Gemeinderat Limbach tagte - Haushaltsplan 2019 vorgestellt / Rekordinvestitionsvolumen in bauliche Maßnahmen „Notwendige Ausgaben aus dem Pflichtbereich“

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jas
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Das größte Projekt im Haushalt 2019 ist der geplante Schulumbau zur Gemeinschaftsschule am Schlossplatz in Limbach. Rund zehn Millionen Euro werden in den nächsten Jahren investiert. © Jana Schnetz

Limbach. Der Haushaltsplan 2019 der Gemeinde Limbach wurde am Montag verabschiedet –die geplanten Ausgaben betragen ein Rekordvolumen von 10,4 Millionen. Das Planwerk erhielt die uneingeschränkte Zustimmung des Gremiums.

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Neben der Vorstellung des Haushaltsplans, stießen die Themen Auftragsvergaben und Baugesuche auf reges Bürgerinteresse. Bürgermeister Thorsten Weber stellte die Gemeinderatssitzung mit seiner Haushaltsrede zum Jahr 2019 unter das Motto „Zukunft sichern“. „Dieser Haushalt wird das größte Investitionsvolumen in meiner ganzen Amtszeit als Bürgermeister haben“, stellte Weber zu Beginn seiner Rede fest. „Dennoch sind es notwendige Ausgaben aus dem Pflichtbereich der Gemeinde und damit alternativlos“, fügt Weber an. Die geplanten Investitionen seien ein Spiegelbild der vielfältigen kommunalen Aufgaben. Insgesamt liege die Gemeinde bei einem geplanten Investitionsvolumen von 10,4 Millionen Euro. Dazu gehöre der Ausbau der Limbacher Gemeinschaftsschule, die in Partnerschaft mit Waldbrunn und Fahrenbach geführt wird. Knapp zehn Millionen Euro werden in den nächsten Jahren in die Schule investiert. 6,3 Millionen Euro davon schlage im diesjährigen Haushalt zu Buche. Die Restfinanzierung erfolgt in den kommenden beiden Jahren. Am 7.März werden die Gewerke Rohbau und Elektro ausgeschrieben und in der nächsten Gemeinderatssitzung besprochen.

Damit führe man die „Hitliste der Pro-Kopf-Verschuldung“ an, so Bürgermeister Thorsten Weber, die voraussichtlich bei 1779 Euro liegen werde. Zur bevorstehenden Verschuldung sagte Weber: „Darauf müssen wir wahrlich nicht stolz sein, aber das niedrige Zinsniveau hilft uns mit Blick auf die Folgelasten“. Hinzu kommen gute wirtschaftliche Rahmenbedingungen und die Senkung der Kreisumlage um zwei Prozentpunkte. Dennoch müsse man sich auf abnehmende Investitionen in den nächsten Jahren gefasst machen und sich Gedanken machen, wie man die Verschuldung zurückführen könne.

Die Gemeinderatsmitglieder stimmten dem Haushaltsplan einstimmig zu, der am 2.Februar vorberaten wurde. Alois Johmann, Valentin Kern, Gerhard Noe, Klaus Brauch-Dylla und Valentin Knapp bekräftigten in ihren Stellungnahmen den Investitionsbedarf in die Baugebiete und Straßen, damit die Region attraktiv bleibt. Valentin Knapp betonte: „Wer nichts bewegt, kommt zum Stillstand“. Noe und Brauch-Dylla verwiesen darauf, die Entwicklung von Betreuungsmöglichkeiten als zukünftig wichtiges Thema in den Blick zu nehmen.

Rechnungsjahr 2017

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Das Gesamtergebnis aus Erträgen und Aufwendungen im Jahr 2017 ergab einen Überschuss von 1,45 Millionen Euro und bildete eine gute Grundlage zum Haushaltsausgleich zukünftiger Jahre. In der Finanzrechnung lag der Kassenbestand der Zahlungsmittel bei 1,14 Millionen Euro. Die Bilanzsumme hat sich um 1,11 Millionen Euro erhöht.

Der Gemeinderat stimmte der Verlängerung zur Schulsozialarbeit an der Gemeinschaftsschule Limbach um weitere fünf Jahre bis 2024 mit dem Caritasverband Mosbach zu. Der Gemeinderat stimmte außerdem der Wahl von Karl Wendel aus Scheringen zum Kommandanten und Josef Bangert aus Limbach zum Stellvertreter zu. Der Bürgermeister richtete seinen Dank an die Ehrenamtlichen der freiwilligen Feuerwehr. Die Firma Kispert Bau erschließt das Baugebiet „Billäcker“ in Limbach zum Angebotspreis von 208 736 Euro. Die Straßenbauarbeiten der „Strümpfelbrunner Straße“ in Wagenschwend übernimmt die Firma Demirbas aus Haßmersheim. Die Kosten werden mit dem Straßenbauamt geteilt, der Anteil der Gemeinde liegt bei 568 363 Euro, die Gesamtkosten betragen 740 393 Euro.

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Für die Neuanlage der Rasen- und Urnengrabfelder am Friedhof Krumbach wurden Landschaftsbauarbeiten an die Firma Helm aus Neckargerach-Lauerskreuz zum Angebot von 42 198 Euro vergeben. Die Anbringung von Wegegeländer durch die Firma Bieler in Krumbach zum Preis von 6046 Euro und Steinmetzarbeiten der Firma Melchior aus Freudental zum Angebotspreis von 7011 Euro. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 55 680 Euro.

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Die Tiefbauarbeiten am Falkenweg/Spechtweg in Laudenberg beginnen im März und werden von Meny Bau in Mosbach zu den Kosten von 1,34 Millionen durchgeführt.

Der Neubau der Feuerwehrgarage und die Teilsanierung der „Alten Schule“ in Krumbach übernimmt Kispert Bau zum Angebotspreis von 128 238 Euro. Alle anstehenden Arbeiten sind durch die Haushaltsmittel 2019 gedeckt.

Baugesuche

Sieben Baugesuche wurden an die Gemeinde gestellt. Die Erweiterung der Parzelle „Mühlwiese 40“ wurde mehrheitlich beschlossen, ebenso wie die Aufstellung einer Chroniktafel an der Muckentaler Straße in Limbach. Der Nutzungsänderung von einer ehemaligen Bäckerei zur Pizzeria am Marktplatz in Limbach wurden ebenso zugestimmt, wie der Verlängerung der Baugenehmigung eines Wohnhauses im Gebiet Ziegelhütte in Heidersbach. Der Gemeinderat stimmte außerdem dem Bauvorhaben in der Parzelle 39 in Krumbach, dem Bauen einer Dachgaube im Drosselweg 13 und einem Garagenneubau in der Hirschbergstraße 50 in Limbach zu.

Aus der nicht-öffentlichen Gemeinderatssitzung vom 2. Februar wurde der Erwerb des landwirtschaftlichen Grundstücks in Gewann Höhenäcker in Krumbach zum Kaufpreis von 18 260 Euro bekanntgegeben. jas