Bahnunterführung Nord - Bürgermeister Dr. Lukas Braun hat seine Vorstellungen jetzt konkretisiert und befürwortet integriertes Verkehrskonzept für Lauda und Königshofen Projekt neu in Augenschein nehmen

Die Bahnunterführung Nord ist seit vielen Jahren in Lauda-Königshofen ein beliebtes Diskussionsthema. Wie wird es weitergehen? Bürgermeister Dr. Lukas Braun definiert jetzt seine Vorstellungen.

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Klaus T. Mende
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Wie geht es weiter mit der Bahnunterführung Nord in Lauda? Bürgermeister Dr. Lukas Braun hat seine Vorstellungen jetzt konkretisiert. © Klaus T. Mende

Lauda-Königshofen. „Ich habe die Fraktionsvorsitzenden von FBL, CDU und SPD/FB schon in einem Gespräch am 7. August darüber informiert, dass uns das Regierungspräsidium Stuttgart mitgeteilt hat, ein rechtssicherer Planfeststellungsbeschluss für die Bahnunterführung Nord könne derzeit nicht in Aussicht gestellt werden“, erklärt der Schultes gegenüber den Fränkischen Nachrichten. Hintergrund hierfür sei, dass das zugrundegelegte Verkehrsgutachten nach Auffassung des Regierungspräsidiums inzwischen inhaltlich wie methodisch schon wieder veraltet sei.

Vorschlag an Fraktionen

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„Vor diesem Hintergrund habe ich den Fraktionsvorsitzenden vorgeschlagen, mit dem Regierungspräsidium darüber zu sprechen, die Maßnahme in die Verantwortung des Landes Baden-Württemberg zurück zu übertragen“, erklärt der Rathauschef weiter. Das Land habe ja bis 1996 die Gesamtverantwortung für die geplanten Maßnahmen an der Ortsdurchfahrt Lauda der Landesstraße 511 innegehabt.

„Die Entscheidung meines Amtsvorgängers Maertens von 2011, für die Bahnunterführung Nord ein Planfeststellungsverfahren einzuleiten, mag aus damaliger Sicht richtig gewesen sein“, sagt Dr. Lukas Braun. Als jemand, der den Hergang des Vorhabens erst seit kurzem und aus aktueller Sicht betrachte, „gelange ich jedoch zur Bilanz, dass diese Vorgehensweise für das Vorhaben Bahnunterführung Nord im vergangenen Jahrzehnt nichts Zählbares eingebracht hat“. Angesichts der vielen Nachforderungen vonseiten des Regierungspräsidiums sei das städtische Bauamt mit der Aufgabe ein Stück weit überfordert.

In der Stadt gebe es eine ungute Neigung dazu, die Diskussion über die Bahnunterführung Nord auf ein simples „Dafür oder Dagegen“ herunterzubrechen. „Das wird der Sache meines Erachtens nicht gerecht. Bei solch einer großen und zentralen Maßnahme für den gesamtstädtischen Verkehrsfluss muss man erstens schauen, wie man eine Änderung der Verkehrsdurchlässigkeit in ein gesamtstädtisches Verkehrskonzept einbettet, und zweitens wie eine Umsetzung planungsrechtlich und finanziell realistisch wird“, gibt das Stadtoberhaupt zu bedenken.

Keine Floskel

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Dass ein integriertes Verkehrskonzept für Lauda und Königshofen, „das ich im Wahlkampf gefordert habe, für mich keine bloße Floskel war, habe ich mit meinem Vorstoß zu den höhengleichen Bahnkreuzungen der B 292 in Königshofen schon gezeigt“, formuliert es Dr. Braun . Die beiden Ortsdurchfahrten von Lauda und Königshofen seien aus seiner Sicht für einen Teil des Verkehrsaufkommens kommunizierende Röhren und dementsprechend müsse man sie auch gemeinsam betrachten. „Dies möchte ich – ebenso wie die Bemühungen um die Bahnunterführung Nord – in den kommenden Jahren vorantreiben.“

Redaktion Mitglied der Main-Tauber-Kreis-Redaktion mit Schwerpunkt Igersheim und Assamstadt