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Gesundheit - Immer mehr Menschen gehen wegen Beschwerden zum Arzt, die häufiges Arbeiten am Computer mit sich bringt

Zahl der Patienten mit Mausarm im Kreis gestiegen

Von 
aok
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Die Zahl der Menschen, die unter einem Tennis- oder Mausarm leiden, nimmt im Main-Tauber-Kreis zu. © Jochen Tack

Main-Tauber-Kreis. Wer viel am Computer arbeitet, kennt häufig den Strahlungsschmerz im Ellenbogen, der auf Überlastung zurückzuführen ist und als Tennis- oder Mausarm bezeichnet wird. Im Jahr 2019 waren in Baden-Württemberg 118 952 AOK-Versicherte in Behandlung, davon 2049 aus dem Main-Tauber-Kreis, heißt es in einer Pressemitteilung. „Ausgelöst werden diese Beschwerden durch häufig wiederholte Bewegungen der Hand, die einseitig oder stark belasten. Dies kommt häufig beim Sport, bei Handwerks- oder Computerarbeiten vor“, so AOK-Ärztin Dr. Gudula Kirtschig. Die Schmerzen seien insbesondere an der Außenseite des Ellenbogens zu spüren, wo die Sehnen ansetzen, mit denen das Handgelenk gestreckt wird. Sie können bis in den Unter- und Oberarm ausstrahlen. Teilweise treten Verhärtungen oder Schwel-lungen auf.

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Die Zahl der Patienten, die wegen eines Tennisarms den Arzt aufsuchen, steigt. In Baden-Württemberg wurden 2015 noch 109 988 AOK-Versicherte mit dieser Diagnose behandelt, 2019 waren es rund 9000 mehr. Eine ähnliche Erhöhung ist im Main-Tauber-Kreis zu verzeichnen: von 1844 auf 2049.

Dr. Gudula Kirtschig: „Ziel der Behandlung ist es, dass Betroffene ihren Arm wieder schmerzfrei belasten und bewegen können. Allerdings erfordert die Heilung vor allem Geduld. Die Patienten sollen belastende Bewegungen vermeiden, um die betroffenen Sehnen zu schonen.“ Spezielle Übungen zur Stärkung der Streckmuskeln und dem Dehnen der Sehnen helfen, wenn sie über einen Zeitraum von mehreren Monaten ausgeführt werden.

In gravierenden Fällen müssen Druckbandagen verwendet werden und kurzfristig können auch entzündungshemmende Schmerzmittel zum Einsatz kommen. Bei Behandlungsmethoden wie Stoßwellen-, Laser- oder Elektrotherapie sowie bei Injektionen mit Botox, sei kein medizinischer Nutzen nachgewiesen worden. aok

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