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Leserbrief - Zu „Klares Zeichen gegen Rechtsextremismus“ (FN 6. September) „Worte leichtfertig in den Raum geworfen“

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Die Berichterstattung ist von AfD-Wahlveranstaltungen in Wertheim bekannt: Hier die Guten, dort die Bösen. Die zitierten Aussagen der Gegendemonstranten sowie der Kommentar und der weitere Bericht von Michael Weber-Schwarz werfen bei mir allerdings Fragen auf. Es werden Begriffe und Worte leichtfertig und inflationär in den Raum geworfen, die man vielleicht mit etwas mehr Sorgfalt und Nachdenken verwenden sollte.

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Toleranz: Die AfD ist durch legitime Wahlen im Bundestag und in allen Landesparlamenten vertreten. Vom Verfassungsschutz werden Strömungen der Partei überwacht, aber Stand heute ist die Partei nicht verboten. Da sollten jene, die lauthals Toleranz einfordern, mit gutem Beispiel vorangehen und auch eine solche Partei ertragen und erdulden (lat. tolerare).

Demokratie: Das Wahlvolk bestätigt in regelmäßigen Wahlen eine Regierung im Amt oder wählt sie ab. Hinter allen AfD-Abgeordneten stehen entsprechend viele Wählerstimmen, die zu einem Mandat geführt haben. Auch die AfD-Anteile in den Parlamenten bilden den Willen des Volkes ab. Wer lauthals Demokratie fordert, sollte sich erst einmal mit deren Grundprinzipien beschäftigen.

Nazi: Wer sich heute erlaubt, eine gewisse Mainstream-Meinung nicht zu vertreten oder Kritik in Sachen Klimarettung, Asylpolitik oder Gender-Gerechtigkeit zu üben, wird per politisch-korrekter Sprache zum Nazi degradiert. Ich zweifle mittlerweile ernsthaft daran, ob Menschen mit diesem Vokabular überhaupt noch ein Empfinden für die historische Bedeutung des Begriffs haben!

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