Junge Union und CDU Marbach - Politischer Frühschoppen mit Bundespolitiker Alois Gerig Stärkung des ländlichen Raumes als Aufgabe

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Marbach. Zu einem politischen Frühschoppen lud die örtliche CDU Marbach gemeinsam mit dem dortigen JU-Verband am Sonntag im Clubraum des TSV Marbach ein. Mit dem Bundestagsabgeordneten Alois Gerig stand ein Bundespolitiker Rede und Antwort, der mit der Heimat bestens vertraut ist. Von der Partei ging uns folgender Bericht zu:

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Die Unterstützung der "großen" Politik sei für viele Projekte unabdingbar. Der CDU-Vorsitzende Hartmut Schäffner freute sich, habe Gerig doch immer ein offenes Ohr für die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger.

Alois Gerig gab in den Ausführungen Einblicke in seine Tätigkeiten als Abgeordneter in Berlin und die damit verbundenen Aufgaben. Gerig, der seit Januar nun zudem auch Vorsitzender des Bundestagsausschusses für Ernährung und Landwirtschaft ist, ging dabei auf die Bedeutung des Ehrenamtes für die Gesellschaft ein.

Er betonte ferner die Wichtigkeit von Frieden in Deutschland und hob die Rolle Deutschlands im geeinten Europa hervor.

Faire Lastenverteilung

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Ein weiteres wichtiges Thema sprach Gerig hinsichtlich der stark angestiegenen Flüchtlingszahlen und den damit verbundenen Herausforderungen an. Hier seien die Kommunen oft finanziell überfordert, so dass er sich stets für eine faire finanzielle Lastenverteilung ausspreche.

Zu Griechenland hob der Bundestagsabgeordnete den Kurs von Finanzminister Wolfgang Schäuble hervor. "Wir haben Glück, dass unser Bundesfinanzminister in diesem Punkt seine harte Linie beibehält und sich von der linken Regierung in Griechenland nicht in die Irre führen lässt", merkte Gerig an. Auf weitere Projekte der Großen Koalition ging der Ausschussvorsitzende ebenso im weiteren Verlauf der Veranstaltung detailliert ein.

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Kritisch beleuchtete Gerig auch die Arbeit der Landesregierung. "Die Vernachlässigung des ländlichen Raumes wurde seit der Regierungsübernahme 2011 immer deutlicher, es bedarf dringend einem Wechsel", appellierte der Abgeordnete. Weitere fünf Jahre mit der aktuellen Regierung seien für unseren ländlichen Raum "tödlich", prognostizierte Gerig die Lage. Vielmehr gelte es, die Attraktivität der Region zu steigern und bestehende Infrastrukturen nicht zu zerschlagen. "Das geht auch anders, wie beispielsweise der Freistaat Bayern es handhabt", kritisierte Gerig.

Fragerunde mit dem MdB

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Bei der anschließenden Fragerunde ging es unter anderem um die Themen Mindestlohn, TTIP, den demografischen Wandel und die Windkraft. Zu Letzterem betonte Alois Gerig, dass seiner Meinung nach Windkraft ohne ausreichende Speichertechnologien nicht wirklich sinnvoll sei. Auf die Nachfrage eines Bürgers zum Thema Massentierhaltung prangerte Gerig auch die Preispolitik der vier großen Lebensmittelketten Aldi, Lidl, Rewe und Edeka an, welche zusammen einen Marktanteil von gut 85 Prozent hätten.

Ein Bürger kritisierte den Zentralismuswahn der Landesregierung und die Verlagerung von Behörden und Einrichtungen in die Ballungszentren.

Er fühle sich, so MdB Alois Gerig, als gelernter Landwirt und Bürger der Region besonders im ländlichen Raum verwurzelt und werde sich deshalb auch weiterhin mit voller Kraft in Berlin für die Region einsetzen.

Stadtrat Hartmut Schäffner betonte abschließend die Wichtigkeit, mit politischen Mandatsträgern ins Gespräch zu kommen. mhe