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Imkerverein Taubergrund

Milbenbefall wohl nicht so ausgeprägt

Monatsversammlung

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Heckfeld. Nach der Sommerpause begrüßte der Vorsitzende Bernd Weckesser zahlreiche Mitglieder des Imkervereins am Lehrbienenstand bei Heckfeld zur Monatsversammlung September. In seinem Überblick über die derzeit aktuellen Arbeiten an den Bienenvölkern ging er zunächst auf die besondere Wettersituation in diesem Sommer ein, der von außergewöhnlicher Trockenheit und Hitze geprägt war. Hierdurch sind die Bienen teilweise auf zusätzliche Hilfe hinsichtlich Wasser- und Futterversorgung angewiesen.

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Behandlung durchführen

Anders als in vergangenen Jahren gibt es auch keine „Läppertracht“ aus der Natur, von der die Bienen wenigstens ihren akuten Futterbedarf decken können. Aktuell sollte seit Ende August bis Anfang September die zweite Varroabehandlung als Langzeitbehandlung durchgeführt werden.

Die Temperaturen sind gerade passend, auch die Nächte sind noch nicht zu kalt, so dass eine ausreichende Verdunstung der Ameisensäure möglich ist.

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dpa/lsw
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Auch bei der ersten Behandlung Ende Juli/Anfang August herrschten gute Bedingungen. Der Milbenbefall scheint in diesem Jahr nicht sehr ausgeprägt zu sein, was möglicherweise mit der heißen und trockenen Witterung zusammenhängt, wie es auch schon in vergangenen heißen Jahren zu beobachten war.

Von wenigen angewandt

Die Alternativmethode „Teilen und Behandeln“ wurde nur von wenigen Imkern angewandt, da sie doch sehr zeit- und materialaufwendig ist. Problematisch war auch der mangelnde Bienenflug während der heißen und trachtlosen Tage, so dass dem Flugling zu wenige Bienen zuflogen.

Vor und nach den Behandlungsphasen werden die Völker entsprechend aufgefüttert. Spätestens bis Ende September sollte die Fütterung aber beendet sein, da bei kalten Nächten das Futter nicht mehr so gut aufgenommen wird. Bei allen Maßnahmen sollte darauf geachtet werden, dass keine Räuberei entsteht.

Vorsorglich können die Fluglöcher eingeengt werden.

Nach Beendigung dieser Maßnahmen können im Oktober Bienenvölker noch gut vereinigt werden. Es sollten nur starke Völker eingewintert werden. Schwachen Völkern wird deshalb die Königin entnommen und ein Ableger über Zeitungspapier aufgesetzt.

Name und Adresse wichtig

Aus aktuellem Anlass wies der Vorsitzende darauf hin, dass jeder Bienenstand mit Name und Adresse versehen sein sollte. Besonders wichtig bei Einrichtung eines neuen Stellplatzes oder wenn Bienen verstellt werden. Im Übrigen sind alle tierärztlichen Verordnungen strikt einzuhalten.

Mit Hinweisen auf folgende zwei Termine beendete der Vorsitzende den offiziellen Teil der Versammlung: Am 17. September findet nach der Erweiterung und Generalsanierung an der Imkerschule in Heidelberg ein „Tag der offenen Tür“ statt. Interessenten sind hierzu willkommen.

Am 8. und 9. Oktober findet der Deutsche Imkertag in Hamburg statt. Näheres auf der Homepage des DIB. Erstmalig kann er auch online verfolgt werden.

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