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Krisenkonzept - Limbach und Fahrenbach arbeiten mit der EnBW zusammen

Auf den Ernstfall vorbereitet

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Übergabe der Krisenhandbücher mit von links Jens Wittmann, Jonathan Schmidt (EnBw) und Thorsten Weber. © Uwe Köbler

Fahrenbach. So geht interkommunale Zusammenarbeit: Die beiden Nachbargemeinden Fahrenbach und Limbach haben mit Unterstützung durch die Fachleute der EnBW jeweils ein eigenständiges Handbuch als Nachschlagewerk für Notfall- und Krisensituationen erarbeitet. Das sogenannte „Krisenhandbuch“ wurde in mehreren Workshops mit Mitarbeitern der Verwaltung, des Bauhofes, der Feuerwehr und der DRK-Ortsgruppen unter Federführung der EnBW-Krisenexperten erarbeitet.

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Verschiedene Bedrohungslagen und Szenarien wie Hochwasser, Starkregen, Stürme und Stromausfall wurden diskutiert und individuell passende Strategien zur Abwehr entwickelt. „Die örtlichen Strukturen sind überall unterschiedlich. Wichtig ist, dass jede Kommune individuell betrachtet wird, um in Krisenlagen schnell reagieren zu können und die Kräfte perfekt zu bündeln“, erläutert Kommunalberater Jonathan Schmidt von der EnBW Tochtergesellschaft Netze BW, bei der Übergabe der prall mit Informationen gefüllten Krisenhandbücher an die beiden Bürgermeister.

Die möglichen negativen Folgen klimatischer Veränderungen haben nicht nur Einfluss auf die Natur und Umwelt, sondern auch auf kritische Infrastrukturen in der Kommune. Bei allen unterschiedlichsten Bedrohungsszenarien muss die Gemeinde als erster Ansprechpartner vor Ort handlungsfähig bleiben.

Kommune in der Pflicht

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Die Kommune stehe daher in der Pflicht, ein Krisen- und Notfallmanagement mit Alarm- und Einsatzplänen und Stabsarbeit für ihren Zuständigkeitsbereich zu entwickeln. Bereits 2020 haben die Gemeinden Limbach und Fahrenbach diese Herausforderung erörtert. Gemeinsam ist man zu dem Entschluss gekommen, für diese komplexe Aufgabe die Fachleute der EnBW als Unterstützung mit ins Boot zu holen. So haben die Teams der beiden Kommunen in drei intensiven Workshops zum Beispiel Kriseneinsatzpläne erstellt, das Starkregenrisiko der Schutzziele analysiert, die Krisenkommunikationsstrategie festgelegt und Alarmierungspläne erstellt.

Aber auch die Notstromversorgung von wichtigen Schutzzielen der Gemeinde wurde erörtert, genauso wie die Bevölkerungswarnung. „Wir hoffen natürlich, dass unsere Kommune von den beschriebenen Ereignissen verschont bleibt. Trotzdem ist eine gute Vorbereitung unumgänglich“ erklärt Bürgermeister Jens Wittmann. „Im Krisenfall müssen wir schnell und professionell handeln. Dazu sind wir verpflichtet und das erwarten unsere Bürgerinnen auch von uns“ ergänzt Bürgermeister Weber.

Wie schnell ein angedachtes Szenario Realität werden kann, mussten die Bürger von Limbach und einigen Ortsteilen kürzlich leidvoll erfahren. Über zwölf Stunden war man da teilweise ohne Strom. „Auch mit Blick auf dieses Ereignis bin ich froh, so Bürgermeister Thorsten Weber, dass wir mit diesem Handbuch nun ein gutes, auf die Gegebenheiten unserer Gemeinde abgestimmtes Arbeitsmittel an der Hand haben, um für Krisenfälle gerüstet zu sein.“

Die Handbücher, welche im Krisenfall als wichtiges Tool zur Bewältigung der Situation dienen aber auch für neue Mitarbeiter zurate gezogen werden können, müssen natürlich auch mit „Leben erfüllt und immer auf dem neusten Stand gehalten werden. Nur dann kann im Notfall schnell und professionell daran gegangen werden, den Krisenstab einzuberufen und die Pläne für effektive Hilfe in die Tat umzusetzen.

Wie das theoretisch erarbeitete Szenario sich in der Realität bewährt, soll sich bei einer großen eventuell gemeinsamen Übung im kommenden Frühjahr zeigen.

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