussetzung ist eine fünfjährige Berufserfahrung in der Notfallrettung. Außerdem benötigen die Sanitäter eine Zusatzausbildung zum OrgL. Jan Albrecht mit seinem Team ist an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr verfügbar.

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Ziel ist es, jeden Ort des Landkreises nach Alarmierung in 30 Minuten zu erreichen, was dem Team bislang auch immer gelungen ist. Die Person, die dann im Dienst ist, nimmt den Wagen auch mit nach Hause, um bei einem Notfall nicht mit dem Privatwagen auszurücken, sondern auch dann auf die umfangreiche Ausstattung des Mercedes zurückgreifen zu können.

Versorgungsqualität verbessert

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Die Arbeit wurde früher noch durch ehrenamtliche Mitarbeiter durchgeführt, heute sind alle Mitglieder der fünfköpfigen OrgL-Gruppe hauptamtlich tätig, wodurch die ständige Verfügbarkeit gewährleistet wird und somit die Versorgungsqualität steigt. Alleine in diesem Jahr rückte man bereits zu rund 145 Einsätzen aus.

Die Bandbreite dabei ist groß, es handelt sich jedoch meistens um Großschadensfälle wie ein Busunglück, Großbrände, Terroranschläge oder das Auslösen einer Brandmeldeanlage. Aber auch Begutachtungen vor Ort, gerade in Sonderobjekten wie Pflegeheimen, werden gemacht, um im Ernstfall bereits einen Überblick über die Räumlichkeiten und Gegebenheiten vor Ort zu haben.

Der Organisatorische Leiter Rettungsdienst ist während des Einsatzes für die operativ-taktische Abwicklung und Organisation zuständig. Dabei spielt die Kommunikation mit dem Leitenden Notarzt sowie der Feuerwehr eine entscheidende Rolle. Er versucht so früh wie möglich am Unfallort einzutreffen und sich umfangreiche Informationen zu beschaffen.

Dazu zählt die Anzahl verletzter Personen, wie viele Einsatzkräfte und -fahrzeuge vor Ort sind und wie das Gelände beschaffen ist, um die Raumplanung durchzuführen. Dazu gehört unter anderem der Landeplatz für einen oder mehrere Rettungshubschrauber, der Ort der Übergabe von Verletzten an die Sanitäter und der Aufbau der Behandlungsräume vor Ort. Außerdem leitet der OrgL den Einsatz der Sanitätskräfte.

Nach Verhandlungen auf Landesebene werden für jedes OrgL-System jährlich knapp 138 000 Euro zur Verfügung gestellt. Davon sind Aus- und Weiterbildungen, sowie Material und Instandhaltung zu finanzieren. Sandra Kreis, stellvertretende Kreisgeschäftsführerin, sieht diesen Ansatz zwar als „akzeptabel“ an, hält Evaluierungen in Bezug auf die Finanzierung jedoch für notwendig, um zu sehen, ob die Mittel auch in Zukunft noch ausreichen. Eventuell müsste dann nachverhandelt werden.

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