Auftaktsitzung des Gemeinderats - Viele Projekte in diesen Jahr auf der Agenda / Kindertageseinrichtungen bleiben in katholischer Trägerschaft Auch 2021 wird es in Limbach nicht langweilig

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Im Vorfeld zur ersten Sitzung im neuen Jahr machte sich der Limbacher Gemeinderat vor Ort ein Bild über die Beleuchtungsalternativen. © Gemeinde Limbach

Limbach. Im Vorfeld zur eigentlichen Sitzung machte sich der Limbacher Gemeinderat ein Bild über Beleuchtungsalternativen für die Umstellung der Straßenbeleuchtung in allen sieben Ortsteilen auf LED-Technik. Testgelände war der fünfte Bauabschnitt des Limbacher Baugebiets „Billäcker“, wo Bürgermeister Thorsten Weber und Bauamtsleiter Georg Farrenkopf die einzelnen Lampentypen vorstellten. Mit Blick auf die teils recht unterschiedlichen Abstände der Straßenlampen in den Ortsteilen hat man sich für ein Kompromiss zwischen Ausleuchtung und Insektenfreundlichkeit entschieden. Etwa 500 von 700 Straßenlampen müssen noch auf die neue Technik umgestellt werden.

Bautätigkeit auf hohem Niveau

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Die sich anschließende Gemeinderatssitzung startete mit einem Rückblick auf das Jahr 2020. Erfreulich war, so Weber, dass die Zahl der Einwohner seit vielen Jahren erstmals wieder die Marke von 4500 Einwohner überschritten hatte. Die Bautätigkeit lag mit 39 Baugesuchen genauso auf dem hohen Niveau des Vorjahres, wie der gemeindliche Bauplatzverkauf mit zwölf verkauften Plätzen.

Trotz der Corona-Pandemie gab es viele positive Nachrichten in der Gemeinde: Die Bewilligung eines Sanierungsgebietes für den Limbacher Ortskern, der Startschuss für die Kurzzeitpflegeeinrichtung der Caritas in Heidersbach, die Spatenstiche für weitere Bauabschnitte in den Baugebieten, der Beginn des energetischen Quartierskonzeptes, die Sonderförderung der Sanierung der Limbacher Sporthalle oder die Auswahl der Limbacher Ortsmitte als eines von 20 landesweiten Modellprojekten waren Beispiele für solche guten Nachrichten. Hinzu kam kurz vor Weihnachten die langersehnte Bewilligung von Fördermitteln für das rund 10,4 Millionen Euro umfassende Großprojekt der Gemeinde Limbach, den Um- und Erweiterungsbau der Schule am Schlossplatz, der nun im Jahr 2021 in die Fertigstellung gehen wird.

Herausragende Ereignisse waren für Weber auch das erste Autokino im Landkreis mitten im ersten Lockdown und die vielen ehrenamtlichen Hilfsangebote in den beiden Lockdown-Phasen. Bei seinem Ausblick auf das laufende Jahr wurde deutlich, dass die vielen weiteren Projekte keine Langeweile aufkommen lassen.

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Zügig wurden die weiteren Tagesordnungspunkte beraten und beschlossen. Zunächst ging es um das Ansinnen des katholischen Trägers der drei Kindertageseinrichtungen mit Blick auf eine Erhöhung der Kostenbeteiligung der Gemeinde.

Der Bürgermeister verwies bei den vorgeschlagenen Erhöhungen auf eine 17-jährige Konstanz und eine sich schon allein aus der gesetzlich festgelegten Leitungsfreistellung heraus ergebende Handlungsnotwendigkeit.

Übernahme keine Option

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Für ihn war und ist, trotz der stufenweisen Steigerung der gemeindlichen Beteiligung auf 90 Prozent des Betriebskostendefizits ab dem Jahre 2023, die Übernahme der Einrichtungen in gemeindliche Trägerschaft keine Option. Auch wenn, wie aus dem Gremium angemerkt, die Gemeinde Limbach trotz der überwiegenden Kostentragung nicht viel Einfluss auf die Aufgabenerledigung hat.

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Einstimmig und als klares Zeichen nach außen verabschiedete das Gremium im nächsten Tagesordnungspunkt, die Förderrichtlinien für das Limbacher Sanierungsgebiet „Ortsmitte“. Der Förderschwerpunkt soll auf umfassenden Modernisierungen liegen.

Die Vergabe des letzten größeren Gewerks „Lehr- und Mensaküchen“ für den Um- und Erweiterungsbau der Schule am Schlossplatz brachte nochmals ein erfreuliches Ergebnis. Beide Lose gingen per einstimmigen Beschluss an die Firma Müller-Gastro Technik aus Hirschhorn.

Einig war man sich im Rat auch bei der Vergabe der Ingenieurleistungen für die Erneuerung der Straßenbeleuchtung auf die LED-Technik. Hierfür erhielt die Firma Wenntec GmbH aus Fahrenbach den Zuschlag.

Der Bürgermeister bedankte sich anschließend bei vier Spendern für ihre Spenden, dem sich der Gemeinderat mit der erforderlichen Spendenannahme einvernehmlich anschloss.

Bauamtsleiter Georg Farrenkopf stellte dem Gemeinderat abschließend drei Baugesuche vor, die ebenfalls die Zustimmung des Gremiums fanden.