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Doppel-Bahnübergang

Tempo bei Beseitigung angemahnt

Verkehrsministerium beantwortet ein Schreiben von MdL Dr. Wolfgang Reinhart

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pm
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Stuttgart/Königshofen. Die Planungen für den Umbau und der Beseitigung des Doppel-Bahnübergangs in Königshofen werden weiter fortgesetzt. Dies hat das Verkehrsministerium Baden-Württemberg in einem Antwortschreiben an MdL Dr. Wolfgang Reinhart auf dessen entsprechende schriftliche Anfrage bekräftigt.

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Der Doppelbahnübergang an der B 292 in Königshofen weise hohe Zugfrequenzen sowohl der Franken- als auch der Taubertalbahn auf, so dass es hierdurch an Werktagen zu insgesamt rund 140 Schließungen der Bahnschranken und zu Schließzeiten bis zu acht Minuten Länge komme, attestierte das Ministerium im Auftrag von Landesverkehrsminister Winfried Hermann.

„Besonders während Haupt- und Stoßverkehrszeiten kann dies auf der B 292 zu weiten Rückstaus führen. Ebenso können die langen Schließzeiten der Bahnschranken an dem Doppelübergang und die dadurch bedingten Verkehrsstaus eine erhebliche Verzögerung bei Rettungseinsätzen etwa in Richtung der Stadtteile Beckstein oder Sachsenflur zu Folge haben“, berichtet Wolfgang Reinhart gleichsam aufgrund eigener Erfahrungen und Beobachtungen.

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„Die Beseitigung der höhengleichen Bahnübergänge in Königshofen ist sowohl für das Land als auch für alle Beteiligten oder Betroffenen ein äußerst wichtiges Anliegen sowie notwendiges Anliegen“, unterstreicht der Landtagsvizepräsident appellierend.

„Im Rahmen einer Machbarkeitsstudie wurden schon mögliche Alternativen und Varianten zur Querung der B 292 und der Bahnstrecke in Königshofen durch eine Eisenbahn- oder Straßenüberführung untersucht“, teilte Wolfgang Reinhart ebenfalls zusätzlich bestätigt auf Basis des Antwortschreibens des Verkehrsministeriums mit. Mit in Betracht gezogen werde auch eine Ortsumfahrung in Königshofen auf der B 290. Derzeit erfolge eine Plausibilisierung der verschiedenen Alternativen mit den zuständigen oder betroffenen Gebietskörperschaften.

Eine vertiefte Prüfung der Varianten werde das Regierungspräsidium Stuttgart im Zusammenhang mit den Vorplanungen durchführen. Hierfür seien neben einer ersten technischen Ausarbeitung unter anderem Untersuchungen der Eingriffe in die Flora und Fauna sowie in das Wasserschutzgebiet erforderlich.

Mit Ergebnissen könne laut Ministerium im Frühjahr 2023 gerechnet werden.

Der weitere planerische Vorgang stehe dabei in einem gewissen Zusammenhang von der Planung anderer priorisierter Vorhaben – zum Beispiel sowohl vordringlichen Projekten des Bedarfsplans für Bundesfernstraßen als auch begrenzter Planungskapazitäten seitens der zuständigen Verwaltungen und Planungsbüros, heißt es in dem Antwortschreiben des Verkehrsministeriums an Wolfgang Reinhart weiter. „Aufgrund des frühen Planungsstadiums ist ein realistischer Zeitplan für die weiteren Planungsschritte noch nicht möglich, obgleich das Land bestrebt ist, das Vorhaben in Königshofen mit Nachdruck voranzubringen.“

Unterdessen gibt sich Wolfgang Reinhart mit den Antworten, Auskünften und Ankündigen des Landesverkehrsministeriums nicht zufrieden, Vielmehr kritisiert er den erst voraussichtlich 2025 erfolgenden Start konkreter Planungen für diese dringende Maßnahme und fordert dem entsprechend seinerseits nachdrücklich bereits früher damit zu beginnen sowie dieses Projekt zu realisieren.

„Es ist einerseits erfreulich, dass die Planungen, Untersuchungen und Prüfungen des Landes oder der Bezirksregierung erste Wirkungen zeigen sowie fortgesetzt werden. Allerdings ist Handlungs- und Realisierungsbedarf dieser Maßnahme zur Beseitigung dieses Doppelbahnübergang in Königshofen aufgrund der bisherigen immer wieder unzumutbaren Verkehrsbeeinträchtigungen absolut dringend angesagt und notwendig“, resümiert der Landtagsvizepräsident. Deshalb werde er sich verstärkt für eine frühzeitigere Umsetzung einsetzen, kündigte er an. pm

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