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Hilfe für Kinder in Not - Gesprächskonzert mit Suzana Lipovac und Asli Kilic am 9. Oktober

Viel in Afghanistan bewegt

Von 
ky
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Lauda. Romantische Klaviermusik und ein Bericht aus einem geschundenen Land an einem Abend – geht das zusammen? Der Verein „Hilfe für Kinder in Not“ Lauda wagt diese Verbindung und hat am Samstag, 9. Oktober, die Pianistin Asli Kilic aus Mannheim und die Leiterin der humanitären Hilfsorganisation Kinderberg International aus Stuttgart, Suzana Lipovac, zu einem Benefizkonzert im Rathaussaal Lauda eingeladen.

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Kinderberg International war fast 20 Jahre lang in Afghanistan mit dem Ziel, Gemeinwesen orientierte Projekte zum Aufbau der Zivilgesellschaft mit der Unterstützung der afghanischen Bevölkerung einzurichten. Dazu gehörten vor allem die Entwicklung des Gesundheitswesens in entlegenen ländlichen Gebieten, die Aus- und Weiterbildung medizinischer Kräfte wie Ärzte, Hebammen und Krankenschwestern, die Einrichtung von Ambulanzen, stationären Patientenhäusern und schließlich von Schulräumen in Containern für Mädchen und Frauen. Mit mehr als 164 lokalen Mitarbeitern war Kinderberg International in den Provinzen Kabul, Kunduz, Logar, Takhar und Bandakhshan tätig und versorgte dort rund 1350 Patienten pro Tag.

Suzana Lipovac startete schließlich durch eine enge Zusammenarbeit mit der Bundeswehr und dem Auswärtigen Amt das erste zivil-militärische Projekt der Bundesrepublik, ohne das auf Dauer ihre Arbeit in dem Land, ständig bedroht durch Anschläge und Gewalt der Taliban, nicht möglich gewesen wäre.

„Leitmotive unserer Arbeit waren das Wissen und der Respekt um Kultur, Religion, Traditionen und Gebräuche des afghanischen Volkes und die Ehrfurcht und der Respekt vor den Dorfältesten, die uns vor Gefahren gewarnt, vor Übergriffen geschützt und in langwierigen Verhandlungen zugestimmt haben, Mädchen und ihre Mütter zu unterrichten und weiterzubilden,“ sagt Suzana Lipovac. Lange Zeit hatte sie die Hoffnung, „die richtigen Zeichen gesetzt und einen Beitrag für eine friedlichere Zukunft Afghanistans geleistet“ zu haben. Heute ist sie überzeugt davon, dass sie in den Köpfen der Menschen etwas bewegt haben, das nicht verloren geht. Sie wird mit ihrem reichen Wissen über das Land und seine Menschen aus dem Herzen Afghanistans berichten.

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Die Mannheimer Pianistin, die mit ihren Schumann-Interpretationen vor zwei Jahren in Lauda begeisterte, ist mit ihrer vielseitigen und sensiblen Kunst am Klavier in zahlreichen Konzerten und mit namhaften Orchestern unterwegs, lehrt am Nationaltheater Mannheim und in verschiedenen Musikschulen und hat mehrere CD-Aufnahmen produziert, zuletzt mit der Musik von Leos Janacek und Alexander Skrjabin, die sie auch in Lauda im Programm hat. In dem Gesprächskonzert am 9. Oktober, das sie selbst moderiert, spielt Asli Kilic Stücke von Skrjabin, mit denen er, der Chopin-Nachfolger, den Übergang von der Romantik zur Neuen Musik des 20. Jahrhunderts markierte. Von Frederic Chopin erklingen Nocturnes op.62 und Barcarole op.69, in denen die ungemein feine, glitzernde und leidenschaftliche Musik eines Komponisten spürbar wird, der sich und seine Musik früh vollendete wie Mozart und Schubert auch. „Von der Straße“ heißt eine Sonate von Leos Janácek, von der Asli Kilic zwei Sätze spielt. Janácek gehört mit Smetana und Dvorak zu den Vertretern der tschechischen Musik, die ihre Liebe zur Heimat und zur Volksmusik in ihren Werken deutlich machten. Maurice Ravel,vor allem bekannt durch seinen „Bolero“, ist mit dem Klavierstück „Jeux d’eau“ vertreten. Die Besucher erwartet ein genussreicher Abend. ky

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