Heimat- und Kulturverein

Neuwahlen des Vorstands gingen reibungslos über die Bühne

Erfolgreiche Bilanz der letzten Jahre gezogen. Vortrag über die Gaststätten in Oberlauda rundete die Jahreshauptversammlung ab

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erha
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Oberlauda. Die Corona-Pandemie hatte bei der Terminierung der Jahreshauptversammlung (JHV) des Heimat- und Kulturvereins (HKV) Oberlauda ein Wörtchen mitgeredet und dadurch auch etwas verzögert, im Endeffekt aber das Interesse der Mitglieder an ihrem Verein eigentlich noch vergrößert. Die Anwesenheitsliste unterstrich dies.

Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden Frithjof Spänkuch erfolgte das gemeinsame Totengedenken der in den letzten Jahren verstorbenen Mitgliedern Siegfried Neumann, Agnes Haas, Werner Keppner. Gerda Ebert und Marianne Krämer.

Spänkuchs Rückblick über einen langen Zeitraum (seit 2019) beinhaltete jedoch eine überschaubare Zahl von Unternehmungen. Corona hat auch hier das Vereinsleben ausgebremst, aber nicht komplett zum Erliegen gebracht. Immerhin konnte das Mühlradschild wetterfest gemacht werden. 2022 wurde der Bonifatiusweg (Beschilderung), wo notwendig, erneuert. Vorträge über das ehemalige Kalkwerk Birgmann und den „Kriminalfall Weigand“ rundeten das Programm ab. Inzwischen war auch ein Flyer über die Ummingersche Mühle herausgegeben worden. Weitere Sehenswürdigkeiten werden diesbezüglich folgen und im Endergebnis sollen alle über einen QR-Code abrufbar sein.

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Ein leichtes Plus hatte Kassierer Bernd Haas zu vermelden. Die Kassenprüfer Helmut Hollerbach und Gerhard Haas bescheinigten eine einwandfreie und korrekte Kassenführung. Die von Hubert Segeritz beantragte Entlastung des gesamten Vorstands wurde einstimmig erteilt.

Problemlos gestaltete sich auch die Neuwahl des Vorstands mit Wahlleiter Wolfgang Haas. Auch hier erfolgten die einzelnen Wahlen einstimmig. Gewählt wurden: Vorsitzender: Frithjof Spänkuch; Zweiter Vorsitzender: Werner Kilb; Kassierer: Bernd Haas; Schriftführer: Kurt Breitenstein; Ausschuss: Monika Stump, Erich Haas, Jochen Groß und Fabian Bayer. Kassenprüfer bleiben Helmut Hollerbach und Gerhard Haas.

Spänkuch dankte noch Helmut Hollerbach für die Pflege des Volapükplatzes und versprach mit der Stadt Konstanz zu klären, wie es um den Zustand des Grabes von Johann Martin Schleyer steht. 2025 stehen die Feierlichkeiten zu „500 Jahre Bauernkrieg“ an. Hierzu will man sich zu gemeinsamen Planungen über Veranstaltungen mit den benachbarten HKV absprechen.

Das „Mühlenfest“ soll wieder in den örtlichen Veranstaltungskalender und erste Gespräche über eine Wassertret-/Kneippanlage haben bereits stattgefunden. Dabei konnte an vorherige Verhandlungen angeknüpft werden.

Ein Bericht von Werner Kilb und Kurt Breitenstein über die Oberlaudaer Gaststätten rundeten den Abend schließlich gekonnt und interessant ab. Immerhin hat es einmal vier von ihnen gegeben, die aber inzwischen alle geschlossen sind. In ihnen spielte sich das außerfamiliäre Leben ab.

Vereine hatten ihre Veranstaltungsräume, Stammtische oder Kartenspielrunden entstanden und wurden über Jahrzehnte gepflegt. Mit der Zeit änderten sich auch die Speisekarten, größere Familienfeste wurden hier gefeiert, Vereinstermine wahrgenommen, Kappenabende oder Hauptversammlungen abgehalten, in einem Fall (mit Saal) auch Theatervorführungen und Tanzveranstaltungen.

Die Gaststätten waren im Einzelnen: „Engel“, erste urkundliche Erwähnung 1771, „Adler“, um 1400 gebaut und danach immer in Betrieb, „Linde“, mit Saal, ab 1873 alle Wirte bekannt und der „Deutsche Hof“ mit Konzessionsurkunde von 1877. Hier sollte 1875 eine Brauerei angesiedelt werden, der Antrag wurde abgelehnt. erha