An der Dualen Hochschule in Mosbach - Neubau mit Laboren und Seminarräumen eingeweiht / Gesamtkosten von 7,7 Millionen Euro "Ein kraftvolles und klares Gebäude"

Von 
Sabine Braun
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An der Dualen Hochschule in Mosbach wurde ein Neubau für Elektrotechnik, Mechatronik und Angewandte Informatik sowie ein neues Labor für Elektromobilität erstellt. Gestern wurde Einweihung und Schlüsselübergabe gefeiert. Dabei waren unter anderem DHBW-Präsident Geilsdörfer, Ingo-Michael Greiner (Amt für Vermögen und Bau), Staatssekretär Hofelich, Rektorin Gabi Jeck-Schlottmann sowie die Architekten Martin Ritz und Eckard Mauch. Der Unterricht im Neubau läuft bereits.

© Braun/DHBW

Mosbach. Der Neubau an der Dualen Hochschule in Mosbach ist eingeweiht: 7,7 Millionen Euro investierte das Land in das dreistöckige Gebäude an der Zentrale im Mosbacher Lohrtalweg, das gestern offiziell übergeben wurde. Die Studienfächer Elektrotechnik, Mechatronik und Angewandte Informatik sowie ein neues Labor für Elektromobilität sind hier zentriert untergebracht.

Zahlen und Fakten zur DHBW

  • Die Duale Hochschule Baden Württemberg (DHBW) in Mosbach hat aktuell 3600 Studierende, davon 3100 in Mosbach und 500 in Bad Mergentheim.
  • Insgesamt sind in Baden-Württemberg 34 000 Studierende an einer der DHBW immatrikuliert.
  • An der DHBW Mosbach ist der starke Anstieg der Studentenzahlen durch den doppelten Abiturjahrgang bewältigt. Insgesamt lernen nun knapp drei Prozent weniger junge Leute an den beiden Campus als im vergangenen Jahr.
  • 1220 neue Studentinnen und Studenten haben im Herbst ihr wirtschaftswissenschaftliches oder technisches Studium an der DHBW Mosbach aufgenommen.
  • Die meisten Studenten werden in den Fächern BWL (rund 950) und Maschinenbau (rund 550) ausgebildet.
  • Vor der Selbstständigkeit des früher zu Mosbach gehörenden Campus in Heilbronn hatte die DHBW Mosbach rund 4600 Studenten (Studienjahr 2013/14).
  • An der DHBW Mosbach unterrichten aktuell 75 hauptamtliche Professoren sowie weitere 900 nebenberufliche Lehrbeauftragte. Beschäftigt sind insgesamt 157 Mitarbeiter.
  • Unterrichtet wird am Hauptstandort im Lohrtalweg sowie an drei andern Standorten, darunter im Berufsbildungswerk der Johannes- Diakonie. Dort ist seit Februar 2013 der Studiengang Bauwesen mit rund 320 Studierenden untergebracht. Die Studierenden lernen dort Tür an Tür mit Menschen mit Behinderungen.
  • Die Mensa und die Bibliothek sind im Ärztehaus der Neckar-Odenwald-Kliniken untergebracht.
  • Die ersten Anträge für den jetzt eingeweihten Neubau reichte Reinhold Geildörfer 2007 ein. Der Spatenstich war am 26. März 2013. Das Richtfest wurde vor einem Jahr gefeiert. sab
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"Damit ist die Raumnot gelindert", wie Rektorin Professor Gabi Jeck-Schlottmann erklärte, "aber nicht beseitigt". Nach dem "Peak" der doppelten Abiturjahrgänge sei kein Einbruch, sondern eine Konsolidierung auf hohem Niveau gefolgt. Nur eine der beiden Containeranlagen konnte abgebaut werden, eine müsse stehenbleiben, um den starken Zustrom bewältigen zu können - der "Fluch des Erfolgs", wie Landrat Dr. Achim Brötel sagte.

Zu dem "Tag der Freude" begrüßte Ingo-Michael Greiner vom Amt für Vermögen und Bau des Landes unter anderem die Kanzlerin der Dualen Hochschule Baden-Württemberg, Dr. Gisela Meister-Scheufelen und den Vorsitzenden des Hochschulrats, Robert Zimmermann (AZO). Sein Dank galt dem DHBW-Präsidenten und früheren Rektor in Mosbach, Professor Reinhold Geilsdörfer, der die Hochschule zu beeindruckender Größe geführt habe, sowie der Landesregierung, die weiter in das "Flaggschiff DHBW" investiere. Der Neubau sei "die Antwort des Landes auf die Entwicklungshilfe, die Mosbach in Heilbronn geleistet" habe. Und es gebe weitere Zeichen des Ausbaus in Mosbach: Die neue Mensa und Bibliothek sowie die Anmietung weiterer Flächen im Berufsbildungswerk (BBW) der Johannes-Diakonie.

"Richtiger Hochschulstandort"

Sein Fazit: "Mosbach entwickelt sich zu einer richtigen Hochschulstadt". Der Dank galt den Mitstreitern und am Bau Beteiligten. Oberbürgermeister Michael Jann ergänzte, dass man bereits über weitere Flächen im BBW verhandele. "Mit seiner Atmosphäre nimmt einen das Gebäude sofort gefangen", lobte Staatssekretär Peter Hofelich. "Die Arbeit von zwei Jahren hat sich gelohnt". Die neuen, hochmodernen Unterrichts- und Laborräume seien ein wichtiger Baustein für die DHBW, so wie die duale Ausbildung ein Baustein für die Zukunft des Landes sei. Besonders betonte Hofelich, dass das Gebäude als Passivhauspilotprojekt errichtet worden sei.

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Reinhold Geilsdörfer erinnerte an die vielen Hürden, die zu nehmen waren, bevor das "supertolle Gebäude" Formen annahm. Sein Dank galt Brötel und der Landesregierung für die "deutliche Qualitätssteigerung".

Der Landrat bestätigte, dass dicke Bretter zu bohren waren - und, dass "weitere Schritte folgen müssen". "Der Bauherr ist zufrieden, das Gebäude kommt an, der Kostenrahmen wurde eingehalten, was will man mehr?", freute sich Architekt Martin Ritz vom Büro Glück+ Partner.

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Gabi Jeck-Schlottmann bekräftigte zum Schluss ihren Dank für das "inspirierende, klare und kraftvolle Gebäude".