Aufbereitungsanlage - Erster „Bauzaun-Spaziergang“ der Bürgerinitiative am Montag erfährt in Gerlachsheim eine gute Resonanz „Weiteres Aufbäumen“ angekündigt

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Klaus T. Mende
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Über 80 Mitstreiter beteiligten sich am Montag am ersten „Bauzaun-Spaziergang“ der Bürgerinitiative gegen die geplante Aufbereitungsanlage. © Klaus T. Mende

Gerlachsheim. Der Spatenstich für die Aufbereitungsanlage scheint anzustehen – für die Bürgerinitiative kein Grund, den Protest einzustellen. Über 80 Mitstreiter trafen sich zum ersten „Bauzaun-Spaziergang“.

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Im Gegensatz zu manch anderen Kundgebungen machten die Gerlachsheimer am späten Montagnachmittag friedlich und unter Einhaltung sämtlicher Corona-Bestimmungen, aber lautstark ihrem Unmut Luft, dass Konrad Bau die Anlage am geplanten Standort im Gewerbegebiet „Pfützenäcker“ realisieren will.

Deutliches Zeichen

Gleich zweimal umrundeten die Protestler das Firmenareal und bekundeten ihr Nein zur Projektumsetzung. Drei Mitarbeiter des Lauda-Königshöfer Ordnungsamtes sowie Beamte des dortigen Polizeipostens hatten keinerlei Anlass, in irgendeiner Form einzugreifen.

Gemeinsam stark

Josef Seubert, Mitglied der Bürgerinitiative, freute sich zu Beginn, dass trotz Corona so viele gekommen waren. „Nur gemeinsam sind wir stark und nur gemeinsam wird unser Anliegen effektiv und erfolgreich sein“, sagte er unter dem Applaus seiner Mitstreiter.

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Seubert monierte, dass der Bauzaun aufgestellt worden sei – trotz der Gesprächsinitiative von Lauda-Königshofens Bürgermeister Dr. Lukas Braun und der intensivierten Arbeit an der Erschließung eines alternativen Geländes. Die Ankündigung von Eberhard Köhler, Geschäftsführer der Gerlachsheimer Firma Konrad Bau, die Kapazität vorerst zu begrenzen und unter Umständen mit einem Teil oder gar mit der gesamten Anlage später umzuziehen, „ist uns in seinem Ausgang zu ungewiss und zu vage“.

„Es wäre ein echtes Zeichen des Entgegenkommens und der Vertrauensbildung gewesen, wenigstens noch mit dem Bau abzuwarten, bis unsere Petition durch den baden-württembergischen Landtag ist und das Regierungspräsidium Stuttgart hinsichtlich unserer Widersprüche entschieden hat“, führte Josef Seubert weiter aus.

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Und vielleicht werde auch Konkretes zu einem alternativen Standort gesagt.

Enttäuscht und frustriert

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Man sei enttäuscht und frustriert, dass „wir in unserem fünfjährigen Kampf von Behörden und Gerichten keine wirkliche Hilfe erfahren haben“, um die Folgen des Betriebs einer Anlage an diesem Standort zu verhindern.

„Mit eurer Anwesenheit und eurem Einsatz zeigt ihr: Zusammen mit dem Gemeinderat sind wir immer noch und weiter überzeugt, dass dieser Ort für die geplante Anlage ungeeignet und politisch nicht vermittelbar ist“. Es lohne sich, dass „wir uns weiter dagegen aufbäumen“.

Redaktion Mitglied der Main-Tauber-Kreis-Redaktion mit Schwerpunkt Igersheim und Assamstadt