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150 Jahre Sängerbund Limbach - Feier im „Limbacher Hof“ / Redner spenden Lob und würdigen Engagement

MGV hat Weichen für die Zukunft gestellt

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Der Sängerbund 1871 Limbach feierte sein 150-Jahr-Jubiläum mit einem familiären Festakt. © Sängerbund

Limbach. Eigentlich hatte der MGV Sängerbund 1871 Limbach seinen 150. Geburtstag mit einem zweitägigen Fest und vielen Musikfreunden aus nah und fern feiern wollen. Doch Corona hat vieles verändert, so auch das seltene Jubiläum. Die 150 Jahre Männerchor Limbach beging man im Gasthaus „Limbacher Hof“, mit einer familiären, aber durchaus ansprechenden Jubelfeier zu der Vorsitzender Thomas Kuhn neben den Aktiven und deren Partnerinnen auch diverse Ehrengäste, darunter den „Rekorddirigenten“ Harald Stephan – er führte 48 Jahre den Taktstock – begrüßte. Den Auftakt der Feier aber bildeten die Erinnerung und der Dank an all die, die in den letzten 15 Jahrzehnten den Chorgesang in Limbach hochgehalten hatte. In einem Gottesdienst, zelebriert von Pater Liebscher, wurde derer in passender Form gedacht.

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Etwas befremdlich war es ja schon, dass bei einem Sängergeburtstag niemand singen durfte, doch ganz ohne Musik ging es dann doch nicht. Dirigent Elias Müller spielte auf dem Keyboard drei Stücke, unter anderem die „Klänge der Freude“ , die für den Vorsitzenden die passende Überleitung zu den Grußworten der Ehrengäste waren.

Allen voran Limbachs Bürgermeister Thorsten Weber, der sich über die 150 Jahre Freude am Gesang in seinem Dorf ebenso freute, wie über die Verleihung der Conradin-Kreutzer-Tafel, zu der er die Chorverantwortlichen begleitete. „Ein Verein“, so Weber, „kann über lange Zeit nur bestehen, wenn er anpassungsfähig und kreativ bleibt und bei aller Vereinsmüdigkeit auch nicht den Kopf in den Sand steckt“. Der MGV Sängerbund habe viel getan, hat einen Jugendchor ins Leben gerufen, mit der Chorgruppe „feelings“ ein ganz neues musikalisches Feld erschlossen und durch die Kooperation mit dem Trienzer Chor jetzt auch die Weichen für die Zukunft gestellt. „Die Zusammenarbeit von Chor und Gemeinde ist unproblematisch“, so Weber, „und es ist einfach immer passend, wenn der Chor gemeindliche Events mitgestaltet.“ Eine Freude sei es zu sehen, wie viel Freundschaften aus dem Chor entstanden sind und deshalb hoffe er, dass der MGV Sängerbund noch lange besteht.

Viele anerkennende Worte gab es danach von Dr. Björn-Christian Kleih, dem Vertreter des Landkreises. Der 1. Landesbeamte ging auf das geschichtsträchtige Jahr 1871 ein und fand es vorbildlich, dass sich über einen so langen Zeitraum immer wieder Menschen gefunden haben, die fest verwurzelt in ihrer Gemeinde so viel bürgerschaftliches Engagement durch den Chorgesang zeigten. Singen, so Dr. Kleih, sei zeitlos, vielfältig, vielstimmig und letztlich doch harmonisch. Ein Sonderlob aus berufenem Munde gab es für die rührige Vorstandschaft im Jubeljahr.

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Die Grüße vom Badischen und Deutschen Sängerbund nebst den dazugehörigen Urkunden hatte Gisbert Münch im Gepäck. Er sprach von der wertvollen Kulturarbeit, die Generationen von Tenören und Bässen geleistet haben. Durch die Kooperation seien hier vor Ort die Weichen für die Zukunft gestellt. Limbach habe einen einsatzfreudigen Vorstand, einen engagierten Dirigenten und motivierte Sänger, so Münch.

Zu denen gehört Klaus Baier, dem er für 40 Jährige Sängertätigkeit die entsprechende Ehrenurkunde des Badischen Sängerbundes übergab. Für alle Sänger gab es Notenspenden, über die sich nicht nur Dirigent Elias Müller sichtlich freute.

August Hasselbach vom MGV Liederkranz Trienz gratulierte dann den Kollegen aus Limbach, mit denen die Zusammenarbeit von Anfang an gepasst habe. Ärgerlich für beide Seiten war die lange Corona-Pause, doch jetzt sieht man „probetechnisch“ wieder Licht am Ende des (Corona)Tunnels“. Da passt es gut, dass man jetzt das Repertoire durch die Notenspenden zum Jubiläum erweitern kann.

Ehrenvorsitzender Linus Throm, selbst 30 Jahre erster Mann im Männerchor, gratulierte seinen musikalischen Mitstreitern zum Jubiläum. „Ein schöner Ehrungsabend, wenn auch anders als geplant, der den Sängern und der guten Arbeit der Vorstandsmitglieder gerecht wird“, so Throm. Aus seiner 30-jährigen Amtszeit zog er mit „Ich hatte mehr Freude als Ärger“ ein positives Fazit, das sicher auch seinen Nachfolger Thomas Kuhn optimistisch stimmt.

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Der dankte für die Gratulationen zum Jubiläum, das ein „großes Ereignis“ in der Vereinsgeschichte sei. Thomas Kuhn trat dann aber doch noch auf die Euphoriebremse. „Die Kooperation war der Rettungsring, das Rettungsboot haben wir noch nicht ganz erreicht. Die Werbung um neue Sänger ist wichtig, damit Sängerbund (Limbach) und Liederkranz(Trienz) ohne Zukunftsängste das Kulturgut „Chorgesang“ weitertragen können“, so Kuhn.

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