Aktion „Sauberes Unterbalbach“ - Freiwillige Helfer haben rund sechs Kubikmeter Unrat auf der Gemarkung eingesammelt

Prall gefüllte Müllsäcke im Wald entdeckt

Von 
Peter D. Wagner
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Einen erneut erfolgreichen Verlauf der Müllsammelaktion „Sauberes Unterbalbach“ können Ortschaftsrat und Ortsvorsteher Andreas Buchmann bilanzieren.

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Unterbalbach. Die Neuauflage der Aktion wurde trotz Einschränkungen aufgrund der Coronakrise in abgewandelter Form durchgeführt.

Bei der Müllsammelaktion „Sauberes Unterbalbach“ beteiligten sich erneut unter anderem zahlreiche Kinder und Jugendliche. Insgesamt wurden rund sechs Kubikmeter Unrat entsorgt. © Peter D. Wagner

„Sauberes Unterbalbach“ wurde 2006 durch den damaligen Ortsvorsteher Reiner Faul initiiert und steht seither in der Regel alle zwei Jahre jeweils im Frühjahr auf dem örtlichen Terminkalender. Dabei wird die gesamte Ortsgemarkung in neun „Reinigungsbezirke“ aufgeteilt, von denen jeder federführend von jeweils einem Verein oder einer Institution übernommen wird. Dazu zählen zum Beispiel die DRK-Ortsgruppe, die Abteilung der Freiwilligen Feuerwehr, der Schäferhundeverein, die Kolpingfamilie, der Jugendclub, die DJK Unterbalbach, der Heimat- und Kulturverein sowie der VdK-Ortsverband. Ergänzend beteiligen sich Kinder der Balbachschule und der Schule im Taubertal regelmäßig im Rahmen des Unterrichts wochentags an dem „Frühjahrsputz“.

In der herkömmlichen Form wurde dieser bislang letztmalig 2018 durchgeführt und musste im vergangenen Jahr wegen der Coronapandemie verschoben werden. Nun entschloss sich der Unterbalbacher Ortschaftsrat dazu, die Aktion nicht abermals ersatzlos ausfallen zu lassen, auch wenn sie aufgrund der aktuellen Corona-Lage nicht in der üblichen Form durchgeführt werden konnte.

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Stattdessen zogen die Teilnehmer unter Wahrung der Corona-Hygieneregeln in Kleingruppen oder einzeln los. Hierzu wurde ab Mitte März zentral auf dem Parkplatz vor dem „Alten Rathaus“ (Stadtteilzentrum) ein Abfallcontainer aufgestellt, der danach rege bestückt worden war.

Notwendige Maßnahme

„Trotz oder gerade wegen Corona hat sich deutlich gezeigt, dass das Erfordernis dieser Reinigungsmaßnahme bestand, da in den vergangenen beiden Jahren und den letzten Monaten doch wieder viel Abfall auf und an den Wegen sowie im Gemarkungsgebiet achtlos weggeworfen oder wild entsorgt wurde“, resümierte Unterbalbachs Ortsvorsteher Andreas Buchmann. „Dem Ortschaftsrat ist es gelungen, viele Bürgerinnen und Bürger dafür zu animieren, bei Spaziergängen Abfälle aufzusammeln und diese im Container zu entsorgen. Wir sind geradezu überwältigt und hoch erfreut über die große Anzahl an Bürgern, Kindern, Jugendlichen und Familien sowie Vereine und Institutionen, die entweder vereinzelt oder in Kleingruppen trotz der Corona bedingten Einschränkungen aufs Neue aktiv waren“, berichtete Buchmann. Überwiegend habe er koordiniert, in welchen Orts- und Flurbereichen die Einzelpersonen oder Kleingruppen sammeln sollten. Manch andere Teilnehmer machten sich hingegen aufs „Geradewohl“ oder „auf Sicht“ ans Werk. Zudem konnten die Mitwirkenden auch diesmal Müllzangen und Müllsäcke zum Einsammeln des Abfalls beim Ortsvorsteher ausleihen.

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Ganze Klassen aktiv

Ebenfalls wieder mit dabei waren viele Kinder beider Unterbalbacher Schulen und zahlreiche Akteure der Angelabteilung der DJK Unterbalbach. Letztere kümmerten sich vornehmlich um die Ufer- und Gewässerabschnitte des Balbachs zwischen der Ortsgrenze im Osten und der Einmündung in die Tauber im Westen.

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Insgesamt rund sechs Kubikmeter Müll, die das Volumen des bis zu sieben Kubikmeter fassenden Container reichlich füllten – so lautete die Mengenbilanz des Ortsvorstehers nach Abschluss der über zwei Wochen dauernden Aktion „Sauberes Unterbalbach“.

Markante Funde

Als besonders markante Ablagerungen und -funde nannte er zehn blaue Müllsäcke, die teilweise aufgerissen waren und deren Inhalt partiell verstreut wieder eingesammelt werden musste, im Staatswald auf der Gemarkungsgrenze zwischen Unterbalbach und Edelfingen, außerdem ein kompletter Elektro-Rasenmäher einschließlich Fangkorb, ein zerlegter Kleiderschrank sowie eine Pkw-Heckablage.

„Wir führen die Aktion deshalb immer im März durch, um vor allem in der offenen Flur die Belange des Natur- und Artenschutzes zu berücksichtigen, ohne etwa in Wiesen brütende Vögel zu beeinträchtigen“, erklärte Buchmann den jahreszeitlichen Termin.

„Wir freuen uns sehr, dass es gemeinsam auch unter Einhaltung der Corona-Regeln gelungen ist, unser Dorf durch den Frühjahrsputz für den weiteren Jahreszeitenverlauf wieder zu verschönern“, unterstrich der Ortsvorsteher in seinem Resümee.