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Bildung - Bisheriger Leiter der Schule für Musik und Tanz im Mittleren Taubertal in Lauda gibt Verwaltungsaufgaben ab

Stefanie Helmer übernimmt die Schulleitung

Von 
Peter D. Wagner
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Der bisherige Leiter der Schule für Musik und Tanz im Mittleren Taubertal (Mitte), seine Nachfolgerin Stefanie Helmer sowie der Musikschulvorsitzende, Lauda-Königshofens Bürgermeister Dr. Lukas Braun. © Peter D. Wagner

Lauda-Königshofen. Einen Wechsel an der Spitze gibt es gegen Ende des laufenden Schuljahres bei der Schule für Musik und Tanz im Mittlern Taubertal in Lauda. Nachfolgerin des bisherigen Musikschulleiters Edgar Tempel wird die dort bereits als Musiklehrerin tätige Stefanie Helmer.

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„Im ersten Moment war es für uns im Vorstand ein kleiner Schock, als Edgar Tempel verkündete, dass er sich nach vielen Jahren Musikschulleitung beruflich etwas zurücknehmen und diese Funktion abgeben möchte“, räumte der Vorstandssitzende der Schule für Musik und Tanz im Mittleren Taubertal, Bürgermeister Dr. Lukas Braun, unumwunden ein.

Geordnete Übergabe

Braun lobte jedoch, dass sich Tempel so frühzeitig und bewusst um eine geordnete Übergabe der Leitung gekümmert habe. Damit sei ein Stück Neuorientierung der Musikschule eingeleitet worden. Schließlich sei der klassische Einzelunterricht etwas rückläufig. In der Zukunft setze man verstärkt auf Schulkooperation, ergänzte Braun. Diese Neuorientierung erfordere viel Energie. „Als Edgar Tempel sagte, dass er dafür einer jüngeren Kraft Raum geben wolle, wurde es im Vorstand wohlwollend und dankbar aufgenommen“, erklärte der Vorsitzende.

„Ich bin froh, dass sehr harmonische Verhältnisse an der Musikschule herrschen und es nichts gibt, was mich aus dem Leitungsamt treibt“, ließ Tempel wissen. Sowohl die Zusammenarbeit mit dem Vorstand sei vorbildlich als auch die Atmosphäre im Kollegium und mit den Eltern. „Insofern ist es ein sehr gut bestelltes Haus, das ich gerne übergeben kann und in dem ich ebenso gerne auch noch fünf Jahre zuhause bin“, zeigte sich Tempel überzeugt. Damit verbunden kündigte er seine Absicht an, die nächsten fünf Jahre bis zum Eintritt in das reguläre Pensionsalter und damit in den beruflichen Ruhestand weiterhin an der Musikschule in Lauda als Lehrer aktiv sein zu wollen.

Rund die Hälfte von Tempels Arbeitszeit widmete er als Musikschulleiter zum Beispiel Verwaltungs- und Organisationsaufgaben. In der restlichen Zeit war er Musikschullehrer für Cello- und Blockflötenunterricht. Dieses Deputat gedenke er im kommenden Schuljahr nach Abgabe der Leitungsfunktion aufzustocken. Edgar Tempel wurde 1961 in Villingen-Schwenningen geboren. Von der dortigen Musikschule sei er „musikalisch sozialisiert“ worden, wie er lachend erzählt.

„Gleichzeitig hat es mich fasziniert, dass mir dies als Jugendlicher eine Heimat war und ich in der Musikschule im gesellschaftlichen Leben angekommen bin. Das haben Musikalität, Begeisterung und Engagement so geweckt, dass ich mir vorstellen konnte, mein Hobby auch zum Beruf zu machen“.

Gleich nach Absolvieren eines Cello-Studiums in Würzburg mit Abschluss als Diplommusiker und Musiklehrer erhielt Tempel 1986 seinen ersten Lehrauftrag an der Musikschule in Lauda.

Die Schülerzahlen stiegen rapide. 1988 wurde er stellvertretender, 2000 kommissarischer und ab 2001 ordentlich berufener Musikschulleiter. Als Höhepunkte seiner Leitungszeit bezeichnete Tempel insbesondere das Musical „Franziskus“ 2008, das Pop-Oratorium „Die zehn Gebote“ 2012 und das Chormusical „Amazing Grace“ 2019 sowie die zahlreichen Preise von Schülerinnen und Schülern beim Wettbewerb „Jugend musiziert“.

Seine Nachfolgerin Stefanie Helmer wurde 1972 in Bad Brückenau geboren und wuchs in Gemünden am Main auf.

Früh wirkte sie leidenschaftlich im Jugendspielmannszug in Wernfeld an der Piccoloflöte mit, bevor sie an der Musikschule in Karlstadt Querflöte und Klavier lernte. Hier hatte Stefanie Helmer einhergehend Konzertauftritte mit einem Kammermusikensemble. Dabei habe sie gemerkt, dass Musik ihr sehr viel Freude bereite und einen zunehmend wichtigen Stellenwert in ihrem Leben einnehme, berichtete die künftige Musikschulleiterin.

Nach dem Abitur studierte sie in Würzburg zunächst am Konservatorium und anschließend an der Hochschule Musik im Hauptfach Konzertquerflöte sowie als Zusatzfächer Klavier und Gesang.

Erfahrungen gesammelt

1998 erlangte sie ihr musikpädagogisches Diplom. Im Rahmen von Engagements in Gemünden an der Musikschule und bei Vereinen konnte Stefanie Helmer schon während ihres Studiums Erfahrungen als Lehrkraft gewinnen. Zusätzlich besuchte sie nach dem Studium zahlreiche Seminare für Kinder- und Erwachsenenchorpädagogik.

Im September 2018 kam sie an die Schule für Musik und Tanz im Mittleren Taubertal, wo sich der Umfang ihres Unterrichts im Laufe der Zeit immer mehr erweiterte. Ganz besonders schätze sie die harmonische Kollegialität unter den Lehrkräften. Neben ihrem Hauptunterrichtsfächern Querflöte, Blockflöte und Klavier schätzt sie die Vielfältigkeit der weiteren Aufgaben im Rahmen der Schulkooperation wie zum Beispiel als Chorleiterin an den Grundschulen Süd in Lauda und in Unterbalbach sowie seit neuestem in Kupprichhausen bei dem Projekt „wim – wir musizieren“.

„Wir sind äußerst erfreut und glücklich darüber, mit Stefanie Helmer eine sehr gute Lösung für die Nachfolge der Musikschulleitung gefunden zu haben“, resümierte Braun.

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