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Bürgermeister-Nationalteam - Generationswechsel steht an

Truppe in die Jahre gekommen

Von 
Klaus T. Mende
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Edelfingen/Unterbalbach. „Wir freuen uns sehr auf das Trainingslager im Taubertal. Damit startet für unser Team die Vorbereitung auf die Europameisterschaft im kommenden Jahr im slowakischen Trnava.“ Detlef Wellbrock, Teamchef der deutschen Bürgermeister-Nationalmannschaft, sieht das Kontinental-Championat 2022 als gute Möglichkeit, sportlich für Furore zu sorgen. „Wenn wir dort hinfahren, wollen wir auch weit kommen“ – in jedem Fall viel besser abschneiden als die DFB-Equipe bei der EM vor wenigen Monaten . . .

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Wendepunkt für die Truppe

Die Zusammenkunft von rund 30 kickenden Rathauschefs im Edelfinger Hof für vier Tage stelle ein Wendepunkt für die Mannschaft dar. Einige etablierte Stadtoberhäupter der ersten Stunde – die Truppe gibt es seit 2008 – seien mittlerweile nämlich etwas in die Jahre gekommen. Deswegen werde ein Generationswechsel eingeleitet. Ein knappes Dutzend Ball spielende Kommunalpolitiker habe deswegen erstmals eine Nominierung erhalten – darunter der Wertheimer OB Markus Herrera Torrez.

Dem ehrgeizigen Schultes aus der Main-Tauber-Stadt werden im Übrigen sehr gute Chancen eingeräumt, im EM-Kader dabei zu sein. Seine „eingereichten Vorleistungen“, so Wellenbrock, als Bürgermeister aus dem niedersächsischen Loxstedt (Landkreis Cuxhaven) einziges Nordlicht im Team, ließen diesen Schluss zu. Allerdings müsse er sich im Kreise der Kollegen in Edelfingen beweisen, um sich für sportlich höhere Aufgaben zu empfehlen, meint er mit einem Augenzwinkern.

Interessantes Duell

Dies kann er am Samstag, 2. Oktober, um 16 Uhr auf dem Sportgelände der DJK Unterbalbach bereits tun, wenn sich das Nationalteam der bundesdeutschen Gemeindeoberhäupter mit dem Jako-Dream-Team duelliert. Dies darf sich auf einige Gegenwehr einstellen, denn immerhin war die Schultes-Truppe bereits kurz nach ihrer Gründung Weltmeister und landete auch bei weiteren Welt- und Europatitelkämpfen im Vorderfeld. Dass man diesem Anspruch auch weiterhin gewachsen ist, will die Truppe den hoffentlich zahlreichen Zuschauern zeigen. Der Erlös aus diesem Vergleich ist übrigens für den guten Zweck – er geht je zur Hälfte an die Lauda-Königshöfer Tafel sowie an die Fußballabteilung der DJK Unterbalbach.

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Die Nationalmannschaft der Bürgermeister bestreite pro Jahr vier bis fünf Auftritt, so Detlef Wellbrock. In aller Regel seien sie immer für einen guten Zweck. „Wir sind auf der ganzen Welt unterwegs. Neben der regelmäßigen Teilnahme an Welt- und Europameisterschaften waren wir unter anderem schon in China, Armenien oder China aktiv“, erklärt der Teamchef im Gespräch mit unserer Zeitung. „Wir sind deshalb auch Botschafter für unser Land rund um den gesamten Globus.“ Denn es sei schon etwas Außergewöhnliches, wenn sich die Rathaushauschefs von Städten und Gemeinden zusammenfänden, um den Bürostuhl mit Trikots und Kickschuhen zu tauschen. Wellbrock ergänzt in diesem Zusammenhang: „Wir sind zwar für Deutschland unterwegs, doch wir tragen all unsere Kosten aus eigener Tasche.“

Den Umstand, dass ein Großteil des Nationalteams sich auf Gemeindeoberhäuptern aus dem Ländle rekrutiert, liege darin begründet, dass es hier noch sehr viel mehr kleinere selbständige Kommunen gebe. Dies spiegle sich auch in der Kaderzusammensetzung wider. Dies sei allerdings zweitrangig, gemeinsam strebe man nach dem größtmöglichen sportlichen Erfolg. Schon bei der EM 2022?

Redaktion Mitglied der Main-Tauber-Kreis-Redaktion mit Schwerpunkt Igersheim und Assamstadt

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