Heimatforschung Schülerinnen ausgezeichnet

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Bruchsal/Mosbach. Bei der 34. Verleihung des Landespreises für Heimatforschung im Bürgerzentrum in Bruchsal sind Paula Woreschk (Mosbach) und Hermine Gäckle (Elztal) mit dem Schülerpreis ausgezeichnet worden. Überzeugt hatten die beiden zwölf Jahre alten Schülerinnen des Nicolaus-Kistner-Gymnasiums die Jury mit ihrem Beitrag "Gruß aus der Idioten-Anstalt Mosbach".

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Im Rahmen des Geschichtsunterrichts waren Woreschk und Gäckle der Geschichte der seit 1880 unter verschiedenen Namen in Mosbach existierenden Johannes-Diakonie auf den Grund gegangen. Mit ihrem Buch wollen sie zudem darauf aufmerksam machen, dass Menschen mit Behinderung von ihrem Umfeld wie jeder andere Mensch auch wahrgenommen werden wollen.

Der Preis würdigt ehrenamtlich erstellte Forschungsarbeiten zu lokalgeschichtlichen Themen. Die Verleihung bildet traditionell den Abschluss der Veranstaltungen zu den jährlichen Heimattagen Baden-Württemberg. "Lokal- und Regionalgeschichte haben auch in einer zunehmend globalisierten Welt große Bedeutung. Ihre Erforschung klärt nicht nur das Bedürfnis, die eigene Identität zu stärken", betonte Ministerialdirektorin Dr. Simone Schwanitz.

Die Arbeiten wurden aus 106 Bewerbungen ausgewählt. Die Heimatforschung erstreckt sich auf ein breites Themenspektrum, das sich von der Orts-, Siedlungs- und Naturgeschichte über Themen zur Migration bis zu lokalen Traditionen und Lebensläufen herausragender Personen erstreckt.