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Mosbacher Sommer

„Jazz im Park“ zum Abschluss

Positives Fazit nach 30 Veranstaltungen mit rund 20 000 Besuchern

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sab
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Gut gefüllt waren die mitwirkenden Lokale bei der „22. KneipenKultTour“. Das Bild entstand bei „Tante Gerda“. © Sabine Braun

Mosbach. Nach 30 Veranstaltungen mit rund 20 000 Besuchern klang der „Mosbacher Sommer“ mit einem Jazzkonzert im Park aus – bei zuletzt kaum 15 Grad in der Elzaue war das auch von den Temperaturen her „gefühlt“ das Ende des Sommers. Die insgesamt besucherstärksten Veranstaltungen der Reihe waren die Open-Air-Filmabende und „Folk am Neckar“, aber auch das Straßentheaterfestival am vergangenen Sonntag und am Freitagabend die traditionsreiche 22. KneipenKultTour.

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Positives Fazit

So zog der neue Kulturamtsleiter Thomas Kazianka vor dem Konzert ein positives Fazit des „Sommers“. Sein Dank galt den treuen Zuschauern, dem guten Team, das er übernommen habe, sowie seiner Amtsvorgängerin Christine Funk. Speziell um den Jazzabend unter dem Motto „Trumpets coming back – with Ella“ hatte sich Elke Wagner gekümmert, wofür Big Band-Leiter Ralph Schweizer später ein großes Dankeschön sagte.

Mit „Harlem Speaks“ von Duke Ellington stiegen Schweizer, von Kazianka als „Big Band-Legende“ bezeichnet, und seine fast 20 Musiker dann ein in den Abend. In mehreren Vorstellungsrunden präsentierte Schweizer den gut 350 Zuhörern die Mitglieder des nach über zehn Jahren neu formierten Ensembles. Alte Bekannte wie Trompeter Peter Frey waren ebenso darunter wie neue Namen, zum Beispiel Saxophonist Paul Stoltze oder Pianist Lars Quincke, beide mit wichtigen Parts an diesem Abend.

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Weiter ging’s unter anderem im Count-Basie-Stil mit „Blues in Hoss’ Flat“. Bald rief Ralph Schweizer den ersten der beiden „Schefflenzer Buam“ auf die Bühne, die aus dem kleinen Dorf heraus, so der Bandleader, eine ganz große Karriere starteten: Trompeter Martin Reuthner ist „Dauergast“ bei den Big Bands von WDR und HR sowie als Jazzpädagoge Leiter diverser Hochschul-Big Bands. Mit ihm kam ein neuer Klang auf die Bühne. Und der zweite der „Schefflenzer Buam“, Ingolf Burkhardt, seit 1990 Mitglied und Solotrompeter der NDR-Big Band, setzte mit seinem druckvollen, dynamischen Spiel noch eins drauf. Bei seinem „Heimspiel“, wie Burkhardt fast gerührt sagte, präsentierte der Trompeter Eigenkomposition wie „Something I said“ und „Desjazzdo“, inspiriert von einer Tante, die mit „des Jazz do“ wenig anfangen konnte.

Den zweiten Part des Konzerts eröffnete dann wieder die Big Band unter Ralph Schweizer, bevor der Auftritt von Ingolf Burkhardts Tochter Ella Burkhardt dem Konzert mit Stimme und Gitarre nochmals einen anderen Touch gab. Zunächst präsentierte sie sich solistisch mit Gitarre und Joni Mitchells „Both sides now“, wechselte dann aber vom Folk- ins Jazzfach mit einer Version von Dave Brubeck „Take Five“. Letzte Höhepunkte und ein toller Abschluss des Abends und des Sommers waren „Hi-Heal Sneakers“, „Brass Machine“ und Ellingtons „Things ain’t what they used to be“. sab

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