Schule für Musik und Tanz im Mittleren Taubertal - Traditioneller Elternabend in der Aula des Martin-Schleyer-Gymnasiums Musikschüler glänzen vor einem großen Publikum

Von 
Reinhard Haas
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Das Flötenensemble Oberlauda unter der Leitung von Edgar Tempel war unbestritten einer der Aktivposten beim Rahmenprogramm des Elternabends der „Schule für Musik und Tanz im Mittleren Taubertal“. © Reinhard Haas

Lauda. Wenn jemand seinen alljährlichen Elternabend musikalisch problemlos umrahmen kann, ist dies die Schule für Musik und Tanz im Mittleren Taubertal. Und sie tut das gerne und ausgiebig.

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Sie bietet damit vielen Schülern die Möglichkeit, vor einem größeren Publikum zu glänzen und zu überzeugen – und die Aula des Schleyer-Gymnasiums in Lauda bietet zusätzlich noch hervorragenden äußeren Rahmen.

Bestens vorbereitet

Schulleiter Edgar Tempel betonte in seinen Grußworten, der Abend stehe ganz im Zeichen der Eltern, der Musikbeiträge und der Wahl der Elternvertretung. Die Schüler seien dazu durch ihre Lehrer Jochen Kaiser (Gitarre), Natali Krasnoperova, Julia Rudi, Jürgen Schmitt (alle Klavier), Klaus Wangorsch (Junior-Blasorchester) und ihn selbst (Cello, Blockflötenensemble) bestens vorbereitet worden.

Das Junior-Blasorchester (Aurelia Böhner, Simon Rüttling, Philipp Kuhn, Felix Hiller, Amelie Waldecker, Noah Schuster, Ron Berger und Adrian Sack) sorgte mit den fanfarenähnlichen Klängen von „March Along“ von Jacob de Haan und „Zimbabwe“ von Naima Yembongolo für die optimale Einstimmung. Katirina Sibin hat mehr als nur Talent, ihr Instrument ist das Klavier. Sie sorgte mit „Kobold“ aus Lyrische Stücke op.71 Nr.3 von Edward Grieg und „Rondo alla turca“ aus Sonate A-Dur 3. Satz von Wolfgang Amadeus Mozart für den ersten Hörgenuss des Abends. Die Beiträge lebten dabei durch ihre Abwechslung und Tempo.

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Fast schon bedächtig, ja irgendwie beruhigend dagegen die Sonate e-Moll Op.38,1 1. Satz Allegro non troppo von Bernhard Romberg mit Jule Reichert am Cello und Joanna Kleibe am Klavier. In Gedanken mittanzen durfte man dann danach beim Walzer cis-Moll Op.64 Nr.2 von Frederic Chopin und Sophie Meissner am Klavier.

Der Elternbeiratsvorsitzende Martin Feeg beherrscht nach eigener Aussage zwar kein Instrument, dafür sei der Rest der Familie musikalisch. Er blickte auf ein ruhiges Jahr zurück und sieht die Musikschule in einem optimalen Fahrwasser. Nach Anfragen von Eltern auswärtiger Musikschüler musste er feststellen, dass die zweckgebundenen Zuschüsse nur für Kinder aus den Mitgliedsgemeinden (Lauda-Königshofen, Boxberg und Grünsfeld) gelten. Er bat dafür um Verständnis. Die Musikschule arbeite nach seiner Feststellung insgesamt auf einem hohen Niveau.

Zum Mitsingen animiert

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Mit dem Volkslied „Ein Jäger aus Kurpfalz“ und den aus Amerika bzw. Spanien stammenden „Go down Moses“ bzw. „Barababa“ rief das Flötenensemble Oberlauda (Julius Groß, Jannik Bamberger, Damian Rudert, Emily Volkert, Melina Volkert und Kim Wiescholek) unter der Leitung von Edgar Tempel zum Mitsingen, oder zumindest Mitsummen auf.

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„Die Karawane zieht weiter“ von Fritz Emonts war eigentlich ein sehr kurzer Beitrag. Emma Heinrich am Klavier verlängerte kurzfristig mit einem weiteren Stück als Fingerübung – und der Auftritt hatte sich gelohnt. Ständig rauf und runter ging es beim „Drachensteigen“ von Aniko Drabon und für Lorena Krause am Klavier jedoch nicht im Wind, sondern auf der Tastatur.

Wer wollte, durfte sich nun ganz entspannt zurücklehnen: Matteo Hanselmanns Gitarren-Interpretation von Georg Harrisons „Here Comes The Sun“ verleitete förmlich dazu.

Sehr gute Stimmung

Die Stimmung in der Musikschule sei sehr gut, so Schulleiter Edgar Tempel zu Beginn seines Rückblickes. Die Konzerte würden besser und die Erfolge bei den Musikwettbewerben noch besser. Personelle Veränderungen hätten im Kollegium zwar Spuren, aber keine Lücken hinterlassen. Für 2019 seien im März drei Aufführungen des Musicals „Amazing Grace“in der Laudaer Stadthalle auf dem Programm. In Zusammenarbeit mit anderen Schulen werde dazu ein Orchester und ein Chor aufgeboten. Die Vorbereitungen liefen bereits auf Hochtouren. Die Wichtigkeit einer musikalischen Erziehung unterstrich er mit einem Zitat von Anne-Sophie Mutter: „Hinter allen Entwicklungen – den wirtschaftlichen und künstlerischen – steckt dieselbe Energie, Phantasie, Kreativität. Deshalb sollten die Verantwortlichen erkennen, dass die Musik – die ästhetische Bildung – keine Nebensache, keine Freizeitbeschäftigung ist, sondern Grundlage für alles andere.“

Für Kinder wünschte er sich allgemein eine bessere Ausbildungsunterstützung durch die Politik, aber ohne Eltern gehe es nicht. Sie seien im Zusammenspiel mit Schule/Lehrer Vorbild für sie. Die Bereitschaft zum Üben und Erlernen eines Musikinstruments sei aber immer ein gutes Fundament. Die derzeitige Elternvertretung sei dabei bestens mit eingebunden. Sein besonderer Dank galt dafür Martin Feeg.

Musikalisch ruhig, fast schon nachdenklich, ging es anschließend mit Helena Meissner am Klavier und „The Day After …“ von Yiruma weiter. Beim „Spanischen Tanz“ von Moritz Moschkovsky ließen Luana Hehn und Michelle Fleming vier Hände über die Klaviertastatur wirbeln, und schon klang es viel volumiger und ausdrucksstärker.

Elternvertreter gewählt

Erstaunlich schnell ging auch die nachfolgende Wahl der Elternvertreter mit Edgar Tempel als Wahlleiter über die Bühne. Es wurde dabei per Handzeichen gewählt und immer jeweils ohne Gegenstimmen oder Enthaltungen. Gewählt wurden: Martin Feeg (Unterbalbach) und Barbara Ludwig (Lauda) für den Bereich Lauda-Königshofen, Marita Wenisch-Güßgen (Boxberg) und Sonja Steffan-Trath (Oberschüpf) für den Bereich Boxberg und Martina Eckard (Grünsfeld) für den Bereich Grünsfeld. Martin Feeg bleibt Elternbeiratsvorsitzender.

Den letzten Teil des Abends eröffnete Nikolas Mott am Klavier mit der Sonatine C-Dur von Muzio Clementi.

Temporeiches Präludium

Beim temporeichen Präludium G-Dur von Johann Sebastian Bach und Franca Steffan am Cello erahnte man die Pausen fast nur, einfach perfekt. Dieses Niveau hatte auch Oliver Kaiser beim „Le Moulin“ von Yann Tiersen am Klavier.

Wer kennt sie nicht, die „Petersburger Schlittenfahrt“ von Richard Eilenberg? Katirina Sibin und Cristin eber präsentierten das Werk auf dem Klavier vierhändig als Höhepunkt und gleichzeitig krönenden Abschluss dieses Elternabends.

Freie Autorenschaft Freier Mitarbeiter seit etwa 40 Jahren, hauptsächlich für den örtlichen Bereich des Lauda-Königshöfer Stadtteils Oberlauda. Weiterhin als Berichtverfasser für die "Schule für Musik und Tanz im Mittleren Taubertal" (Musikschule Lauda mit den Mitgliedsgemeinden Lauda-Königshofen, Boxberg-Wölchingen und Grünsfeld). Im Bereich des Badischen Chorverbands bin ich für den Sängerbund Badisch-Franken (ca 80 Vereine, Altkreis Tauberbischofsheim, Randgebiete Hohenlohekreis, Neckar-Odenwaldkreis und Kreis Heilbronn) als Pressereferent tätig. Beiträge von mir wurden auch schon in den Verbandsorganen des BFV (Im Spiel) und DFB veröffentlicht und als Ergebnis davon erhielt der Fußballverein Oberlauda vom DFB/Sepp-Herberger-Stiftung im vergangenen Jahr den 3. Preis in der Rubrik "Fußball Digital".