Wahltableau „Turbulenzen“ wegen Briefwählern

Von 
dib
Lesedauer: 

Lauda-Königshofen. Der Urnengang um das Amt des Bürgermeisters wird vielen lange im Gedächtnis bleiben. Nach dem vorläufigen Endergebnis holte Dr. Lukas Braun mit 50,1 Prozent der gültigen Stimmen den Sieg vor Georg Wyrwoll mit 49,3 Prozent.

AdUnit urban-intext1

Durch die Corona-Pandemie folgten viele Bürger dem Aufruf der Stadtverwaltung, ihre Stimme per Briefwahl abzugeben. Insgesamt wurde 4824 Mal von der Briefwahl Gebrauch gemacht. Diese Stimmen wurden jedoch bei der Auszählung den entsprechenden Stadtteilen zugerechnet. Und dieser Umstand sorgte daher in unserer Montagsausgabe für einige „Turbulenzen“ auf dem Wahltableau der FN, weswegen wir es heute korrigiert noch einmal veröffentlichen.

Wie Juliane Noe von der Stadtverwaltung erklärte, hatte man zwölf Wahlbezirken eigene Briefwahlbezirke zugeordnet – was auch bei den Organisatoren für erheblichen Mehraufwand sorgte. Hatte ein Wahlbezirk dabei die Grenze von 50 Urnen- oder Briefwählern nicht erreicht, so wurden Urnenwahl und Briefwahl vermengt und gemeinsam ausgezählt. Nahmen mehr als 50 Bürger ihr Wahlrecht wahr, wurde getrennt ausgezählt. Das Ziel dieser Maßnahme sei gewesen, das Wahlgeheimnis zu wahren und somit eine rechtssichere Wahl durchzuführen.

Deswegen wurde die Ausweisung der reinen Briefwähler in der Tabelle erschwert. „Die sehr aufwendige und zeitintensive Prozedur der Bürgermeisterwahl hat die Verwaltung massiv gefordert“, teilte Juliane Noe mit. Im Vorfeld der Wahl hatte sie mit der Rechtsaufsicht im Landratsamt und mit dem Gemeindetag engen Kontakt. Man hatte die Kommunalwahlordnung § 42 herangezogen, die einen solchen Umstand der Stimmenvermengung zur Wahrung des Wahlgeheimnisses vorsieht. dib

Mehr zum Thema

Bürgermeisterwahl Hoffnung auf kommunalen Frieden

Veröffentlicht
Von
Thomas Schreiner
Mehr erfahren