Bürgerinitiative - Stellungnahme und Appell an den Gemeinderat Suche nach Alternativstandort unterstützen

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dib
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Lauda-Königshofen. Die Bürgerinitiative Gerlachsheim gegen die von Konrad Bau geplante Aufbereitungsanlage nutzte die Sitzung des Gemeinderats zu einer Stellungnahme. Kritisiert wurde, dass die Gerichte rein formaljuristisch entschieden hätten – „ohne konkreten Bezug zu den Menschen und ihrem Ort“. Alle, die die Lage vor Ort kannten, fänden es „absurd und unsinnig, dieses Projekt wie geplant und genehmigt umzusetzen“.

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Die BI sehe nur einen Ausweg aus dem Dilemma. Wie schon der Runde Tisch vorgeschlagen habe, müsse ein alternativer Standort gefunden werden. „Hierzu hat sich Konrad Bau prinzipiell auch bereit erklärt.“ Deshalb freute sich der Vertreter der BI über die neue Gesprächsinitiative, an der sich die BI „konstruktiv und hoffnungsvoll“ beteiligen will. Und er bat alle Verantwortlichen, sich bei der Suche nach einem geeigneten Standort einzubringen. Für die Aufbereitungsanlage sei nicht eine einzelne Gemeinde zuständig, sondern der gesamte Kreis.

Die BI appellierte an die CDU, die „Position des Heraushaltens und Abwartens aufzugeben.“ Abschließend betonte der BI-Vertreter: „Wir brauchen eine Lösung, mit der die Firma Konrad Bau und die Gerlachsheimer Bevölkerung leben können. Helfen Sie mit, die Lage zu entschärfen.“

Bürgermeister Lukas Braun unterstrich, dass man sich zeitnah um ein Gespräch bemühe. Die Prüfung von Alternativstandorten laufe. Dabei gebe es welche, die „wahrscheinlich“ sind. Dies müsse man zügig und klar fortsetzen, war der Standpunkt des neuen Verwaltungschefs.

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An dem geplanten Treffen mit BI, Verwaltung und Konrad Bau wollen auch die beiden Gerlachsheimer Vertreter im Gemeinderat, Dominik Martin und Norbert Groß, gerne teilnehmen, wie sie am Montag betonten.

Zudem sprachen sich die beiden in einem Antrag an die Stadtverwaltung für ein Verkehrs- und Parkkonzept im Ortskern von Gerlachsheim aus.

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Die Neugestaltung des Klostervorplatzes nahm Martin zum Anlass, einen neuerlichen Vorstoß für eine Tempo-30-Zone in dieser „S-Kurve“ zu wagen. Zudem schlug er einen Zebrastreifen in dem Bereich vor. Und die beiden Stadträte wünschen sich ein Parkkonzept, da gerade in der Brückenstraße abgestellte Wagen häufig zu Problemen führten, wie sie sagten. dib